Oxford, Nanopore

Oxford Nanopore: Neues Jahrestief bei 1,18 Euro

Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 16:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Oxford Nanopore verzeichnet Umsatzverfehlung und sinkende Liquidität. Schwache Geschäfte in China belasten die Bilanz des Gensequenzierungs-Spezialisten.

Oxford Nanopore Aktie: Kurssturz nach enttäuschenden Halbjahreszahlen
Ein Börsenticker zeigt einen deutlichen Kursrückgang und einen roten Pfeil nach unten, der ein neues Jahrestief symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Oxford Nanopore enttäuscht den Markt mit seinen neuesten Zahlen. Die Aktie sackte am Montag um mehr als zwölf Prozent ab und markierte bei 1,18 Euro ein neues Jahrestief. Schwache Geschäfte in China und im Nahen Osten belasten die Bilanz des Spezialisten für Gensequenzierung massiv.

Der Umsatz im ersten Halbjahr blieb mit rund 116,5 Millionen Pfund hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 125,4 Millionen Pfund gerechnet. Exportbeschränkungen und geopolitische Spannungen drückten die Erlöse in China um 16 Prozent.

Andere Regionen zeigten sich robuster. Die Region EMEAI verzeichnete ein Plus von 23 Prozent, getrieben durch Nachfrage aus der klinischen Forschung. Die klinische Sparte allein wuchs um 35 Prozent. Das klassische Forschungssegment legte dagegen nur um bescheidene fünf Prozent zu.

Parallel dazu schrumpft die Liquidität des Konzerns deutlich. Ende Juni verfügte das Unternehmen über rund 234,5 Millionen Pfund an flüssigen Mitteln. Zum Jahreswechsel waren es noch 302,8 Millionen Pfund. Hohe Investitionen und das schwächere Umsatzplus zehren an den Reserven.

Das Management hält trotzdem an seinen Zielen für 2026 fest. Der Vorstand erwartet ein Umsatzwachstum zwischen 21 und 25 Prozent. Dafür braucht das Unternehmen ein außergewöhnlich starkes zweites Halbjahr. Aufgeschobene Aufträge aus den USA sollen diesen Schub nun bringen.

Bis Ende 2027 peilt das Management die operative Gewinnschwelle an. Die vollständigen Halbjahreszahlen erscheinen im August 2026. Marktbeobachter achten nun genau darauf, ob die US-Aufträge tatsächlich wie geplant eintreffen.

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