Österreichs Strommarkt: Liberalisierung zeigt Erfolge
31.01.2026 - 23:05:12Österreichs Wirtschaftsminister zieht eine positive Bilanz der Strommarkt-Liberalisierung. Die Öffnung des Marktes vor über zwei Jahrzehnten habe mehr Wettbewerb, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Stellung der Verbraucher gestärkt. Diese Entwicklung wird nun durch die jüngste Reform des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) weiter vorangetrieben.
Verbraucher profitieren von Wettbewerb und neuen Rechten
Die vollständige Marktöffnung im Jahr 2001 war eine Pionierleistung. Sie führte zu einem intensiven Wettbewerb, von dem die Kunden direkt profitierten. Allein in den ersten drei Jahren sparten Haushalte und Unternehmen so über 500 Millionen Euro.
Die neue Gesetzesreform schreibt diesen Kurs fort. Sie bringt eine „Strompreis-Runtergarantie“: Sinken die Großhandelspreise, müssen Energieversorger diese Entlastung binnen sechs Monaten an die Endkunden weitergeben. Größere Anbieter müssen zudem dynamische Tarife anbieten, die Verbrauchern ermöglichen, von günstigen Börsenpreisen zu profitieren.
Grüner Strom boomt dank marktorientiertem Ansatz
Die Liberalisierung schuf auch die richtigen Rahmenbedingungen für die Energiewende. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) setzt auf die Direktvermarktung von Ökostrom an der Börse. Das schafft neue Erlösmöglichkeiten für Betreiber von Wind- oder Solaranlagen.
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Österreich hat ambitionierte Ziele: Bis 2030 soll der Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen kommen. Die Marktdynamik treibt nicht nur den Bau neuer Anlagen voran, sondern fördert auch innovative Modelle wie Energiegemeinschaften.
Netzstabilität wird zur zentralen Herausforderung
Doch der Erfolg bringt neue Probleme mit sich. Der wachsende Anteil von Wind- und Sonnenenergie stellt hohe Anforderungen an die Stabilität der Netze. Ein beschleunigter Netzausbau ist daher dringend nötig.
Das neue ElWG setzt hier an. Es schafft Anreize für netzdienliches Verhalten:
* Flexible Netzentgelte sollen Verbraucher motivieren, das Netz in Schwachlastzeiten zu nutzen.
* Private Batteriespeicher können künftig über Aggregatoren am Markt angeboten werden, um das Netz zu stabilisieren.
Aus passiven Konsumenten werden so aktive Marktteilnehmer, die zur Versorgungssicherheit beitragen.
Lehren aus der Energiekrise
Die Reform ist auch eine Antwort auf die Energiepreiskrisen der vergangenen Jahre. Als Teil des europäischen Binnenmarktes ist Österreich stark von den Entwicklungen an den internationalen Energiebörsen abhängig.
Die Stärkung der Regulierungsbehörde E-Control und die neuen Mechanismen sollen Verbraucher besser vor kurzfristigen Preisschwankungen schützen. Gleichzeitig soll der heimische Ausbau erneuerbarer Energien die Importabhängigkeit verringern.
Die Zukunft ist digital und dezentral
Der nächste Schritt führt in einen digitalisierten und dezentralen Energiemarkt. Intelligente Netze (Smart Grids) werden benötigt, um die Vielzahl an kleinen Erzeugern und Elektroauto-Ladepunkten zu steuern.
Die Öffnung des Regelenergiemarktes für Heimspeicher ist ein erster Schritt. Experten erwarten, dass sich die Rolle der lokalen Versorger wandelt: weg vom reinen Stromlieferanten, hin zum Dienstleister für integrierte Lösungen aus Strom, Wärme und Mobilität. Für die Verbraucher bedeutet das mehr Möglichkeiten – aber auch mehr Verantwortung.
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