Original-Research, FORTEC

Original-Research: FORTEC Elektronik AG (von Montega AG): Kaufen

17.03.2026 - 10:22:25 | dpa.de

Original-Research: FORTEC Elektronik AG - von Montega AG 17.03.2026 / 10:22 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.


Original-Research: FORTEC Elektronik AG - von Montega AG



17.03.2026 / 10:22 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.



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Einstufung von Montega AG zu FORTEC Elektronik AG



     Unternehmen:               FORTEC Elektronik AG
     ISIN:                      DE0005774103



     Anlass der Studie:         Update
     Empfehlung:                Kaufen
     seit:                      17.03.2026
     Kursziel:                  17,00 EUR
     Kursziel auf Sicht von:    12 Monaten
     Letzte Ratingänderung:     -
     Analyst:                   Patrick Speck, CESGA



Preview H1: Besserung nach nochmals schwachem Q2 in Sicht



FORTEC Elektronik wird am 26. März den Halbjahresbericht vorlegen. Wir
erwarten für Q2 ein weiteres schwaches Quartal unter Q1-Niveau, sehen
aufgrund zuletzt vielversprechender Neuaufträge sowie der Aussagen des
Vorstands auf der vergangenen HV aber Anzeichen für eine baldige Steigerung
der Profitabilität.



Auftragsschwäche dürfte in Q2-Erlös spürbar werden: Nach dem deutlichen
Absinken des Auftragsbestands auf 44,3 Mio. EUR per 30.09. (-22,6% qoq;
-11,3% yoy) rechnen wir für Q2 mit einem Umsatzrückgang von rund 3,5% yoy
auf 17,5 Mio. EUR, der aber zuleich den Tiefstwert im Jahresverlauf
darstellen sollte. Gleiches gilt u.E. für das Q2-EBIT, das wir inklusive der
PPAs aus der Nottrot-Übernahme bestenfalls auf Break Even-Niveau erwarten
(Vj.: 0,4 Mio. EUR). Auf Halbjahressicht dürfte FORTEC somit sowohl umsatz-
als auch ergebnisseitig noch einen markanten Rückstand auf die Guidance
(Umsatz: 80-85 Mio. EUR; EBIT: 0,9-2,1 Mio. EUR) aufweisen. Für eine baldige
operative Erholung spricht neben zuletzt robusten Auftragseinängen der
Deutschen Elektro- und Digitalindustrie (Jan.: +3,2% yoy; Quelle: ZVEI) auch
die spürbar zunehmende Auftragsdynamik aus dem u.E. mit
überdurchschnittlichen Margen verbundenen Defense-Geschäft.



Auch Segment Datenvisualisierung profitiert von Defense-Auftrag: So hatte
jüngst die Tochtergesellschaft FORTEC Integrated einen eiligen Großauftrag
aus dem Bereich Defense mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Mio. USD gemeldet.
Dieser Auftrag im Segment Datenvisualisierung ergänzt den bislang größten
Einzelauftrag i.H.v. 4 Mio. USD aus dem militärischen Bereich, den FORTEC
zuvor im Segment Stromversorgungen gewinnen konnte (vgl. Comment vom
22.01.2025). Der neue Auftrag umfasst vor allem Embedded-Lösungen für eine
sicherheitsrelevante Anwendung, ohne weitere Details zum Auftraggeber,
Projektinhalt oder Einsatzgebiet zu nennen. Hervorzuheben ist, dass dieser
Auftrag laut Vorstand bereits im laufenden Geschäftsjahr, das zum 30. Juni
endet, positive Effekte auf die Top und Bottom Line entfalten sollte. Eine
kurzfristige Stabilisierung der Auslastung im Bereich Datenvisualisierung
ist angesichts der zuletzt besonders schwachen operativen Performance des
Segments (FY 2024/25: Segmentumsatz: -22,2% yoy; EBIT-Marge: 0,0%) besonders
zu begrüßen und sollte die Geschäftsentwicklung in H2 stützen. Allerdings
dürfte die jüngste Eskalation im Iran-Konflikt weiter spürbar negativ auf
der Investitonsneigung der Industriekunden lasten, sodass wir die Prognosen
für FY 25/26 nochmals deutlich senken.



Mittelfristige Ziele dürften auftrechterhalten werden: Dennoch gehen wir
nicht davon aus, dass FORTEC die mittelfristigen Ziele im Rahmen des
H1-Berichts anpassen wird. Vielmehr bekräftigte Interims-Vorstand Henrik
Christiansen auf der HV die Zielmarke einer EBIT-Marge von >10% bis 2030,
die bei einem Konzernumsatz von 120 bis 130 Mio. EUR erreichbar sein soll.
Als 'Zwischenziel' wurde eine Marge von 5 bis 8% zum Geschäftsjahr 2027/2028
avisiert, was sich mit unseren Prognosen deckt. Eine operative Marge von
mindestens 10% konnte FORTEC zwar historisch schon einmal in 2022/2023
vorweisen (10,1%), diese erachten wir im aktuellen Marktumfeld jedoch als
unrealistisch und bleiben in unserem DCF-Modell bis einschließlich der
Terminal Value-Marge (MONe: 6,0%) deutlich darunter positioniert. Auch sehen
wir das Risiko, dass das kommende Management diese Zielsetzung gleich zu
Beginn einkassiert. Hinsichtlich der Neubesetzung des Vorstands befindet
sich der Aufsichtsrat nach wie vor in einem strukturierten Auswahlverfahren
und Gesprächen mit potenziellen Kandidaten.



Fazit: Bei FORTEC dürfte sich das Zahlenwerk zunächst nochmals
verschlechtern, ehe Besserung eintritt. Wir sehen darin jedoch einen
attraktiven Turnaround-Case und erachten FORTEC nicht zuletzt angesichts der
starken Bilanz (Net Cash), der Bewertung unter Buchwert (KBV: 0,8x) und des
u.E. hohen Wachstumspotenzials in den Bereichen Defense und Infrastruktur
sogar als potenzielles Übernahme-Target. Vor diesem Hintergrund bestätigen
wir das Rating 'Kaufen' und das Kursziel von 17,00 EUR, raten Investoren
jedoch dazu, zunächst die bevorstehende H1-Berichterstattung abzuwarten.





+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss
bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /
HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++



Über Montega:



Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem
Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch
zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren.
Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige
Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende
Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission:
Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im
Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene
Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten
beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter,
Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im
Nebenwertebereich auf der anderen Seite.



Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=7af73dfe830d52bc7edd814efb29677c



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