Ondas, Holdings

Ondas Holdings Aktie: Cyberhawk-Übernahme für 125 Millionen Dollar

30.06.2026 - 04:13:22 | boerse-global.de

Ondas Holdings meldet Aufträge über 150 Millionen Dollar, die Aktie verliert jedoch weiter an Wert. Analysten sehen Aufwärtspotenzial.

Ondas Holdings: 150 Mio. Dollar Aufträge trotz Kursverlusten
Ondas - Abstrakte, atmosphärische Szene, die den Drohnentechnologie- und Luftfahrtsektor darstellt, mit einer Stimmung von strategischer Expansion und Akquisition. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ondas Holdings meldet für das zweite Quartal 2026 Bestellungen im Wert von über 150 Millionen Dollar. Der Auftragseingang kommt vor allem aus dem Verteidigungsgeschäft. Trotz dieser Dynamik reagieren Anleger verhalten — die Aktie verlor in den letzten 30 Tagen rund 39 Prozent und notiert aktuell bei 7,08 Euro.

Verteidigungsaufträge als Wachstumstreiber

Allein im Juni 2026 verbuchte Ondas Holdings Aufträge über rund 40 Millionen Dollar im Verteidigungsbereich. Der Pro-forma-Auftragsbestand lag Ende des ersten Quartals bei 457 Millionen Dollar. Ein wichtiger Faktor: die Integration des Sentrycs-Systems in Lockheed Martins Sanctum-Plattform zur Drohnenabwehr.

Hinzu kommt ein erfolgreicher Test unter dem britischen Verteidigungsprogramm „Project Brakestop“. Das bestätigt die Einsatzfähigkeit der autonomen Technologie für internationale Militärkunden.

Akquisitionen und Expansion

Ondas Holdings treibt gleichzeitig seine Wachstumsstrategie voran. Geplant ist die Übernahme von Cyberhawk für 125 Millionen Dollar. Damit will das Unternehmen seine Position im Bereich autonome Inspektion und Überwachung ausbauen.

Die kürzlich abgeschlossene Fusion mit Mistral im Wert von 175 Millionen Dollar zeigt bereits erste Erfolge. Die THOR-Drohnen von Mistral erhielten einen Auftrag der US-Armee — nach einer Präsentation auf der Modern Day Marine 2026.

Marktreaktion und technische Kennzahlen

Der Auftragsboom spiegelt sich nicht im Aktienkurs wider. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 25 Prozent. Eine Jahresrendite von über 330 Prozent liegt dagegen weit zurück — genug Anlass für Gewinnmitnahmen. Der RSI von 38,5 deutet auf eine Annäherung an den überverkauften Bereich hin. Die annualisierte Volatilität liegt bei über 104 Prozent.

Die Kursentwicklung bleibt angespannt. Der Aktie fehlen 46 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro. Die Aktie notiert auch unter den 50- und 100-Tage-Durchschnitten.

Analysten und Stimmung

Die Analysten sind vorsichtig optimistisch. Der Median aller Kursziele liegt bei 17,25 Dollar — das entspricht einem Aufwärtspotenzial von mehr als 100 Prozent. Die Einstufung lautet „Moderate Buy“.

Gleichzeitig gibt es Warnsignale. Insider haben in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von rund 32 Millionen Dollar verkauft. Der Short Interest liegt bei fast 33 Prozent des Streubesitzes. Eine hohe Zahl — sie signalisiert, dass viele Anleger auf fallende Kurse wetten.

Die Kernfrage für Investoren: Kann das Unternehmen den massiven Auftragseingang in nachhaltige Gewinne umwandeln? Der Marktzugang im Verteidigungssektor ist vielversprechend. Ob das für eine dauerhafte Erholung reicht, bleibt abzuwarten.

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