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Oxford Square Capital Aktie: Apollo sperrt 2,4 Milliarden ab

24.06.2026 - 19:30:02 | boerse-global.de

Trotz Kurserholung bleibt der Privatkreditsektor angespannt. Liquiditätsengpässe und steigende Zinsen belasten Anbieter wie Oxford Square Capital.

Oxford Square Capital: Privatkredit-Sektor unter Druck
Oxford - Abstrakte Darstellung des Finanzsektors mit Fokus auf Kapitalallokation und Marktsicherheit, in einer stabilen Marktstimmung. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Aktie von Oxford Square Capital legte am Dienstag kräftig zu. Der Kurs stieg um 10,38 Prozent auf 1,17 Euro. Der Rücksetzer der vergangenen Wochen scheint erst einmal gestoppt.

Doch die Erholung täuscht. Seit Jahresbeginn verliert das Papier 21,37 Prozent. Und der gesamte Sektor steht unter Beobachtung.

Liquiditätsengpässe in der Privatkredit-Branche

Im Hintergrund brodelt es. Große Akteure wie Apollo Debt Solutions begrenzten im Juni die Rücknahmen auf fünf Prozent pro Quartal. Der Grund: Anleger wollten 16,8 Prozent ihres Kapitals abziehen – umgerechnet rund 2,4 Milliarden Dollar.

Auch Morgan Stanley North Haven Private Income und Blackstone zogen die Bremse. Solche „Liquidity Gates" sollen Fonds vor Zwangsverkäufen schützen. Sie zeigen aber auch: Das Vertrauen der Anleger bröckelt.

Für Oxford Square Capital ist das ein Problem. Das Unternehmen gehört zu den kleineren BDCs – Business Development Companies. Sie verleihen Geld an mittelständische Firmen. Wenn die Investoren nervös werden, trifft es diese Spezialisten zuerst.

Software-Kredite im Fokus

Ein zweites Risiko betrifft die Portfoliostruktur. Softwareunternehmen machen mehr als 20 Prozent des gesamten BDC-Sektors aus. Manche Fonds liegen bei 50 Prozent.

Die Branche spricht von einer „AI-Reckoning" – einer Abrechnung mit überhöhten Bewertungen im Tech-Bereich. Bisher blieben die Kreditausfälle mit 1,5 Prozent niedrig. Doch 2027 und 2028 steht eine große Refinanzierungswelle an. Dann zeigt sich, ob die Mittelstandsfinanzierer wirklich solide kalkuliert haben.

Börsenumfeld bleibt rau

Parallel dazu belastet das Makro-Umfeld. Der Nasdaq 100 verlor an zwei Tagen rund 1,3 Billionen Dollar. Der S&P 500 gab um 1,4 Prozent nach, der Nasdaq Composite um 2,2 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit weiterer US-Zinserhöhungen liegt bei 85 Prozent. Für zinsempfindliche Anlagen wie Privatkredit-Fonds ist das eine schwere Last.

Ein Lichtblick: Der MSC Income Fund konnte jüngst einen Gewinn von 11,6 Millionen Dollar aus einem Beteiligungsverkauf realisieren. Exits sind also möglich – nur derzeit schwieriger.

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