Ottakringer, Millionen

Ottakringer: 19 Millionen für Aseptik-Anlage

30.04.2026 - 13:07:50 | boerse-global.de

Die Ottakringer Getränke AG verlagert ihren Fokus nach dem Börsenrückzug auf Mineralwasser und alkoholfreie Produkte. Vöslauer treibt mit neuen Investitionen das Wachstum.

Ottakringer: 19 Millionen für Aseptik-Anlage - Foto: über boerse-global.de
Ottakringer: 19 Millionen für Aseptik-Anlage - Foto: über boerse-global.de

Das Biergeschäft lahmt, das Wasser sprudelt. Bei der Ottakringer Getränke AG verschieben sich die Gewichte nach dem Rückzug von der Wiener Börse radikal. Während der Gerstensaft mit Marktschwäche kämpft, übernimmt die Tochter Vöslauer die Rolle des zentralen Ertragsbringers.

Mineralwasser als stabiles Fundament

Der Konzernumsatz kletterte zuletzt auf rund 287 Millionen Euro. Dieser Zuwachs speist sich primär aus dem Geschäft mit alkoholfreien Getränken. Parallel dazu verlor der klassische Bierabsatz leicht an Boden, was den strukturellen Wandel im Portfolio unterstreicht.

Vöslauer dominiert den österreichischen Markt mit einem wertmäßigen Anteil von 39 Prozent. Besonders das Segment „Near-Water“ und nachhaltige Lösungen treiben die Entwicklung voran. Der Umsatz mit Mehrweggebinden verzeichnete zuletzt zweistellige Wachstumsraten.

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Millioneninvestition in neue Technik

Ein zentraler Baustein für das Geschäftsjahr 2026 ist die neue Aseptik-Anlage in Bad Vöslau. Rund 19 Millionen Euro flossen in dieses Projekt. Die Technik ermöglicht die Abfüllung empfindlicher Getränke ohne Konservierungsstoffe und erweitert den Spielraum für neue Produktkategorien.

Die Expansion macht derweil an der Landesgrenze nicht halt. Im ersten Quartal 2026 eröffnete die Gruppe ein neues Büro in Frankfurt am Main. Damit will das Unternehmen die Distribution im deutschen Lebensmitteleinzelhandel gezielt verbreitern und Vöslauer als Marke für gesundheitsbewusste Konsumenten etablieren.

Trotz des Squeeze-Outs Ende 2023 publiziert die Familiengruppe weiterhin Finanzdaten auf freiwilliger Basis. Im Fokus stehen nun die Effizienzgewinne der neuen Produktionslinie sowie die Stabilität der Rohstoffkosten. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einem stagnierenden Markt, will aber durch den Fokus auf Nachhaltigkeit weitere Anteile gewinnen.

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