Passkeys, Passwort-Ära

Passkeys: Das Ende der Passwort-Ära beginnt 2026

05.02.2026 - 08:25:12

Experten empfehlen ein mehrschichtiges Sicherheitssystem mit langen Passphrasen, Passwort-Managern und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Passkeys gelten als zukunftssichere, passwortfreie Alternative.

Experten fordern ein mehrschichtiges Sicherheitssystem: Lange Passphrasen, Passwort-Manager und der Wechsel zu Passkeys sind jetzt Pflicht.

Die digitale Welt von 2026 ist ein Minenfeld. Datenlecks sind alltäglich, Phishing-Angriffe sind raffinierter denn je. Vor diesem Hintergrund geben Cybersicherheitsexperten neue Richtlinien aus. Die alte Regel – Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu mischen – ist überholt. Die Strategie für heute: Lange, einzigartige Passphrasen für jedes Konto, gesichert in einem Manager, geschützt durch Zwei-Faktor-Authentifizierung. Und der Weg in eine passwortfreie Zukunft.

Die größte Schwachstelle für Nutzer bleibt die Wiederverwendung von Passwörtern. Wird eine Plattform gehackt, nutzen Kriminelle die gestohlenen Daten für „Credential Stuffing“-Angriffe auf sensible Konten wie E-Mail oder Online-Banking. Die Sicherheitsempfehlung hat sich daher grundlegend gewandelt – weg vom Auswendiglernen, hin zu robusten Management- und Verifikationstools.

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Länge schlägt Komplexität: Die neuen Passwort-Regeln

Jahrelang galt Komplexität als oberstes Gebot. Heute ist Länge der entscheidende Faktor gegen Brute-Force-Angriffe. Experten raten zu „Passphrasen“: Vier oder mehr zufällige, unzusammenhängende Wörter ergeben eine mindestens 16-stellige Kombination wie „PferdLilaHutLaufBucht“. Das ist für Computer schwer zu knacken, für Menschen aber einfacher zu merken.

Die wichtigste Regel: Jedes Online-Konto braucht ein eigenes, einzigartiges Passwort. Nutzt man dasselbe für Social Media und Banking, kann ein einzelner Leck das gesamte digitale Leben gefährden. Das regelmäßige Ändern von Passwörtern nach festem Plan ist in den Hintergrund getreten. Der Fokus liegt nun darauf, von Anfang an starke, einmalige Zugangsdaten zu erstellen.

Der digitale Tresor: Warum Passwort-Manager unverzichtbar sind

Dutzende lange, einzigartige Passphrasen zu behalten, ist unmöglich. Hier werden Passwort-Manager zum unverzichtbaren Werkzeug. Diese Apps generieren, speichern verschlüsselt und füllen Zugangsdaten automatisch aus. Nutzer müssen sich nur ein starkes Master-Passwort merken.

Ein Manager macht es einfach, extrem lange, zufällige Passwörter für jede Seite zu nutzen. Das minimiert das Risiko durch Wiederverwendung enorm. Bei der Auswahl sollte man auf renommierte Anbieter achten, die starke Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Master-Konto selbst unterstützen. Dieses Master-Passwort mit einer robusten Passphrase und einem zusätzlichen Verifikationsschritt zu sichern, ist entscheidend – es ist der Schlüssel zum digitalen Königreich.

Die unverzichtbare zweite Hürde: Zwei-Faktor-Authentifizierung

Selbst das stärkste Passwort kann gestohlen werden. Daher gilt die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) als essenzielle Sicherheitsebene. Sie verlangt neben dem Passwort einen zweiten Verifikationsschritt: einen Code per SMS, eine Bestätigung in einer Authenticator-App oder einen biometrischen Scan. Selbst mit dem Passwort kommt ein Angreifer so nicht ins Konto.

Experten empfehlen zunehmend phishing-resistente 2FA-Methoden. SMS-Codes sind anfällig für Abfangversuche. Sicherer sind dedizierte Authenticator-Apps oder physische Sicherheitsschlüssel, die man in das Gerät steckt. Nutzer sollten 2FA für jedes anbietende Konto aktivieren – besonders für E-Mail, Banking und soziale Netzwerke.

Die Zukunft ist da: Passkeys machen Passwörter überflüssig

Die Branche steuert auf eine Zukunft ganz ohne traditionelle Passwörter zu. Der größte Fortschritt ist die breite Einführung von Passkeys. Diese neue, sicherere Login-Methode wird von Tech-Giganten wie Apple, Google und Microsoft vorangetrieben. Nach Daten von Anfang Februar 2026 sind schätzungsweise 96 Prozent aller Nutzergeräte bereits dafür bereit.

Ein Passkey ersetzt das Passwort durch einen kryptografischen Schlüssel, der sicher auf dem eigenen Gerät gespeichert wird. Beim Login bestätigt man den Zugang per biometrischer Authentifizierung (Fingerabdruck, Gesichtsscan) oder einer PIN. Diese Methode ist von Natur aus resistent gegen Phishing, da der Schlüssel nicht wie ein Passwort weitergegeben oder gestohlen werden kann.

Analysten sagen voraus, dass 2026 zum Wendepunkt wird: Die passwortfreie Authentifizierung wird zum Standarderlebnis. Passwörter werden langsam zu Altlasten. Nutzer sollten daher bereits heute beginnen, Passkeys zu nutzen, wo immer sie angeboten werden.

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