Ondas Holdings Aktie: Prognose auf 525 Millionen erhöht
Veröffentlicht am: 07.07.2026 um 04:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Starke Aussichten, schwache Kurse. Bei Ondas Holdings klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Das Management hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr soeben massiv auf mindestens 525 Millionen US-Dollar an. Zuvor lag das Ziel deutlich unter der 400-Millionen-Marke. Trotzdem büßte das Papier im letzten Monat fast ein Viertel seines Wertes ein.
Neue Verteidigungssparte treibt Wachstum
Der Optimismus der Chefetage hat einen handfesten Grund. Ondas integriert aktuell den frisch gekauften Drohnenspezialisten DZYNE Technologies. Der Zukauf kostete fast eine Milliarde US-Dollar. Dafür formiert das Unternehmen eine neue Division namens "Ondas Sentinel". Sie bündelt ab sofort die gesamte US-Verteidigungstechnik des Konzerns.
DZYNE soll allein im laufenden Jahr 191 Millionen US-Dollar zum Umsatz beisteuern. Schon 2027 plant das Management mit über 300 Millionen US-Dollar. Ondas zahlte teils in bar und teils in eigenen Aktien. Um den Markt nicht zu fluten, blockiert eine sechsmonatige Haltefrist die Hälfte dieser neuen Papiere.
Pakt mit Palantir
Parallel dazu treibt Ondas seine Software-Entwicklung voran. Der Konzern baut zusammen mit Palantir ein neues KI-gestütztes Kommandosystem. Die Plattform verknüpft künftig sämtliche Sensoren und Drohnen des Unternehmens. Das Ziel: ein vollautomatisiertes Verteidigungsnetzwerk.
Diese Strategie liefert bereits zählbare Ergebnisse. Im abgelaufenen Quartal verbuchte Ondas neue Aufträge im Wert von 150 Millionen US-Dollar. Darunter befinden sich Abwehrsysteme und bodengestützte Verteidigungsdienste. Der gesamte Auftragsbestand kletterte damit zuletzt auf 457 Millionen US-Dollar.
Volatilität bleibt extrem hoch
Finanziell steht der Konzern auf einem stabilen Fundament. Die Kassen sind mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar prall gefüllt. Das gibt Spielraum für weitere Expansion. Ondas schließt im dritten Quartal voraussichtlich den Kauf von Cyberhawk für 125 Millionen US-Dollar ab. Diese Summe fehlt sogar noch komplett in der aktuellen Jahresprognose.
An der Börse zeigt sich indes ein zerrissenes Bild. Auf Jahressicht glänzt die Aktie mit einem dreistelligen prozentualen Kursplus. Aktuell notiert das Papier bei 6,83 Euro und fällt damit unter die 50-Tage-Linie. Eine extrem hohe Volatilität prägt den täglichen Handel.
Die kommenden Monate dürften turbulent bleiben. Das Management erwartet für die neuen DZYNE-Vermögenswerte im Jahr 2027 operative Margen im mittleren Zehnerbereich. Zuvor steht jedoch im dritten Quartal der formelle Abschluss des Cyberhawk-Deals an. Dieser Schritt wird die Prognose vermutlich ein weiteres Mal verändern.
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