PayPal Aktie: CEO-Beben nach Zahlendebakel
04.02.2026 - 04:09:3219 Prozent im Minus – und das an einem einzigen Tag. PayPal liefert Quartalszahlen, die selbst niedrige Erwartungen unterbieten, und schockt den Markt direkt im Anschluss mit einem Führungswechsel an der Spitze. CEO Alex Chriss muss gehen, HP-Chef Enrique Lores übernimmt ab dem 1. März das Ruder. Die Aktie bricht ein, der gesamte Zahlungssektor gerät unter Druck.
Der Zahlungsdienstleister verfehlte im vierten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Konsensschätzungen. Statt der erwarteten 8,79 Milliarden Dollar erwirtschaftete das Unternehmen nur 8,68 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie waren es 1,23 Dollar statt der prognostizierten 1,29 Dollar.
Prognose schockt die Börse
Noch härter traf Anleger der Ausblick. Für das laufende Quartal rechnet PayPal mit einem Rückgang des Gewinns je Aktie um einen mittleren einstelligen Prozentsatz. Analysten hatten dagegen mit einem Plus von 3 Prozent kalkuliert. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management ebenfalls sinkende Margen – die Schätzungen lagen bei einem Anstieg von 8 Prozent.
Das Transaktionsvolumen stieg zwar um 9 Prozent im Jahresvergleich, doch dieser vermeintlich positive Datenpunkt wurde von sinkenden Margen überschattet. Das Wachstum im klassischen Checkout-Geschäft stagniert, während PayPal weiter massiv in strategische Initiativen investiert. Das belastet die Profitabilität spürbar.
Board räumt Versagen ein
Der Verwaltungsrat sprach Klartext: Die Umsetzung sei „nicht auf dem erforderlichen Niveau“ gewesen. Mit dieser ungewöhnlich direkten Formulierung begründete das Gremium die Ablösung von Chriss. Jefferies-Analyst Trevor Williams wertete den CEO-Wechsel als Eingeständnis, dass der bisherige Kurs gescheitert ist.
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Lores bringt Erfahrung aus der Restrukturierung von HP mit – ob das ausreicht, um PayPal wieder auf Wachstumskurs zu bringen, bleibt offen. Needham behält sein Hold-Rating bei und sieht trotz einer attraktiven Bewertung von rund 7x des erwarteten Gewinns 2026 „keinen positiven Katalysator am Horizont“.
Die Frage lautet jetzt: Kann der neue Chef einen glaubwürdigen mehrjährigen Turnaround einleiten? Raymond James verwies auf die nachlassende Dynamik beim Markengeschäft, Evercore ISI senkte das Kursziel auf 40 Dollar. 11 Analysten haben ihre Gewinnprognosen nach unten korrigiert. Der Titel steht damit klar im Abwärtstrend – und die Bären haben das Kommando übernommen.
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