ORF, Bildungsinitiative

ORF startet digitale Bildungsinitiative für Schulen

03.02.2026 - 14:45:12

Der ORF stellt Schulen umfangreiche Materialien zu Cybersicherheit und Datenschutz bereit. Die Initiative ist Teil eines Aktionsplans, der auch Barrierefreiheit und die Zusammenarbeit mit Experten umfasst.

Der ORF startet mit dem neuen Schuljahr eine breit angelegte Offensive für digitale Kompetenz. Unter dem Titel „Sicher im Netz“ sollen Schüler und Lehrer fit für die Gefahren des Internets gemacht werden.

Kampf gegen Cybermobbing und Desinformation

Ab sofort stellt der öffentlich-rechtliche Sender auf seiner Bildungsplattform bildung.ORF.at umfangreiche Materialien bereit. Das neue Modul ist der zweite Teil der Initiative für das Schuljahr 2025/2026. Es folgt auf die erfolgreiche Reihe zu „Fake News und Verifikation“ aus dem Herbst.

Im Fokus stehen jetzt Cybersicherheit und Datenschutz. Die multimedialen Unterrichtseinheiten sind für 50-minütige Schulstunden konzipiert. Sie richten sich an Schüler zwischen 10 und 19 Jahren. Themen sind unter anderem Cybermobbing, Radikalisierung im Netz und digitale Betrugsmaschen.

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Moderator Philipp Maschl („konkret“, „ZIB Magazin“) führt durch die Videobeiträge. Das Ziel ist ambitioniert: Lehrer sollen zu Multiplikatoren digitaler Kompetenz werden. Mit geprüften, qualitativ hochwertigen Inhalten will der ORF das Bildungsniveau in ganz Österreich angleichen.

Barrierefreiheit als zentrales Ziel

Parallel zur Bildungsinitiative treibt der Sender seinen „Aktionsplan 2025-2030“ voran. Es geht nicht nur um Inhalte, sondern auch um den Zugang zu ihnen. Rund zwei Millionen Menschen in Österreich leben mit einer Behinderung oder Einschränkung.

Aktuell expandiert der Sender die barrierefreien Features auf der Streaming-Plattform ORF ON. Bis 2030 soll das gesamte Programm untertitelt sein. Der Einsatz KI-gestützter Untertitel wird forciert. Auch mehr Inhalte mit Audiodeskription und Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) sind geplant.

Der Slogan „ORF für alle“ wird so zur strukturellen Vorgabe. Die Barrierefreiheit ist direkt in die neuen Bildungsmodule integriert. Damit sollen auch Schüler mit sensorischen Einschränkungen von der Initiative profitieren.

Experten sorgen für Glaubwürdigkeit

Die Inhalte der Reihe entstanden in Zusammenarbeit mit spezialisierten NGOs. Partner sind die preisgekrönte Organisation „Lie Detectors“ und der Wiener Verein „Digitaler Kompass“.

„Lie Detectors“ setzt darauf, professionelle Journalisten in die Klassen zu bringen – virtuell oder real. Sie zeigen, wie Nachrichten entstehen. Der „Digitale Kompass“ sorgt für pädagogisch fundierte Materialien, die an die Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfen.

Diese Kooperationen verhindern, dass der ORF von oben herab Bildungsinhalte produziert, die an der Zielgruppe vorbeigehen.

Digitale Spaltung als Treiber

Die Dringlichkeit der Initiative belegen aktuelle Daten zur digitalen Spaltung. In Österreich ist die Internet-Durchdringung zwar hoch. Die Kluft bei der Kompetenz bleibt jedoch gewaltig.

Experten betonen: Der bloße Zugang zu Technik ist nicht mehr entscheidend. Die Fähigkeit, Informationen kritisch zu bewerten und sich sicher im Netz zu bewegen, wird zur neuen sozialen Trennlinie.

„Sicher im Netz“ setzt genau hier an. Es geht nicht um Grundkenntnisse, sondern um kognitive Fähigkeiten. Diese Schwerpunktsetzung entspricht auch den EU-Zielen für digitale Kompetenz.

Nächster Schritt: Demokratie und Medien

Bereits jetzt steht das nächste Modul in den Startlöchern. Im Frühjahr 2026 startet die dritte Phase der Initiative unter dem Titel „Demokratie und Medien“.

Diese Reihe wird die fundamentale Rolle unabhängiger Medien in der demokratischen Gesellschaft beleuchten. Ein Thema von brennender Aktualität – in Zeiten globaler Polarisierung und algorithmusgetriebener Echokammern.

Mit der aktuellen Roll-out festigt der ORF seine Position. Er ist nicht mehr nur Sender, sondern eine zentrale Säule der öffentlichen Bildungsinfrastruktur Österreichs.

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