OHB: RFA-ONE-Erststartversuch 2026
21.05.2026 - 13:02:34 | boerse-global.deOHB macht seine Raketenbeteiligung sichtbarer. Im Capital Markets Update vom 18. Mai rückt Rocket Factory Augsburg stärker in die Kapitalmarktstory des Bremer Raumfahrtkonzerns. Der Punkt ist heikel: RFA ONE kann zur Wachstumsoption werden, liefert aber noch keine direkte Stütze für die Konzernziele.
RFA rückt nach vorn
OHB zeigt bei RFA mehrere operative Fortschritte. Dazu zählen Triebwerkstests der Helix-Motoren in Kiruna, ein RFA-ONE-Fahrzeug in der Integrationshalle von SaxaVord und Arbeiten am Startturm. Das Bild ist klarer als zuvor: Aus der Entwicklungsstory soll schrittweise ein Startgeschäft werden.
Die Roadmap ist ambitioniert. OHB skizziert einen ersten Startversuch im Jahr 2026, eine Serienproduktion ab 2028 und mittelfristig bis zu 25 Starts pro Jahr. Damit bekäme der Konzern Zugang zu einem Markt, der in Europa politisch wie kommerziell an Gewicht gewinnt.
Allerdings bleibt die frühe Phase technisch riskant. OHB verweist bei Erststarts neuer Trägersysteme auf eine Erfolgsquote von unter 30 Prozent nach Einschätzung des Managements. Kein Wunder, dass der Markt hier nicht nur auf Pläne schaut, sondern auf harte Nachweise aus Tests und späteren Missionen.
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Nicht Teil der Guidance
Für die Bewertung ist die Bilanzierung entscheidend. RFA wird mehrheitlich von OHB gehalten, aber at equity konsolidiert. Der Bereich steckt deshalb nicht in der Mittelfrist-Guidance des Konzerns.
Das bremst eine einfache Gleichsetzung von Raketenstarts und OHB-Umsatz. RFA bleibt zunächst eine Zusatzoption neben dem Kerngeschäft. Gelingt der Übergang in einen verlässlichen Startbetrieb, könnte sich die Wahrnehmung der Aktie dennoch verändern.
Der operative Schwerpunkt liegt weiter klar im klassischen Raumfahrtgeschäft. Space Systems steht für 76 Prozent der Segment-Gesamtleistung, Access to Space für 13 Prozent und Digital für 11 Prozent. Der Raketenbereich ist damit strategisch wichtig, aber noch nicht der größte Ergebnistreiber.
Kerngeschäft liefert den Unterbau
Die jüngsten Quartalszahlen geben der Story finanzielle Substanz. Zum 31. März 2026 lag der Auftragsbestand bei 3,353 Milliarden Euro, nach 2,314 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Das schafft Sichtbarkeit für die laufenden Programme.
Wichtig ist dieser Puffer vor allem, weil RFA noch außerhalb der Zielrechnung läuft. OHB kann die Raketenoption entwickeln, während das Satelliten- und Raumfahrtsystemgeschäft den Konzern operativ trägt.
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Auch die Ergebnisentwicklung passt dazu. Die Gesamtleistung erreichte im ersten Quartal 279,3 Millionen Euro, das bereinigte EBIT stieg auf 16,8 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 6,0 Prozent.
Der nächste formelle Termin ist die Hauptversammlung am 24. Juni 2026. Danach folgen die Q2-Zahlen am 6. August und die Q3-Zahlen am 12. November; bei RFA zählen bis dahin operative Fortschritte auf dem Weg zum ersten Startversuch.
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