Österreichs Immobilienmarkt: Preise steigen, Neubau bricht ein
02.01.2026 - 12:44:12Der Start ins neue Jahr bringt für Österreichs Haushalte keine Entspannung bei den Wohnkosten. Neue Daten zeigen eine gedämpfte Stimmung und prognostizieren weiter steigende Preise.
Nur ein Drittel blickt optimistisch auf 2026
Eine aktuelle IMAS-Umfrage zum Jahreswechsel offenbart die Sorgen der Bevölkerung. Nur rund ein Drittel der Österreicher blickt optimistisch auf 2026. Deutlich mehr zeigen sich skeptisch (34 Prozent) oder sogar besorgt (27 Prozent). Als Hauptgrund nennen die Meinungsforscher die hohen Lebenshaltungskosten, die trotz gesunkener Inflationsrate das Budget belasten. Sozialpartner warnen: Vor allem bei Mieten und Betriebskosten erreichen Gering- und Mittelverdiener ihre Belastungsgrenze.
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Raiffeisen prognostiziert drei Prozent Preisanstieg
Die subjektiven Ängste finden in harten Marktdaten ihre Bestätigung. Der Jahresausblick von Raiffeisen Immobilien sagt für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg bei Immobilien von rund drei Prozent voraus. Treiber ist eine massive Wohnbaurezession. Wurden 2022 noch knapp 60.000 Wohneinheiten fertiggestellt, werden es 2026 voraussichtlich nur noch etwa 31.000 sein.
“Der drastische Rückgang ist eine Folge der hohen Baukosten und strengeren Finanzierungsrichtlinien der letzten Jahre”, erklärt Peter Mayr, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich. Das knappe Angebot trifft auf ungebrochen hohe Nachfrage – und treibt so die Preise.
Mieter in Ballungsräumen unter Druck
Besonders angespannt ist die Lage für Mieter in den Städten. Plattformen wie ImmoScout24 verzeichneten im Vorjahr bereits zweistellige Preissteigerungen bei Neuvermietungen in Wien und Oberösterreich. Dieser Trend setzt sich fort, denn der Ausweg in die Eigentumswohnung bleibt für viele aufgrund hoher Zinsen und Preise versperrt.
Können politische Eingriffe kurzfristig helfen? Peter Weinberger, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien in Ostösterreich, warnt vor überzogenen Erwartungen. “Eine langfristige Dämpfung der Mieten erreichen wir nur durch mehr Angebot im freifinanzierten Wohnbau.” Doch genau hier wirken langwierige Genehmigungsverfahren als Bremse – in Wien dauern sie bis zu zwei Jahre.
Strukturwandel macht Eigentum zum Luxusgut
Der Markt durchläuft einen fundamentalen Wandel. Was bis 2022 noch ein leistbares Ziel für die Mittelschicht war, entwickelt sich zunehmend zum Luxusgut. Die Nachfrage verschiebt sich in den Mietmarkt, der dem Ansturm jedoch nicht gewachsen ist. Diese Schere zwischen Angebot und Nachfrage ist der ökonomische Kern der allgemeinen Skepsis. Lohnsteigerungen der letzten Jahre können die kumulierten Kostenanstiege oft nicht mehr auffangen.
Wann kommt die Entspannung?
Für 2026 ist keine signifikante Entlastung in Sicht. Der Markt muss das Tal der rückläufigen Fertigstellungszahlen erst durchschreiten. Raiffeisen Research sieht frühestens für 2027 eine leichte Belebung der Bautätigkeit am Horizont.
Bis dahin werden Leistbarkeit und Wohnraumverfügbarkeit die Debatte dominieren. Politische Maßnahmen wirken nur mittelfristig. Für Österreichs Haushalte heißt das: Budgetdisziplin und ein scharfer Blick auf die Wohnkosten bleiben auch 2026 unerlässlich.
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