Paramount, NBCUniversal

Paramount und NBCUniversal führen strikte Büropflicht ein

09.01.2026 - 12:46:12

Unternehmen wie Paramount und Microsoft führen striktere Anwesenheitsregeln ein, während Mitarbeiter ihre verbleibenden Remote-Tage für konzentrierte Fokusarbeit nutzen.

Die erste Arbeitswoche 2026 bringt für Tausende Angestellte strikte Büropflicht. Während Konzerne wie Paramount und NBCUniversal die Rückkehr ins Büro verschärfen, müssen Mitarbeiter ihre verbleibenden Homeoffice-Tage neu organisieren. Die Ära des improvisierten Arbeitens ist vorbei.

Die neue Realität: Fünf Tage pro Woche im Büro

Ab dem 5. Januar gelten bei mehreren Großkonzernen verschärfte Anwesenheitsregeln. Besonders drastisch ist der Schritt bei Paramount Skydance. Nach der Fusion müssen Mitarbeiter in Los Angeles und New York wieder fünf Tage pro Woche ins Büro.

Auch NBCUniversal hat seine Richtlinien angepasst. Hybride Mitarbeiter müssen nun vier Tage pro Woche vor Ort sein, nur der Freitag bleibt flexibel. Der Pharmariese Novo Nordisk stellte zum Jahreswechsel ebenfalls auf Vollzeit-Präsenz um.

Dieser Trend setzt sich fort: Microsoft kündigte für Ende Februar eine neue Hybrid-Regel an. Dann sind am Hauptsitz mindestens drei Bürotage pro Woche Pflicht. Für Arbeitnehmer werden Homeoffice-Tage seltener – und wertvoller für konzentrierte Arbeit.

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Coffee Badging: Anwesenheit statt Produktivität?

Mit mehr Präsenztagen verbreitet sich ein neues Phänomen: Coffee Badging. Mitarbeiter erscheinen nur kurz im Büro, um sich einzustempeln und “einen Kaffee zu trinken”, bevor sie wieder nach Hause gehen.

Experten warnen: Diese Praxis erfüllt zwar die Anwesenheitsstatistik, untergräbt aber echte Zusammenarbeit. Unternehmen reagieren mit intelligenteren Messmethoden, die den tatsächlichen Output bewerten.

Die verbleibenden ein bis zwei Homeoffice-Tage pro Woche werden zur Überlebensfrage. Hier setzen Arbeitnehmer nun voll auf Deep Work. Das Büro wird zum Meeting-Ort, das Homeoffice zur Festung für ungestörte Konzentration.

So bleibt das Homeoffice produktiv

Um an den wenigen Remote-Tagen maximale Leistung zu bringen, setzen Arbeitnehmer auf zwei Strategien: besseres Design und klügere Kommunikation.

Wellness-Zonen ersetzen den Küchentisch
Der provisorische Arbeitsplatz am Esstisch hat ausgedient. Stattdessen entstehen zu Hause dedizierte Wellness-Zonen. Diese Bereiche sind ergonomisch optimiert und akustisch vom Wohnraum getrennt. Biophiles Design mit Pflanzen und Bereiche für mentale Pausen sollen die Konzentration in kürzerer Zeit steigern.

Asynchrone Kommunikation wird Standard
Da Teams durch unterschiedliche Bürotage oft versetzt arbeiten, etabliert sich asynchrone Kommunikation als Norm. Dokumentenbasierte Updates und aufgezeichnete Video-Briefings ersetzen Live-Meetings. Dieser “Async-First”-Ansatz ermöglicht Fortschritt, ohne dass alle gleichzeitig online sein müssen – und reduziert den gefürchteten Zoom-Fatigue.

Ein zweischneidiges Schwert für Unternehmen

Die aktuellen Maßnahmen markieren das Ende der pandemiebedingten Experimentierphase. Unternehmen wie Amazon ebneten bereits 2024/2025 den Weg zurück zur Fünf-Tage-Woche. Für viele Konzerne ist das Büro wieder der primäre Ort der Wertschöpfung.

Doch Analysten sehen Risiken. Während Arbeitgeber Unternehmenskultur und spontane Innovation betonen, klafft eine Lücke zu den Flexibilitätswünschen der Belegschaft. Strikte Mandate ohne begleitende Maßnahmen könnten zu stillen Kündigungen oder sinkendem Engagement führen.

Der Kompromiss für 2026 heißt strukturiertes Hybrid: Feste Bürotage für Teamarbeit, feste Homeoffice-Tage für Fokusarbeit. Die Frage “Wo arbeiten wir?” wird zur Frage “Wie messen wir Arbeit?”.

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