OR Royalties Aktie: Goldpreis treibt Marge
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 14:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Goldpreis von durchschnittlich 4.506 Dollar je Unze im zweiten Quartal macht aus einem Streaming-Geschäft fast ein Selbstläufer-Geschäft. OR Royalties hat vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal 2026 veröffentlicht — und die Cash-Marge liegt bei fast 97 Prozent der Erlöse.
Das Montrealer Unternehmen verdiente im zweiten Quartal 20.757 Gold-Äquivalenzunzen aus seinem Portfolio von über 200 Royalty- und Stream-Verträgen. Die vorläufigen Erlöse daraus summierten sich auf 97,8 Millionen Dollar, bei Herstellungskosten von lediglich 3,1 Millionen Dollar. Daraus ergibt sich eine Cash-Marge von rund 94,7 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lag der Umsatz noch bei 60,4 Millionen Dollar — der Sprung nach oben spiegelt vor allem die Edelmetallpreise wider, denn auch Silber und Kupfer verteuerten sich im Jahresvergleich deutlich.
Bilanz wird schlanker
Neben dem operativen Geschäft baut OR Royalties parallel seine Schuldenlast ab. Nach Rückzahlungen von 18,0 Millionen Dollar im Quartal sank die Nettoverschuldung zum 30. Juni 2026 auf 139,4 Millionen Dollar. Die revolvierende Kreditlinie war mit 215,0 Millionen Dollar in Anspruch genommen, verfügbar blieben weitere 435,0 Millionen Dollar plus eine uncommittete Reserve von bis zu 200,0 Millionen Dollar.
Die Kasse selbst betrug zum Quartalsende rund 75,6 Millionen Dollar — nach Aktienrückkäufen im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms über 8,0 Millionen Dollar. Hinzu kommt die im April angekündigte Stream-Transaktion für die Murray-Brook-Liegenschaft mit Canadian Copper Inc., inklusive begleitender Eigenkapitalbeteiligung. Der Abschluss ist für das dritte Quartal geplant, das Gesamtvolumen von 9,0 Millionen Dollar soll aus vorhandenen Barmitteln finanziert werden.
Die vollständigen Quartalszahlen veröffentlicht OR Royalties am 5. August 2026 nach Börsenschluss, gefolgt von einem Analystencall am 6. August um 10:00 Uhr Eastern Time. Bis dahin bleiben die jetzt vorgelegten Werte vorläufig und können sich noch ändern.
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