Palantir Aktie: Großer Strategieschwenk
13.03.2026 - 00:20:30 | boerse-global.dePalantir und Nvidia haben heute eine weitreichende Partnerschaft bekanntgegeben. Gemeinsam bringen sie eine sogenannte Sovereign AI Operating System-Architektur auf den Markt — eine schlüsselfertige KI-Infrastruktur, die Unternehmen und Regierungen vollständige Kontrolle über ihre Daten und Modelle gibt. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Palantir richtet sich damit neu aus, weg vom Spezialanbieter für Analysen, hin zum Vollsortimenter für KI-Infrastruktur.
Was hinter der Nvidia-Partnerschaft steckt
Die gemeinsame Architektur — kurz AIOS-RA — umfasst Palantirs gesamtes Software-Portfolio, darunter AIP, Foundry und Apollo, und läuft auf Nvidias neuesten Blackwell Ultra GPUs. Das Besondere: Kunden müssen ihre Daten nicht mehr in die Cloud von Amazon, Microsoft oder Google schicken. Gerade für Zentralbanken, Verteidigungsministerien oder andere sicherheitssensible Institutionen ist das ein entscheidendes Argument.
Palantir ist nach eigenen Angaben bereits in acht Ländern mit Sovereign-AI-Projekten aktiv, darunter Israel, die Schweiz sowie Organisationen wie das UN World Food Program. McKinsey schätzt den adressierbaren Markt auf bis zu 600 Milliarden Dollar bis 2030 — gegenüber rund 150 Milliarden im Jahr 2025.
Starke Zahlen, hohes Tempo
Die Partnerschaft fällt in eine Phase, in der Palantirs Wachstumskurve steil nach oben zeigt. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,407 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-Kommerzgeschäft legte sogar um 137 Prozent zu. Für 2026 erwartet das Management einen Gesamtumsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 61 Prozent entspräche.
Das Rüstungsgeschäft bleibt dabei ein zentraler Pfeiler. Im vierten Quartal stammten 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus US-Regierungsverträgen, ein Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hinzu kommt ein im August 2025 geschlossener Zehnjahresvertrag mit der US Army im Volumen von zehn Milliarden Dollar. Heute gab Palantir außerdem eine mehrjährige Ausweitung der Partnerschaft mit GE Aerospace bekannt, die auf die Einsatzbereitschaft militärischer Flugzeuge der US Air Force abzielt.
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Bewertung bleibt das zentrale Streitthema
Beim Blick auf die Aktie zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. UBS stufte Palantir zuletzt von Neutral auf Buy hoch und setzte ein Kursziel von 180 Dollar — mit dem Argument, dass der zwischenzeitliche Kursrückgang von rund 35 Prozent gegenüber den Hochs Ende 2025 das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich verbessert habe. Der Konsens von 28 Analysten liegt laut MarketBeat bei einem durchschnittlichen Kursziel von 187,96 Dollar, die Spanne reicht von 45 bis 255 Dollar.
Gleichzeitig warnt InvestingPro vor einer Überbewertung relativ zum fairen Wert — trotz der Tatsache, dass 17 Analysten ihre Gewinnschätzungen zuletzt nach oben korrigiert haben. Mit einem RSI von knapp 79 und einer annualisierten Volatilität von über 60 Prozent spiegelt die Aktie die hohen Erwartungen wider, die der Markt in das Unternehmen setzt.
Einen Schatten wirft die geopolitische Lage: Irans Revolutionsgarden haben Palantir namentlich als potenzielles Ziel eingestuft — ein ungewöhnliches Risiko, das die Doppelnatur des Geschäftsmodells unterstreicht. Ob die heutigen Ankündigungen die Neubewertung als vollwertiger KI-Infrastrukturanbieter nachhaltig untermauern, wird sich an der Entwicklung des Sovereign-AI-Markts in den kommenden Quartalen ablesen lassen.
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