OnePlus, Smartphones

OnePlus sperrt Smartphones per Hardware gegen Downgrades

22.01.2026 - 09:55:12

Aktuelle OnePlus-Updates aktivieren eine unumkehrbare Anti-Rollback-Funktion in der Hardware. Ein Downgrade kann das Gerät dauerhaft zerstören und betrifft vor allem neue Flaggschiffmodelle.

OnePlus führt eine Hardware-Sperre ein, die ältere Softwareversionen blockiert. Wer nach dem Update zurücksetzt, riskiert ein totes Gerät.

Was als Routinesicherheitsupdate begann, entpuppt sich als drastischer Schritt: Aktuelle OnePlus-Updates aktivieren eine Anti-Rollback-Funktion (ARB) direkt in der Hardware. Installiert ein Nutzer das Update, ist der Weg zurück zu einer älteren Android-Version endgültig versperrt. Versuche, ein Downgrade durchzuführen, können das Smartphone dauerhaft unbrauchbar machen.

Die unumkehrbare ‘e-Fuse’-Sperre

Im Kern der neuen Maßnahme steckt eine elektronische Sicherung („e-Fuse“) im Prozessor. Das Update, identifiziert als Versionen um 16.0.3.501, brennt diese Sicherung physisch durch. Dieser Vorgang ist unwiderruflich.

Bei jedem Start prüft der Bootloader nun den Status dieser Fuse. Findet er eine Software mit einem älteren Sicherheitsstempel – wie bei einem Downgrade – startet das Gerät nicht mehr. Selbst tiefgreifende Reparaturtools greifen ins Leere, da die Sperre auch die Prozessor-Firmware (XBL) betrifft.

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Für OnePlus markiert das eine klare Abkehr von seiner einst „developer-friendly“-Philosophie. Der Schritt ähnelt Sicherheitsmechanismen wie Samsungs Knox, ist für die Community aber ein herber Schlag.

Vom Smartphone zum ‘Hard Brick’

Die konkrete Gefahr für Nutzer heißt „Hard Brick“. Das Gerät wird zum elektronischen Briefbeschwerer: Es reagiert auf keine Tastenkombination mehr, zeigt kein Bild an und lässt sich nicht wiederbeleben.

  • Der bisherige Rettungsanker, der Emergency Download Mode (EDL), funktioniert nicht mehr.
  • Spezialisierte Reparaturdienste melden, dass ihre Flash-Tools bei betroffenen Geräten versagen.
  • Die einzige Lösung ist oft der teure Austausch der Hauptplatine, der den Restwert des Smartphones übersteigt.

Welche OnePlus-Modelle sind betroffen?

Die Sperre trifft derzeit vor allem neue Flaggschiffe aus 2025 und 2026. Betroffen sind Berichten zufolge:

  • OnePlus 13 und OnePlus 15
  • Modelle der Ace-Serie (Ace 5, Ace 5 Pro)

Experten befürchten jedoch eine schrittweise Ausweitung. Die Technologie steckt in vielen modernen Qualcomm-Chipsätzen und könnte per Update auch für ältere Modelle wie das OnePlus 12 aktiviert werden.

Besonders heikel ist die Lage für Nutzer von Importgeräten. Wer ein chinesisches Modell auf internationale Software umgeflasht hat, könnte sich mit einem regionalen Update unwissentlich den Weg zurück verbauen.

Das Ende der Modding-Ära?

Für die Community ist das ein Bruch. OnePlus tolerierte früher das Installieren benutzerdefinierter ROMs wie LineageOS. Die irreversible Sperre beendet diese Ära praktisch.

Entwickler alternativer Android-Versionen stehen vor massiven Problemen. Ihre Software muss nun mit den restriktiven Bootloader-Vorgaben kompatibel sein, was die Entwicklung deutlich erschwert.

Was treibt OnePlus zu diesem Schritt? Mögliche Gründe sind:
* Verschärfte Sicherheitsvorgaben von Google und Banken, um die Ausnutzung alter Sicherheitslücken zu verhindern.
* Die Kontrolle über Vertriebswege, um Grauimporte zu unterbinden.

Experten raten betroffenen Nutzern nun zu äußerster Vorsicht: Automatische Updates sollten deaktiviert und Community-Berichte genau verfolgt werden. Ein Klick auf „Update installieren“ ist bei den neuesten Modellen eine Entscheidung ohne Rückfahrkarte.

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