Oracle, Aktie

Oracle Aktie: 400 Megawatt KI-Kapazität übertroffen

03.06.2026 - 18:33:48 | boerse-global.de

Oracle treibt den Ausbau seiner KI-Infrastruktur voran, um die hohe Nachfrage zu decken. Die Aktie profitiert stark vom Vertrauen in das Cloud-Wachstum.

Oracle Aktie: 400 Megawatt KI-Kapazität übertroffen - Bild: über boerse-global.de
Oracle Aktie: 400 Megawatt KI-Kapazität übertroffen - Bild: über boerse-global.de

Oracle beschleunigt den Ausbau seiner KI-Rechenzentren. Der Grund ist simpel: Die Nachfrage nach Rechenleistung läuft dem verfügbaren Angebot davon. Für den Konzern ist das mehr als ein Kapazitätsthema. Es ist der Versuch, sich im KI-Infrastrukturmarkt dauerhaft neben den großen Hyperscalern zu verankern.

Oracle-CEO Clay Magouyrk erklärte, das Unternehmen erhöhe die Kapazität mit hohem Tempo, um Kundenbedarf zu bedienen, der aktuell nicht vollständig gedeckt werden könne. Im vergangenen Quartal lieferte Oracle rund 400 Megawatt KI-Rechenkapazität aus. Im laufenden Quartal soll dieser Wert übertroffen werden.

KI-Kapazität wird zum Engpass

Die Strategie ist klar: Oracle will Rechenleistung möglichst schnell an Kunden bringen. Genau dort entscheidet sich derzeit viel im Cloud-Geschäft. KI-Modelle brauchen massive Infrastruktur, und wer Kapazität liefern kann, gewinnt Verhandlungsmacht.

Oracle treibt dafür mehrere Projekte parallel voran. Genannt werden Standorte in Abilene, Wisconsin, Mexiko und Texas, eingebettet in breitere Stargate-bezogene Initiativen. Das zeigt, wie stark der Konzern den Ausbau geografisch streut, statt nur einzelne Rechenzentren hochzufahren.

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Die Oracle Cloud Infrastructure hat sich damit als Alternative zu Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform positioniert. Rückenwind kommt von großen KI-Kunden. Zu den genannten Namen zählen OpenAI, Meta und xAI.

Aktie läuft weit voraus

Der Markt hat diesen KI-Schub bereits deutlich eingepreist. Die Oracle-Aktie notiert aktuell bei 209,65 Euro, auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 27,74 Prozent.

Auch der mittelfristige Trend bleibt stark. Auf Monatssicht liegt das Papier 35,96 Prozent vorn, seit Jahresanfang beträgt der Gewinn 25,54 Prozent, über zwölf Monate sind es 40,89 Prozent.

Das Kursbild spiegelt damit hohe Erwartungen an das Infrastrukturgeschäft. Die leichte Tagesbewegung fällt neben diesem Sprung kaum ins Gewicht. Wichtiger ist, ob Oracle die angekündigte Kapazitätsausweitung operativ sauber liefern kann.

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Abseits des operativen Ausbaus meldete Board-Mitglied Ablo Awo am 31. Mai 2026 die Umwandlung von 2.114 Restricted Stock Units in Oracle-Stammaktien. Solche Vorgänge sind bei aktienbasierter Vergütung üblich.

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Zur Deckung von Steuerpflichten behielt Oracle 80 Aktien zu 225,78 Dollar ein. Awo erhielt außerdem 1.550 neue Restricted Stock Units, die nach einem Jahr vollständig unverfallbar werden sollen.

Der nächste operative Prüfstein liegt im laufenden Quartal. Liefert Oracle mehr als die zuletzt erreichten rund 400 Megawatt KI-Kapazität aus, bekommt die Wachstumsstory zusätzlichen Halt. Verfehlt der Konzern dieses Tempo, dürfte der Markt die hohen Erwartungen schneller hinterfragen.

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