Krypto-Steuer-Meldepflicht, Krypto-Börsen

Österreich führt automatische Krypto-Steuer-Meldepflicht ein

04.02.2026 - 04:42:11

Ab sofort müssen Krypto-Börsen Kundendaten an Finanzbehörden melden, um Gewinne konsequenter zu besteuern. Das Entdeckungsrisiko für unversteuerte Erträge steigt deutlich.

Eine neue Reporting-Pflicht für Kryptowährungen ist in Österreich in Kraft getreten. Sie beendet die steuerliche Anonymität auf zentralen Plattformen.

Ab sofort müssen Anbieter wie Binance, Kraken oder Bitpanda umfassende Daten ihrer Kunden an die Finanzbehörden melden. Ziel ist es, Gewinne aus digitalen Assets wie Bitcoin konsequenter zu besteuern – ähnlich wie traditionelle Kapitalerträge.

Was genau müssen die Plattformen melden?

Das neue Krypto-Meldepflichtgesetz setzt EU-Vorgaben in nationales Recht um. Es verpflichtet Dienstleister ab diesem Jahr, detaillierte Informationen zu sammeln und 2027 erstmals zu übermitteln.

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Zu den meldepflichtigen Daten zählen:
* Persönliche Kundendaten wie Name, Adresse und Steuer-ID
* Umfassende Transaktionsdetails, etwa Tauschgeschäfte zwischen Krypto und Fiat-Geld

Die Meldungen erfolgen automatisch. Damit schließen die Behörden eine große Kontrolllücke, denn Transaktionen auf ausländischen Börsen waren bisher kaum einsehbar.

Für Anleger steigt das Entdeckungsrisiko

Die grundsätzliche Steuerpflicht ändert sich für private Anleger nicht. Krypto-Gewinne unterliegen in Österreich weiterhin dem Sondersteuersatz von 27,5 Prozent.

Doch das Risiko, unversteuerte Gewinne zu verheimlichen, steigt massiv. Finanzexperten raten daher dringend, vergangene Einkünfte nachzudeklarieren. Eine Selbstanzeige könnte sinnvoll sein, bevor die Behörden durch die neuen Daten aktiv werden.

Für die Krypto-Branche bedeutet die Regelung einen erheblichen administrativen Aufwand. Alle zentralisierten Anbieter mit EU-Lizenz müssen die Vorgaben nun umsetzen.

Teil eines globalen Trends zur Transparenz

Österreichs Schritt ist keine Einzelmaßnahme. Er folgt dem internationalen Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD und der achten EU-Amtshilferichtlinie.

Damit rücken digitale Vermögenswerte steuerlich näher an traditionelle Anlageklassen wie Aktien heran. Der automatische Informationsaustausch ist dort seit Jahren Standard.

Die Entwicklung zeigt: Kryptowährungen sind als Anlageklasse erwachsen geworden – und unterliegen nun den gleichen Regeln. Der Trend zu mehr Regulierung und Besteuerung wird sich fortsetzen.

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