Palantir, Aktie

Palantir Aktie: Hauptversammlung am 3. Juni über Menschenrechts-Prüfung

17.05.2026 - 22:36:58 | boerse-global.de

Palantir verzeichnet Rekordumsatz, doch Aktie leidet unter Bewertung und bevorstehender Abstimmung über Offenlegung von Verteidigungsgeschäften.

Palantir Aktie: Hauptversammlung am 3. Juni über Menschenrechts-Prüfung - Foto: über boerse-global.de
Palantir Aktie: Hauptversammlung am 3. Juni über Menschenrechts-Prüfung - Foto: über boerse-global.de

Palantir liefert Zahlen, die viele Softwarefirmen alt aussehen lassen. Trotzdem bleibt die Aktie unter Druck. Der Grund liegt nicht nur in der hohen Bewertung, sondern auch in einer Debatte über staatliche Kunden, Verteidigungsgeschäfte und Menschenrechte.

Rekordwachstum reicht nicht

Im Auftaktquartal 2026 stieg der Umsatz auf 1,63 Milliarden Dollar, ein Plus von 85 Prozent. Für ein bereits großes Softwareunternehmen ist das ein auffällig hohes Tempo.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte auf 0,33 Dollar, der Zuwachs lag bei 154 Prozent. Bemerkenswert ist auch die Serie: Palantir beschleunigte das Umsatzwachstum nun schon elf Quartale in Folge.

Am Markt zählt derzeit etwas anderes. Die Aktie schloss am Freitag bei 115,38 Euro und liegt seit Jahresanfang 19,37 Prozent im Minus. Zum Hoch aus dem Herbst fehlt inzwischen mehr als ein Drittel.

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Der Bewertungsdruck bleibt der wunde Punkt. Die Aktie wird mit dem 97-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Beim Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt der Multiplikator für 2026 bei 40,5; für das Folgejahr sinkt er auf 28.

Hauptversammlung wird zum Governance-Test

Am 3. Juni stimmt die Hauptversammlung über zwei Anträge ab: mehr Offenlegung bei Prüfprozessen rund um Verteidigungsgeschäfte und eine unabhängige Menschenrechtsprüfung. Damit rückt ein Thema ins Zentrum, das bei Palantir direkt an das Geschäftsmodell reicht.

Der Druck ist kein Randthema. Aktionäre mit zusammen 336,1 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen unterstützen den Ruf nach einer unabhängigen Prüfung.

Der Vorstand lehnt beide Anträge ab. Er argumentiert, Palantir sei kein Daten- oder Überwachungsunternehmen, handle nicht mit persönlichen Daten und könne wegen rechtlicher sowie geheimhaltungsbezogener Grenzen nicht beliebig offenlegen.

Brisant wird die Debatte auch wegen der Ukraine. CEO Alex Karp unterzeichnete dort eine Vereinbarung zum Datenaustausch mit dem Militär. Genau solche Schnittstellen zwischen Software, Sicherheit und staatlicher Macht machen die Aktie für manche Investoren schwerer einzuordnen.

Europa erhöht den Druck

Die Kritik reicht inzwischen bis nach Europa. Aktivisten forderten die Schweizerische Nationalbank auf, ihren Palantir-Anteil zu verkaufen; sie verweisen auf den Einsatz von Palantir-Technologie in der US-Einwanderungspolitik. Die SNB hielt Ende 2025 rund 6,24 Millionen Aktien, der Wert lag bei etwa 1,1 Milliarden Dollar.

SNB-Präsident Martin Schlegel verwies auf den geldpolitischen Zweck des Portfolios und äußerte sich nicht zu einzelnen Titeln. Andere Investoren haben bereits Konsequenzen gezogen: Storebrand Asset Management trennte sich von Palantir-Positionen wegen der Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

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Operativ bleibt die Latte hoch. Für das zweite Quartal stellt das Management 1,8 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, während der Analystenkonsens bei 1,68 Milliarden Dollar liegt.

Der nächste Ergebnistermin ist für den 3. August 2026 erwartet. Analysten rechnen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,33 Dollar. Die vertraglich verbleibenden Umsätze beliefen sich zuletzt auf 11,8 Milliarden Dollar; die Marge liegt inzwischen bei 53 Prozent.

Bis zur Abstimmung am 3. Juni trifft bei Palantir ein seltenes Gemisch aufeinander: sehr hohes Wachstum, sehr hohe Bewertung und ein Governance-Konflikt, der direkt an das staatliche Kerngeschäft rührt. Am 3. August folgt dann der finanzielle Prüfpunkt: Dann zählt, ob der hohe Auftragsbestand schnell genug in Umsatz mündet und die Bewertung weniger angreifbar macht.

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