Wohnungsbau

Österreichs Wohnungsbau bricht 2025 dramatisch ein

28.12.2025 - 13:12:12

Österreichs Immobilienmarkt verfehlt 2025 sein Bauziel deutlich. Nur rund 24.600 neue Wohnungen werden dieses Jahr fertig – das sind 32 Prozent weniger als 2024. Damit klafft eine riesige Lücke zum tatsächlichen Bedarf.

Branchenführer wie Porr-Chef Karl-Heinz Strauss beziffern den jährlichen Bedarf auf 40.000 Wohneinheiten, um den Markt zu sättigen. Die aktuelle Produktion bleibt um über 15.000 Wohnungen hinter dieser Marke zurück. Besonders der frei finanzierte Wohnbau steckt in der Krise.

Nicht alle Bereiche sind gleich stark betroffen. Während der gemeinnützige Wohnbau leicht zulegt, brachen andere Segmente massiv ein:

  • Frei finanzierte Mietwohnungen: Minus von etwa 35 Prozent im dritten Quartal.
  • Frei finanzierte Eigentumswohnungen: Rückgang um 11 Prozent.
  • Ein- und Zweifamilienhäuser: Die Bauaktivität stagniert nahezu.

Die Gründe für diesen Einbruch sind vielfältig. Hohe Baukosten, gestiegene Grundstückspreise und vor allem die angespannte Finanzierungslage bringen viele Projekte zum Stillstand.

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Banken bremsen den Neubau aus

Der größte Flaschenhals ist das Geld. Obwohl die umstrittene KIM-Verordnung im Sommer auslief, geben die Banken kaum Kredite für private Wohnbauprojekte. Sie agieren weiterhin extrem vorsichtig.

Investoren fordern derzeit Renditen von 4,5 bis 5 Prozent – eine Hürde, die im Neubau kaum zu schaffen ist. Das führt zur Pattsituation: Bauträger finden ohne Vorverkäufe keine Finanzierung, und potenzielle Käufer scheitern an hohen Zinsen und strengen Bonitätschecks.

Mietmarkt unter Druck

Die direkte Folge des Bau-Einbruchs spüren jetzt Mieter. Weil weniger Eigentum gebaut wird, drängen mehr Menschen in den Mietsektor. Das Angebot schrumpft, die Nachfrage steigt – und treibt die Mieten in den Ballungsräumen weiter nach oben.

Interessanterweise gibt es trotz der allgemeinen Knappheit auch „Ladenhüter“. Manche Neubauwohnungen finden wegen ungünstiger Grundrisse oder überzogener Preise keinen Abnehmer. Der Markt braucht also nicht nur mehr Wohnungen, sondern vor allem leistbare und gut geplante.

Leichte Besserung für 2026 in Sicht?

Für das kommende Jahr prognostizieren Experten eine leichte Erholung. Die Fertigstellungszahlen könnten um etwa 10 Prozent auf knapp 27.100 Einheiten steigen. Doch das bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.

Es wäre weiterhin ein Niveau deutlich unter dem von 2024 und meilenweit entfernt von den benötigten 40.000 Wohnungen. Der Druck auf den Mietmarkt und die bestehenden Wohnungen wird daher hoch bleiben. Die Branche setzt jetzt auf kostengünstigere Bauweisen und hofft auf eine Normalisierung der Finanzierungsbedingungen. Ob das reicht, um die tiefe Krise zu überwinden, ist mehr als fraglich.

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