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Partners Group Aktie: 13,5% Minus nach Grizzly-Attacke

07.06.2026 - 21:44:06 | boerse-global.de

Grizzly Research attackiert Partners Group mit Vorwürfen zu Bewertungen. Management wehrt sich mit Insiderkäufen und rechtlichen Schritten.

Partners Group: Shortseller-Vorwürfe lösen heftigen Kursrutsch aus
Partners - Ein aggressiver Grizzlybär-Schatten stürzt sich auf einen stark fallenden roten Börsenkurs-Chart, der einen Markteinbruch symbolisiert. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein Shortseller-Bericht, Rücknahmebeschränkungen bei Fonds und ein Kurssturz von zeitweise zweistelligem Ausmaß — bei Partners Group war diese Woche alles dabei. Mitbegründer Fredy Gantner nennt die Reaktion des Marktes eine „massive Überreaktion". Das Unternehmen schlägt zurück.

Grizzly Research löst Kursbeben aus

Auslöser der Verwerfungen ist ein Bericht von Grizzly Research. Der Shortseller wirft Partners Group vor, Bewertungen in seinen offenen Fondsstrukturen künstlich hochzuhalten. Hinzu kamen Berichte über Rücknahmebeschränkungen bei sogenannten Evergreen-Fonds — also dauerhaft offenen Privatmarktfonds.

Partners Group wies die Vorwürfe als unbegründet und verleumderisch zurück. Das Unternehmen prüft rechtliche Schritte wegen Marktmanipulation. Gantner räumte im Wochenend-Interview Kommunikationsdefizite ein, betonte aber die operative Stabilität des Konzerns.

Die Rücknahmebeschränkungen betreffen nicht nur Partners Group. Auch Blackstone kämpft mit ähnlichen Problemen. Experten führen dies auf eine allgemeine Liquiditätsverknappung zurück — angeheizt durch massiven Kapitalbedarf für KI-Investitionen und bevorstehende Groß-IPOs wie SpaceX.

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Insider kaufen, Prognosen bleiben

Um Vertrauen zurückzugewinnen, setzt die Führungsebene auf ein klares Signal: Gantner und weitere Mitarbeiter kauften zuletzt Aktien im Wert von über 20 Millionen CHF.

Inhaltlich hält das Management Kurs. Für 2026 rechnet Partners Group mit Bruttoneugeldzuflüssen zwischen 26 und 32 Milliarden USD. Gantner stellte außerdem eine Dividendenrendite von rund 7 % in Aussicht — auf dem aktuellen Kursniveau ein handfestes Argument für wertorientierte Anleger.

Chartbild bleibt angeschlagen

Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Die Aktie verlor in den vergangenen sieben Tagen 13,5 % und liegt seit Jahresbeginn rund 28 % im Minus. Am Freitag schloss das Papier bei 783,00 € — knapp 7 % über dem frischen 52-Wochen-Tief von 733,00 €.

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Der RSI von 27,7 zeigt: Die Aktie ist technisch überverkauft. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei 1.042,77 € beträgt dennoch fast 25 %. Das Chartbild bleibt damit klar belastet.

Ob Insiderkäufe und angedrohte Klagen die Shortseller zum Rückzug zwingen, entscheidet sich in der neuen Handelswoche. Grizzly Research hat bislang nicht auf die Gegendarstellung reagiert.

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