Palo, Alto

Palo Alto Networks und Okta bekämpfen KI-gesteuerte Identitätsangriffe

14.02.2026 - 05:42:11

Führende Sicherheitsunternehmen wie Palo Alto Networks und Okta reagieren auf die wachsende Gefahr durch KI-gesteuerte Cyberangriffe und unkontrollierte KI-Agenten in Firmennetzwerken mit neuen Lösungen.

Führende Cybersicherheitsunternehmen reagieren auf die neue Bedrohung durch KI-gesteuerte Angriffe und unkontrollierte KI-Agenten in Unternehmen. Die Sicherheitsbranche konsolidiert sich.

Die rasante Verbreitung Künstlicher Intelligenz schafft eine neue, unsichtbare Gefahrenlage für die IT-Sicherheit. Als direkte Antwort darauf haben Branchenführer wie Palo Alto Networks und Okta diese Woche strategische Gegenmaßnahmen vorgestellt. Sie zielen darauf ab, die wachsende Bedrohung durch KI-gesteuerte Identitätsangriffe und sogenannte „Schatten-KI“ einzudämmen. Diese Entwicklung ist auch für deutsche DAX-Konzerne und Mittelständler relevant, die zunehmend auf KI setzen.

KI als Waffe: Angreifer beschleunigen ihre Attacken

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Verteidigungswerkzeug. Cyberkriminelle nutzen sie aktiv, um ihre Angriffe zu beschleunigen und zu verfeinern. Ein aktueller Bericht der Google Threat Intelligence Group zeigt: KI-Tools automatisieren die Aufklärung von Zielen und generieren überzeugende Social-Engineering-Kampagnen. Besonders besorgniserregend ist der Einsatz von Deepfakes, um biometrische Sicherheitsverfahren wie Gesichtsscans auszutricksen. Die Folge? Fast 90 Prozent aller Organisationen haben bereits eine Sicherheitsverletzung erlitten, die auf kompromittierte Identitäten zurückging.

Die unsichtbare Gefahr: „Schatten-KI“ in Unternehmen

Während offizielle KI-Strategien implementiert werden, wächst im Verborgenen eine parallele Infrastruktur. Mitarbeiter erstellen eigenständig KI-Agenten, ohne das Wissen der IT-Abteilung – ein Phänomen, das Experten als „Schatten-KI“ bezeichnen. Ein Bericht von Omada bestätigt den Trend: 85 Prozent der Unternehmen testen oder nutzen bereits agentenbasierte KI. Gleichzeitig fürchten 58 Prozent dadurch entstehende Sicherheitslücken. Diese nicht-menschlichen Agenten erhalten oft weitreichende Zugriffsrechte auf sensible Daten und entziehen sich jeder Kontrolle. Die Zahl der Maschinenidentitäten übertrifft die der menschlichen bereits um ein Vielfachen.

Branche reagiert: Von Übernahmen bis zu spezieller Spurensuche

Die Sicherheitsbranche antwortet mit Konsolidierung und gezielter Innovation. Palo Alto Networks hat die Übernahme von CyberArk abgeschlossen. Ziel ist eine einheitliche Plattform, die alle Identitätstypen – Mensch, Maschine oder KI-Agent – gleichermaßen schützt. So sollen Angreifer daran gehindert werden, sich lateral im Netzwerk auszubreiten.

Parallel dazu stellt Okta eine neue Funktion namens „Agent Discovery“ vor. Dieses Werkzeug hilft Unternehmen, verborgene KI-Agenten aufzuspüren, ihr Risiko zu bewerten und sie in die bestehenden Sicherheitsrichtlinien zu integrieren. Aus unkontrollierten „Schattenagenten“ werden so verwaltete Assets.

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Identität wird zur neuen Sicherheitsgrenze

Die jüngsten Schritte markieren einen fundamentalen Wandel. In einer Welt aus Cloud-Diensten und KI lösen sich traditionelle Netzwerkgrenzen auf. Die sichere Verwaltung von Zugriffsrechten rückt zur entscheidenden Verteidigungslinie auf. Analysten erwarten, dass KI-gesteuerte Identity Governance (IGA) bis Ende 2026 zum Standard wird. Solche Systeme passen Berechtigungen dynamisch und in Echtzeit an das aktuelle Risiko an.

Für die Zukunft bedeutet das: Identitätssicherheit muss von Anfang an in den Lebenszyklus jeder Anwendung integriert werden – ein Konzept, das als „Identity as Code“ bekannt ist. Die Fähigkeit, jede einzelne Identität über den gesamten Technologie-Stack hinweg zu schützen, wird über die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen im KI‑Zeitalter entscheiden.

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