OPCOPRO, KI-Betrüger

OPCOPRO: KI-Betrüger kapern WhatsApp-Gruppen

09.02.2026 - 06:30:12

Kriminelle nutzen KI-generierte Fake-Personas, um in WhatsApp-Gruppen Vertrauen aufzubauen und Anleger über gefälschte Trading-Apps um ihr Geld zu bringen. Experten warnen vor dieser neuen Dimension des Social Engineerings.

Eine neue Betrugsmasche namens „OPCOPRO“ nutzt KI-generierte Fake-Personas, um Anleger in WhatsApp abzuzocken. Cybersicherheitsexperten warnen vor einer neuen Dimension des Social Engineerings.

Aktuell locken Kriminelle ihre Opfer über gefälschte SMS, die angeblich von seriösen Instituten wie Goldman Sachs stammen, in WhatsApp-Gruppen. Dort erwartet sie eine scheinbar exklusive Investment-Community. Das Perfide: Bis zu 90 Prozent der Mitglieder sind keine echten Menschen, sondern Bots.

Die Truman-Show in der Gruppen-Chronik

Die Masche setzt auf psychologisch ausgeklügelten, langfristigen Vertrauensaufbau. In den Gruppen treten KI-gesteuerte Figuren wie „Professor James“ oder seine Assistentin „Lily“ als Finanzgurus auf. Über Wochen teilen sie angebliche Tipps und pflegen den Kontakt.

Die künstliche Community spielt dabei die Hauptrolle. Die Bots posten koordiniert gefälschte Gewinn-Screenshots und loben die Ratschläge des „Professors“. Diese Illusion einer erfolgreichen Gruppe soll echte Nutzer in Sicherheit wiegen – ein sogenannter „Truman-Show-Betrug“.

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Der finale Schachzug: Die gefälschte Trading-App

Ist das Vertrauen erst gewonnen, kommt der nächste Schritt. Die Opfer werden gedrängt, eine spezielle Trading-App herunterzuladen. Diese Apps sind reine Fassaden:
* Sie imitieren Live-Charts und Handelshistorien täuschend echt.
* Die angezeigten Trades werden nie an einer echten Börse ausgeführt.
* Anfängliche Scheingewinne locken zu immer höheren Einzahlungen.

Der Betrug fliegt auf, sobald ein Opfer Geld auszahlen will. Plötzlich werden Gebühren, Steuern oder technische Probleme vorgeschoben, bis der Kontakt abbricht – das Geld ist weg.

KI wird zum Standardwerkzeug der Kriminellen

„OPCOPRO“ markiert eine gefährliche Entwicklung. Der Einsatz von KI, um ganze Communities vorzutäuschen, erlaubt es Betrügern, ihre Masche massiv zu skalieren. Die Grenze zwischen echt und künstlich verschwimmt.

Behörden wie die BaFin warnen seit Monaten vor Anlagebetrug in Messengern. Ein klares Alarmzeichen: Seriöse Anbieter bieten niemals Beratung in willkürlichen WhatsApp-Gruppen an.

So schützen Sie sich vor den KI-Betrügern

Angesichts immer ausgefeilterer Maschinen sind grundlegende Vorsichtsmaßnahmen entscheidend:
* Skepsis bei Einladungen: Treten Sie nie unaufgeforderten Einladungen in Finanzgruppen bei.
* App-Stores nutzen: Laden Sie Finanz-Apps niemals über Chat-Links, sondern nur aus offiziellen Stores herunter.
* Daten schützen: Geben Sie keine persönlichen oder Bankdaten an Online-Bekanntschaften weiter.
* Gruppen-Einstellungen prüfen: In WhatsApp können Sie festlegen, dass nur Kontakte Sie zu Gruppen hinzufügen dürfen.
* Bei Verdacht handeln: Wer Opfer wurde, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und die BaFin informieren.

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