Regierung, Bau-Offensive

Österreichs Regierung startet neue Bau-Offensive

02.03.2026 - 19:00:18 | boerse-global.de

Die Bundesregierung setzt mit einer Sanierungsoffensive und Gesetzesnovellen gezielte Impulse für die Bauwirtschaft, um die Erholung zu stützen und regionale Wertschöpfung zu fördern.

Die Bundesregierung leitet neue Maßnahmen ein, um die Bauwirtschaft gezielt zu stärken. In einer Phase verhaltener Erholung setzt sie auf Gesetzesnovellen und eine Neuausrichtung der Förderprogramme.

Sanierungsbonus endet, Kesseltausch rückt in den Fokus

Seit Februar können keine neuen Anträge für den beliebten Sanierungsbonus mehr gestellt werden. Die Regierung konzentriert die Mittel jetzt stärker auf den Kesseltausch. Diese Maßnahme verspricht eine höhere CO2-Einsparung pro investiertem Euro.

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Die Neuausrichtung ist Teil der "Sanierungsoffensive 2026". Diese Initiative ist bis 2030 mit erheblichen Mitteln ausgestattet. Parallel dazu soll eine Novelle des Bundesvergabegesetzes die regionale Wertschöpfung stärken.

Neue Gesetze sollen Bürokratie abbauen

Eine geplante Novelle der Gewerbeordnung soll zusätzliche Hürden für die Baubranche abbauen. Branchenvertreter hoffen, dass vereinfachte Vorgaben Bauprojekte beschleunigen. Die Maßnahmen fügen sich in die breitere Industriestrategie der Regierung ein.

Von Initiativen in den Bereichen Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft soll die Bauwirtschaft ebenfalls profitieren. Insbesondere die Vereinfachung bei EU-Vergaberichtlinien könnte heimische Betriebe stärken.

Auf dem Fundament des milliardenschweren Wohnbaupakets

Die neuen Schritte bauen auf dem Konjunkturpaket von 2024 auf. Dieses hat ein Volumen von über zwei Milliarden Euro und wirkt bis ins Jahr 2026. Ein zentraler Baustein ist ein Zweckzuschuss von einer Milliarde Euro an die Bundesländer.

Davon sollen zehntausende neue Wohnungen sowie die Sanierung von rund 5.000 Wohneinheiten finanziert werden. Um die private Nachfrage zu stimululen, wurde die Grundbucheintragungsgebühr für das erste Eigenheim bis Mitte 2026 ausgesetzt.

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Gezielte Impulse in einer kritischen Phase

Die Maßnahmen kommen in einer fragilen Erholungsphase. Nach einer Krise durch hohe Materialkosten und Zinsen zeigt die Branche erste leichte Erholungszeichen. Eine aktuelle Marktstudie deutet auf vorsichtigen Optimismus hin.

Laut der Studie plant rund ein Drittel der Österreicher in den kommenden fünf Jahren ein Bau- oder Wohnprojekt. Die neuen Regierungsmaßnahmen sollen diese positive Grundstimmung nun nachhaltig absichern.

Wird die Verknappung des Wohnraums gestoppt?

Der Erfolg der Neuausrichtung wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Die Branche beobachtet genau, wie sich die neuen Gesetze in der Praxis auswirken. Gleichzeitig rücken auslaufende Fristen in den Fokus.

Die Befreiung von den Grundbuchgebühren endet Mitte des Jahres. Prognosen deuten darauf hin, dass die reduzierte Bautätigkeit der Vorjahre zu einer spürbaren Verknappung von Wohnraum führen könnte. Die Stärkung des regionalen Baus bleibt daher eine zentrale Säule.

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