Orsted Aktie: 920-Megawatt-Projekt in Taiwan am Netz
30.05.2026 - 21:14:43 | boerse-global.deDer globale Offshore-Windriese Ørsted hat eine gemischte Woche hinter sich. Operative Meilensteine in Taiwan und positive Analystenurteile stehen gegen einen leichten Kursrückgang von knapp zwei Prozent.
Die Aktie schloss am Freitag bei 164,15 dänischen Kronen, ein Wochenminus von 1,97 Prozent. Technisch pendelt der Titel in einem Aufwärtstrend zwischen 163 und 180 Kronen. Die untere Unterstützung hielt, der Widerstand bleibt intakt.
Netzanschluss in Taiwan geglückt
Ein starkes Signal aus Asien: Ørsted hat alle Inter-Array-Kabel der 920-Megawatt-Projekte Greater Changhua 2b und 4 erfolgreich installiert und unter Spannung gesetzt. Sämtliche 42 Turbinen der 583-Megawatt-Phase vier speisen bereits Strom ins taiwanesische Netz.
Das Projekt ist eine Weltpremiere. Erstmals kommen 14-Megawatt-Turbinen mit 115 Meter langen Rotorblättern zum Einsatz. Die reibungslose Inbetriebnahme zeigt: Ørsted beherrscht auch anspruchsvolle Offshore-Bauprojekte in Übersee.
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Aufwind von der Analystenseite
Morgan Stanley bewertet die Aktie nun mit "Overweight" und hebt das Kursziel von 160 auf 225 Kronen. Begründung: Das Risiko im US-Projektportfolio sei gesunken, der europäische Offshore-Ausblick hellt sich auf.
Parallel dazu treibt Ørsted seine strategische Neuausrichtung voran. Der Konzern trennt sich von Onshore-Wind-, Solar- und Batteriespeicher-Projekten, um die Bilanz zu stärken. Der Fokus liegt künftig ganz auf dem Kerngeschäft Offshore-Wind.
Guidance steht – trotz Abschreibungen
Das erste Quartal brachte einen operativen Gewinnsprung: Das bereinigte EBITDA stieg um elf Prozent auf 9,6 Milliarden Kronen. Belastet wurde das Nettoergebnis durch milliardenschwere Wertberichtigungen auf US-Projekte in Höhe von 1,4 Milliarden Kronen.
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Das Management hält an der Jahresprognose von 28 Milliarden Kronen EBITDA fest. Die bestätigte Zielmarke gibt dem Markt eine klare Richtschnur. Bis zu den nächsten Quartalszahlen dürfte die Aktie im Korridor zwischen 163 und 180 Kronen bleiben – und die operative Umsetzung entscheidet über den nächsten Ausbruch.
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