ONEOK Inc., US6826801036

ONEOK Inc.-Aktie (US6826801036): Bewertung und Fundamentaldaten im Fokus

16.06.2026 - 10:20:42 | ad-hoc-news.de

Die ONEOK Inc.-Aktie steht mit Blick auf Bewertung, Dividende und Verschuldung im Fokus. Wie ist der US-Energietitel aktuell fundamental aufgestellt und welche Kennzahlen prägen das Bild für Privatanleger?

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Märkte & Bewertung. Vor der Veröffentlichung am 16.06.2026, 10:17:35 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Die Aktie des US-Energieinfrastrukturunternehmens ONEOK Inc. rückt zum Wochenabschluss mit einem Blick auf die Bewertung und die Fundamentaldaten in den Fokus. Im Zentrum stehen dabei Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis, Dividendenrendite und Verschuldungsgrad, die Privatanlegern ein Bild von Chancen und Risiken des Titels im aktuellen Marktumfeld vermitteln sollen. Handelsplätze in den USA und in Deutschland ermöglichen es, die Entwicklung des Papiers nahezu rund um die Uhr zu verfolgen.

Fundamentale Ausgangslage: Geschäftsmodell und Ertragsbasis von ONEOK

ONEOK Inc. gehört in den USA zu den wichtigen Betreibern von Energieinfrastruktur mit einem Schwerpunkt auf Midstream-Aktivitäten rund um Erdgas und NGL (Natural Gas Liquids). Das Unternehmen bündelt seine Aktivitäten in Segmenten wie Sammlung, Aufbereitung, Transport und Lagerung von Gasen sowie dem Transport und Handel von Flüssiggasen, was zu einer breiten, gebührenorientierten Ertragsbasis führt. Diese Pipeline- und Infrastrukturgebühren sind typischerweise durch langfristige Verträge geprägt, was tendenziell für stabilere Cashflows als bei rein preisabhängigen Geschäftsmodellen sorgt. Darüber hinaus profitiert ONEOK strukturell von der anhaltenden Bedeutung von Erdgas in der US-Energieversorgung, sowohl zur Stromerzeugung als auch als Brückentechnologie in der Energiewende.

Ein wesentlicher Teil der Umsätze stammt aus dem Transport von Erdgas und NGL aus Förderregionen wie dem Williston Basin und dem Permian Basin hin zu Verarbeitungsanlagen oder Endkunden. Je nach Vertragssystem entstehen dabei volumens- oder kapazitätsbasierte Erlöse, die in vielen Fällen die kurzfristigen Schwankungen der Rohstoffpreise abmildern. Für Anleger ist gerade diese Planbarkeit ein wichtiges Element der Investmentstory. Hinzu kommt, dass die Kapitalintensität des Pipeline- und Terminals-Geschäfts zwar hoch ist, die abgeschriebenen Anlagen aber über Jahre laufende Gebühren generieren können, was die Bilanzstruktur prägt und die Verschuldung erklärbar macht.

Auf der Kostenseite spielt bei ONEOK neben Aufwendungen für Wartung und Betrieb die Finanzierung der Infrastrukturprojekte über Fremdkapital eine bedeutende Rolle. Zinserhöhungen in den vergangenen Jahren haben die Finanzierungskosten für den Sektor grundsätzlich nach oben geschoben, was sich auch in den Zinsaufwendungen der großen Midstream-Unternehmen widerspiegelt. Gleichzeitig sind bestehende langfristige Schulden vielfach zu historisch niedrigeren Zinsen aufgenommen worden, sodass der Anpassungsprozess über mehrere Jahre verläuft. Für Investoren bedeutet dies, dass die Entwicklung der Nettoverschuldung und der Zinsdeckung (Interest Coverage) zu den kritischen Kennzahlen gehört, wenn es um die Stabilität der Dividende und die Fähigkeit zur Finanzierung weiterer Projekte geht.

Bewertung im Blick: Kurs-Gewinn-Verhältnis, Cashflow und Dividende

Die ONEOK-Aktie wird von vielen Marktteilnehmern vor allem über klassische Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und den Unternehmenswert im Verhältnis zum operativen Ergebnis (Enterprise Value/EBITDA) eingeordnet. Midstream-Unternehmen wie ONEOK werden häufig nicht an kurzfristigen Gewinnspitzen, sondern an der Beständigkeit der Cashflows und der Ausschüttungsfähigkeit gemessen. Entsprechend spielt der operative Cashflow je Aktie eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie der ausgewiesene Jahresüberschuss. Aus Anlegersicht ist zudem entscheidend, wie hoch der Anteil der Cashflows ist, der für die Dividende verwendet wird und wie viel für Wartung, Wachstum und Schuldentilgung zur Verfügung steht.

Die Dividendenrendite gilt bei vielen Pipeline- und Infrastrukturtiteln als zentrales Argument. Unternehmen wie ONEOK positionieren sich häufig als Einkommenswerte, die regelmäßige Ausschüttungen über viele Jahre anstreben. Die Höhe der jährlichen Dividende je Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs definiert die laufende Rendite. Ergänzend dazu betrachten Investoren die Ausschüttungsquote, also das Verhältnis von Dividende zum freien Cashflow oder zur Kennzahl Distributable Cash Flow (DCF), die im Midstream-Sektor verbreitet ist. Eine moderat gehaltene Ausschüttungsquote lässt Raum für Investitionen in neue Projekte, die zukünftiges Wachstum der Cashflows ermöglichen können, sowie für eine Reduktion der Verschuldung. Eine sehr hohe Ausschüttungsquote erhöht hingegen die Anfälligkeit, falls Cashflows unter Druck geraten.

Beim Vergleich mit anderen US-Energieinfrastrukturwerten ist die Frage relevant, ob ONEOK mit einem Bewertungsaufschlag oder Abschlag gehandelt wird. Ein Bewertungsaufschlag könnte etwa durch eine besonders starke Marktposition oder eine historisch überdurchschnittliche Dividendenkontinuität begründet sein. Ein Bewertungsabschlag wäre dagegen ein Hinweis darauf, dass der Markt Risiken sieht, zum Beispiel in Form höherer Verschuldung oder einer stärkeren Abhängigkeit von zyklischen Volumina in einzelnen Regionen. Für Privatanleger bedeutet das: Die reine Kennzahl reicht nicht aus, entscheidend ist die Einordnung im Branchenkontext.

Verschuldung und Bilanzstruktur: Hebel im Energietransportgeschäft

Die Kapitalstruktur von ONEOK ist, sektortypisch, durch signifikante langfristige Finanzverbindlichkeiten geprägt. Pipeline- und NGL-Infrastruktur erfordern hohe Anfangsinvestitionen, die nur über viele Jahre und gegen laufende Gebühren refinanziert werden. Maßzahl für die Schuldenlast ist häufig das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA (Net Debt/EBITDA). In der Midstream-Branche gelten Werte im mittleren einstelligen Bereich als üblich, solange die Cashflows stabil und langfristig vertraglich abgesichert sind. In Phasen steigender Zinsen und erhöhter Volatilität achten Investoren jedoch stärker darauf, dass dieses Verhältnis nicht ausufert und die Zinsdeckung auf einem robusten Niveau bleibt.

Die Fähigkeit von ONEOK, seine Verschuldung zu bedienen und gleichzeitig Dividenden zu zahlen sowie Wachstumsprojekte zu finanzieren, hängt stark von der widerstandsfähigen Cashflow-Generierung ab. Kreditrating-Agenturen beurteilen die Bonität auch mit Blick auf die regulatorische Umgebung, die Struktur der Kundenbasis und die Laufzeiten der Verträge. Eine breite Kundenbasis mit Investment-Grade-Gegenparteien und langfristigen Take-or-Pay-Vereinbarungen gilt als positiv. Für Privatanleger ist interessant, ob die jeweiligen Ratingagenturen das Kreditprofil stabil, positiv oder negativ einschätzen und welche Kennzahlen sie dafür heranziehen. Rating-Änderungen können direkten Einfluss auf die Refinanzierungskosten haben und damit die künftigen Margen beeinflussen.

Zur Bilanzstruktur gehören neben klassischen Bankkrediten und Anleihen auch Laufzeitenprofile, also die Frage, wann welche Schulden fällig werden. Ein gleichmäßiges Fälligkeitsprofil über mehrere Jahre reduziert das Risiko, dass ein großer brocken an Verbindlichkeiten in einem ungünstigen Marktumfeld refinanziert werden muss. Im Umfeld höherer Zinsen kann es dennoch sinnvoll sein, einzelne Tilgungen vorzuziehen oder neue Anleihen mit längeren Laufzeiten zu begeben, um Planungssicherheit zu gewinnen. Investoren, die die ONEOK-Aktie verfolgen, beobachten daher nicht nur die absolute Höhe der Verschuldung, sondern auch die Gestaltung des Refinanzierungspfads.

Cashflows und Investitionsprogramm: Wachstumsprojekte vs. Ausschüttungen

Der Midstream-Sektor ist stark projektgetrieben. Auch ONEOK setzt in der Regel auf ein Portfolio aus Instandhaltungsinvestitionen und Wachstumsprojekten, etwa neue Leitungen, Erweiterungen bestehender Systeme oder zusätzliche Kompressions- und Lagerkapazitäten. In der Finanzberichterstattung wird häufig zwischen Maintenance Capex (Erhaltungsinvestitionen) und Growth Capex (Wachstumsinvestitionen) unterschieden. Maintenance Capex dient dazu, die bestehende Infrastruktur betriebsbereit zu halten und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Growth Capex soll zusätzliche Cashflows generieren, indem neue Projekte an bereits vorhandene Netze angebunden werden oder neue Regionen erschlossen werden.

Für die Bewertung der ONEOK-Aktie ist entscheidend, aus welchem Verhältnis von operativem Cashflow und Capex sich der freie Cashflow ergibt. Der freie Cashflow bildet die Basis für Dividenden, mögliche Aktienrückkäufe und den Schuldenabbau. Wenn große Wachstumsprojekte anstehen, kann das kurzfristig zu einem höheren Investitionsbedarf und damit zu einem geringeren freien Cashflow führen. Auf mittlere Sicht sollen diese Projekte aber zusätzliche Einnahmen generieren und damit die Basis für zukünftige Ausschüttungen verbreitern. Anleger wägen daher ab, ob das Management die Balance zwischen attraktiver Dividende heute und wachstumsorientierten Investitionen morgen aus ihrer Sicht sinnvoll setzt.

Ein weiterer Aspekt ist die Frage, wie stark ONEOK auf organisches Wachstum setzt oder ob auch anorganisches Wachstum über Übernahmen eine Rolle spielt. Akquisitionen können die geografische Reichweite und das Asset-Portfolio verbreitern, sind jedoch regelmäßig mit Integrationsrisiken, Transaktionskosten und zusätzlicher Verschuldung verbunden. Für Investoren ist in diesem Zusammenhang relevant, ob das Unternehmen eher defensiv agiert und vor allem bestehende Assets optimiert oder ob es aktiv am Konsolidierungsprozess der Branche teilnimmt. In beiden Fällen spielen die prognostizierten Synergien eine Rolle, die über mehrere Jahre gehoben werden müssen, um die Investition zu rechtfertigen.

Ergebnisentwicklung und Margen: zyklische Einflüsse und Stabilitätsanker

Die Gewinne von ONEOK werden von einem Mix aus relativ stabilen, gebührenbasierten Einnahmen und in Teilen volumen- und preisabhängigen Erlösen bestimmt. In Jahren mit starkem Förderwachstum in wichtigen Schieferregionen können die transportierten Volumina steigen und die Kapazitätsauslastung der Pipelines verbessern. Gleichzeitig führen volatile Rohstoffpreise, insbesondere bei NGL, zu Schwankungen in bestimmten Geschäftsbereichen. Die Marge hängt deshalb nicht nur von den festen Gebühren ab, sondern auch davon, wie effizient die Anlagen betrieben werden und inwieweit Preisrisiken über Hedging-Strategien abgesichert sind.

Für die Einordnung der ONEOK-Aktie im Vergleich zu anderen Energieinfrastrukturwerten betrachten Analysten häufig die Entwicklung der EBITDA-Marge. Eine stabile oder steigende Marge deutet darauf hin, dass das Unternehmen seine Kosten im Griff hat und Wachstumsprojekte auf ertragsstarke Bereiche fokussiert. Rückläufige Margen können hingegen auf erhöhten Wettbewerb, steigende Betriebskosten oder eine Verschlechterung der Vertragsbedingungen hinweisen. Zusätzlich spielt die regionale Diversifikation eine Rolle: Je breiter die Asset-Basis geografisch aufgestellt ist, desto geringer ist das Risiko, dass regionale Förderrückgänge oder regulatorische Änderungen ein einzelnes Segment stark belasten.

Auch die steuerliche Situation hat Einfluss auf das berichtete Nettoergebnis und damit auf Kennzahlen wie das KGV. Änderungen im US-Steuersystem oder in der Behandlung bestimmter Energieinfrastruktur-Investitionen können sich auf den Nachsteuergewinn auswirken. Investoren, die Wert auf kontinuierliche Dividenden legen, achten daher darauf, ob die operative Ertragskraft ausreicht, um mögliche steuerliche Effekte abzufedern. In der Praxis fokussieren viele Marktteilnehmer deswegen stärker auf EBITDA und Cashflow als auf den kurzfristig volatilen Gewinn je Aktie.

Marktumfeld und Regulierung: Rahmenbedingungen für Midstream-Unternehmen

Das Geschäftsmodell von ONEOK ist stark vom regulatorischen Rahmen und der Energiepolitik in den USA abhängig. Regelungen zur Pipeline-Sicherheit, Genehmigungsverfahren für neue Leitungen und Vorgaben zu Emissionen beeinflussen die Kostenstruktur und den Zeitplan von Projekten. Auf Bundes- und Bundesstaatenebene existieren unterschiedliche Behörden und Verfahren, die bei der Planung neuer Trassen oder bei Kapazitätserweiterungen berücksichtigt werden müssen. Verzögerungen in Genehmigungsprozessen können dazu führen, dass Projekte später als geplant Umsätze generieren und Investitionsbudgets länger gebunden bleiben.

Parallel dazu spielt die Dekarbonisierungsagenda eine zunehmende Rolle. Erdgas wird zwar häufig als Brückentechnologie zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien betrachtet, doch langfristig stehen alle fossilen Energieträger im Fokus klimapolitischer Debatten. Für ONEOK und andere Midstream-Unternehmen stellt sich die Frage, wie sie ihre Infrastruktur perspektivisch so ausrichten, dass sie weiterhin eine Rolle im Energiemix spielen. Optionen reichen von Effizienzsteigerungen und der Reduktion von Methanemissionen bis zu potenziellen Anpassungen der Netze für alternative Energieträger oder Derivate. Investoren verfolgen daher neben den finanziellen Kennzahlen auch Nachhaltigkeitsberichte und Emissionsziele, die zunehmend in ESG-Bewertungen einfließen.

Die Nachfrage nach Erdgas und NGL hängt zudem von der Wettbewerbsfähigkeit der US-Energieproduktion gegenüber anderen Regionen und von globalen Nachfrageentwicklungen ab. Exporte von Flüssigerdgas (LNG) und petrochemische Anwendungen sind hier wichtige Treiber. Ein hohes Exportniveau und eine starke petrochemische Industrie stützen grundsätzlich die Nachfrage nach Transport- und Verarbeitungsinfrastruktur. In schwächeren Konjunkturphasen oder bei niedrigeren Exportmengen können Volumenrückgänge auftreten, die sich auf einzelne Pipeline-Systeme auswirken. Für Anleger ist daher wichtig zu verstehen, welche Teile des ONEOK-Portfolios besonders eng mit exportorientierten oder zyklischen Segmenten verbunden sind.

Wettbewerbsposition im Vergleich zu anderen Midstream-Akteuren

Im US-Midstream-Sektor trifft ONEOK auf mehrere große Wettbewerber, die ebenfalls umfangreiche Pipeline- und NGL-Netze betreiben. Die Wettbewerbsposition ergibt sich aus Faktoren wie Netzgröße, geografischer Abdeckung, Verknüpfung mit wichtigen Förderregionen und der Diversifikation der Erlösquellen. Ein engmaschiges und gut vernetztes System erlaubt es, Rohstoffe flexibel zwischen verschiedenen Regionen und Abnehmern zu transportieren, was die Attraktivität für Produzenten und Kunden erhöht. In manchen Regionen bestehen faktische Oligopole, in denen wenige Anbieter den Großteil der Transportkapazitäten stellen.

Im Vergleich zu diversifizierten Energiekonzernen, die sowohl Upstream- als auch Downstream-Aktivitäten betreiben, fokussiert sich ONEOK auf das Midstream-Geschäft und verzichtet auf direkte Exploration und Produktion. Das reduziert zwar das Rohstoffpreisrisiko im Vergleich zu Produzenten, macht das Unternehmen aber gleichzeitig stärker abhängig von stabilen Volumina, die von den Upstream-Kunden geliefert werden. Der Vorteil eines fokussierten Geschäftsmodells liegt in der Spezialisierung und in klaren Investitionskriterien für Infrastrukturprojekte. Aus Investorensicht ist bedeutsam, wie ONEOK seine Kapitalkosten im Vergleich zu Wettbewerbern positioniert und ob das Unternehmen bei Ausschreibungen und in Bilateralen Verhandlungen wettbewerbsfähige Konditionen bieten kann.

Kooperationen und langfristige Verträge mit großen Produzenten und Abnehmern zählen zu den Wettbewerbsvorteilen, die für planbare Auslastung sorgen. Gleichzeitig stehen Midstream-Unternehmen in Konkurrenz um neue Projekte in attraktiven Regionen, in denen zusätzliche Transport- und Verarbeitungsinfrastruktur benötigt wird. Die Fähigkeit, Projekte effizient zu planen, Genehmigungen zu sichern und innerhalb des Budgets umzusetzen, kann hier den Ausschlag geben. Anleger schauen daher darauf, wie konsequent ONEOK in der Vergangenheit Kostenvorgaben und Zeitpläne eingehalten hat und ob es größere Projektverzögerungen oder Kostenüberschreitungen gab.

Dividendenprofil: Kontinuität und Anpassungsfähigkeit

Die Dividendenpolitik ist für viele Anleger eines der wichtigsten Kriterien bei der Bewertung der ONEOK-Aktie. Ein stabiler oder im Zeitverlauf wachsender Dividendenstrom gilt in der klassischen Income-Strategie als besonders attraktiv. Midstream-Unternehmen kommunizieren in der Regel klar, ob sie auf eine stetige Steigerung der Ausschüttungen abzielen oder ob Flexibilität bei der Höhe der Dividende Vorrang hat. Für Anleger ist zentral, ob die Dividende aus laufenden Cashflows finanziert wird oder ob vorübergehend auf zusätzliche Verschuldung oder Asset-Verkäufe zurückgegriffen werden muss.

In wirtschaftlich herausfordernden Phasen steht das Management vor der Entscheidung, ob es die Dividende stabil hält, sie moderat anpasst oder im Extremfall kürzt, um die Bilanz zu stärken. Historische Muster im Umgang mit Krisen bieten hier einen Hinweis, wie stark die Ausschüttungspriorität verankert ist. Hat ein Unternehmen in früheren Stressphasen an der Dividende festgehalten, kann das Vertrauen stützen, erhöht aber in manchen Fällen auch den finanziellen Druck. Eine frühzeitige, maßvolle Anpassung kann dagegen langfristig die Stabilität sichern, wird von Einkommensinvestoren aber oft kritisch gesehen. Wer die ONEOK-Aktie beobachtet, sollte deshalb neben der aktuellen Dividendenrendite auch die Nachhaltigkeit der Ausschüttung einordnen.

Über die Dividende hinaus spielen Aktienrückkäufe als Instrument der Kapitalrückführung eine Rolle. Ob ein Unternehmen hier aktiv ist, hängt davon ab, ob es die eigene Bewertung als attraktiv einschätzt und ob nach Investitionen und Dividenden zusätzlicher freier Cashflow zur Verfügung steht. Eine Kombination aus Dividenden und opportunistischen Rückkäufen kann die Gesamtrendite für Aktionäre steigern, setzt aber eine solide Ertrags- und Cashflow-Basis voraus. Im Fall von ONEOK ist wichtig zu beobachten, welche Prioritäten das Management zwischen Wachstumsinvestitionen, Schuldenabbau und Kapitalrückführung setzt.

Kursbeobachtung: US-Heimatbörse und deutsche Handelsplätze

Die ONEOK-Aktie wird primär an der US-Heimatbörse in US-Dollar gehandelt, während in Deutschland Zweitnotierungen an Handelsplätzen wie Frankfurt, Xetra oder Tradegate typischerweise auf Eurobasis erfolgen. Für deutsche Privatanleger bedeutet dies, dass neben der unternehmenseigenen Entwicklung auch Währungsschwankungen zwischen Euro und US-Dollar einen Einfluss auf die Rendite haben können. Ein stärkerer US-Dollar kann die in Euro gemessene Performance verbessern, während ein schwächerer US-Dollar den Effekt umkehrt. Wer die Aktie beobachtet, sollte daher Kursveränderungen sowohl in der Heimatwährung als auch in Euro betrachten.

Die Liquidität der ONEOK-Aktie ist an der US-Heimatbörse in der Regel höher als auf den deutschen Handelsplätzen, was sich in engeren Spreads und größeren Handelsvolumina niederschlägt. Für Anleger mit Zugang zu US-Börsen kann dies ein Argument sein, den Handel direkt dort zu platzieren. Auf der anderen Seite bieten deutsche Handelsplätze den Vorteil, dass Transaktionen während der für europäische Anleger üblichen Handelszeiten durchgeführt werden können. In ruhigen Marktphasen zeigt sich die Kursentwicklung dann oftmals mit geringeren Ausschlägen, während umsatzstarke US-Handelsphasen zu größeren Bewegungen führen können.

Unabhängig vom gewählten Handelsplatz bleibt der Blick auf fundamentale Kennzahlen und den Nachrichtenfluss entscheidend. Quartalsberichte, Unternehmensguidance, größere Projektankündigungen und mögliche Rating-Änderungen können zu deutlich erhöhten Umsätzen und Kursbewegungen führen. Wer den Wert beobachtet, sollte diese Termine kennen und einordnen, wie stark sie die mittelfristige Ertragskraft und damit die Bewertung beeinflussen könnten.

Für den Moment bleibt festzuhalten, dass die ONEOK-Aktie maßgeblich über die Stabilität ihrer Cashflows, die Bilanzstruktur und das Dividendenprofil beurteilt wird. Bewertungskennzahlen wie KGV, EV/EBITDA und Dividendenrendite liefern wichtige Anhaltspunkte, entfalten ihren Nutzen aber erst im Zusammenspiel mit einem klaren Verständnis des Geschäftsmodells und der branchenspezifischen Risiken. Privatanleger, die sich mit dem Titel beschäftigen, sollten daher neben der reinen Kursentwicklung insbesondere die Fundamentaldaten und deren Veränderung im Zeitverlauf im Blick behalten.

ONEOK Inc. im Schnellcheck

  • Name: ONEOK Inc.
  • Branche: Energieinfrastruktur, Midstream, Erdgas- und NGL-Transport
  • Hauptsitz: Tulsa, Oklahoma, USA
  • Kernmaerkte: US-Erdgas- und NGL-Märkte, insbesondere Schieferregionen wie Williston und Permian
  • Umsatztreiber: Transport- und Verarbeitungsgebühren für Erdgas und NGL, langfristige Infrastrukturverträge
  • Heimatboerse / Notierung: US-Heimatbörse in US-Dollar, Zweitnotierungen an deutschen Handelsplätzen (z.B. Frankfurt/Xetra; WKN und genaue Notierung sind abhängig vom jeweiligen Handelsplatz)
  • Handelswaehrung: US-Dollar (Heimatbörse), Euro (deutsche Handelsplätze)

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