Österreich startet Preisradar gegen Lebensmittel-Teuerung
25.01.2026 - 17:12:12Das Finanzministerium hat eine neue Online-Datenbank für mehr Preistransparenz gestartet. Das sogenannte Preisradar soll zeigen, wie sich die Kosten für Grundnahrungsmittel vom Erzeuger bis ins Supermarktregal entwickeln. Die Initiative ist Teil eines größeren Pakets gegen die hohe Inflation.
Verbraucher können ab sofort die Preise von rund 100 alltäglichen Lebensmitteln wie Brot, Milch und Obst verfolgen. Das Tool vergleicht nicht nur die Endpreise, sondern macht auch die Unterschiede zwischen Erzeuger-, Großhandels- und Einzelhandelskosten sichtbar. Die Regierung erhofft sich davon, die Gründe für Preissprünge besser zu verstehen.
Das Herzstück der Plattform ist die Visualisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Die Datengrundlage bilden unter anderem Scannerdaten großer Handelsketten, die auch Rabattaktionen erfassen. Für Produkte wie Getreide oder Fleisch sind sogar internationale Vergleiche mit Deutschland oder dem Euroraum möglich.
Passend zum Thema Steuersenkung: Viele Unternehmer und Selbstständige unterschätzen, wie sich Umsatzsteuer-Regelungen auf Preise, Rechnungsstellung und Liquidität auswirken. Unser kostenloser Praxisratgeber erklärt, welche Auswirkungen eine Halbierung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel konkret haben kann, worauf Händler bei Vorsteuer und Abrechnung achten müssen und welche Fristen jetzt wichtig sind – praxisnah und Schritt für Schritt. Jetzt kostenlosen Umsatzsteuer-Guide herunterladen
Finanzminister Markus Marterbauer betont: Mehr Transparenz sei die Voraussetzung für gezieltes politisches Handeln. Die Notwendigkeit ist offensichtlich: Lebensmittel waren im vergangenen Jahr ein wesentlicher Inflationstreiber. Besonders Milch, Käse und Eier verteuerten sich stark.
Steuersenkung und schärfere Kontrollen als Begleitmaßnahmen
Das Preisradar ist nur ein Baustein. Ab dem 1. Juli 2026 plant die Regierung eine Halbierung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel. Gleichzeitig wurden die Befugnisse der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gestärkt.
Ziel ist es, sicherzustellen, dass Entlastungen – etwa durch sinkende Rohstoffpreise oder die Steuersenkung – auch wirklich bei den Kunden ankommen. Der Handelsverband hat bereits Kooperation signalisiert.
Reaktion auf anhaltende Debatte über hohe Preise
Die Einführung des Tools kommt nicht von ungefähr. Konsumentenschützer wie die Arbeiterkammer fordern seit langem mehr Einblick in die Preisgestaltung. Vergleiche hatten immer wieder gezeigt: Identische Produkte sind in Österreich oft teurer als im Nachbarland Deutschland.
Experten sehen in der Datenbank einen Schritt zu einer faktenbasierten Diskussion. Doch kann die reine Darstellung von Preisen die Teuerung wirklich bremsen? Internationale Rohstoffkosten, Energiepreise und Löhne spielen ebenfalls eine große Rolle. Der politische Wille, aus den gewonnenen Daten Konsequenzen zu ziehen, wird entscheidend sein.
PS: Ob Sie als Verbraucher wissen wollen, wie viel der angekündigte Steuerabschlag wirklich bei Ihnen im Einkaufswagen ankommt – oder als Händler prüfen müssen, wie die neue Regelung buchhalterisch umzusetzen ist: Dieser kostenlose PDF-Report fasst die wichtigsten Fragen zur Umsatzsteuer-Halbierung zusammen, bietet eine praktische Checkliste zur Abrechnung und erklärt, welche Prüfpflichten jetzt relevant werden. Umsatzsteuer-Ratgeber kostenlos anfordern


