Oxford, Square

Oxford Square Capital Aktie: NAV um 22 Prozent eingebrochen

16.06.2026 - 09:48:25 | boerse-global.de

Der Nettoinventarwert von Oxford Square Capital fiel im ersten Quartal um 22 Prozent. Trotz Verlusten hält das Management an der monatlichen Ausschüttung fest.

Oxford Square Capital: NAV-Einbruch trotz hoher Dividende
Oxford - Ein roter Abwärtspfeil durchbohrt ein Diagramm, das einen starken Rückgang darstellt, umgeben von Finanzdokumenten. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Oxford Square Capital zahlt weiter. Die Substanz bröckelt jedoch massiv. Am heutigen Dienstag handelt die Aktie ex-Dividende. Während Anleger auf die monatliche Ausschüttung schielen, offenbart der Blick in die Bilanz tiefe Risse.

Dividende trifft auf Substanzverlust

Das Management hält an der monatlichen Zahlung von 0,035 US-Dollar je Aktie fest. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt das 0,42 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kursniveau von rund 1,35 US-Dollar bleibt die Dividendenrendite zwar zweistellig.

Die Nachhaltigkeit dieser Zahlungen steht jedoch infrage. Das Geschäftsmodell der Business Development Company (BDC) gerät durch Marktturbulenzen zunehmend unter Druck.

Der Nettoinventarwert (NAV) brach im ersten Quartal 2026 massiv ein. Er sank von 1,69 US-Dollar auf nur noch 1,32 US-Dollar je Anteilsschein. Das entspricht einem Rückgang von 22 Prozent innerhalb weniger Monate.

Hauptverantwortlich für diesen Einbruch sind hohe Verluste im Portfolio. Vor allem verbriefte Kreditforderungen, sogenannte CLOs, belasteten das Ergebnis mit über 30 Millionen US-Dollar.

Insiderkauf gegen den Trend

Aktuell notiert die Aktie fast punktgenau auf Höhe ihres Substanzwertes. Frühere Aufschläge am Markt sind verschwunden. Das Unternehmen verfehlte ferner die Erwartungen beim operativen Ergebnis. Das Netto-Anlageeinkommen lag bei fünf Cent je Aktie, während Analysten sieben Cent prognostiziert hatten.

Trotz der schwachen Zahlen setzt das Management ein Zeichen. COO Saul B. Rosenthal kaufte im Mai über 144.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 1,15 US-Dollar. Parallel dazu nutzte das Unternehmen ein Kapitalprogramm, um rund 12 Millionen US-Dollar frisches Geld einzusammeln.

Die hohe Verschuldung von rund 155 Millionen US-Dollar bleibt eine Belastungsprobe. Die Zahl der ausstehenden Anteile stieg durch Kapitalmaßnahmen deutlich an. Am 30. Juni erfolgt die nächste Auszahlung.

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