Forschung, Innovation

Österreich beschließt 5,5-Milliarden-Pakt für Forschung und Innovation

26.02.2026 - 07:19:09 | boerse-global.de

Die österreichische Regierung beschließt ein milliardenschweres Innovationspaket zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Die österreichische Bundesregierung hat diese Woche den neuen FTI-Pakt für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Mit einem Gesamtvolumen von rund 5,5 Milliarden Euro soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gestärkt werden. Die milliardenschwere Investition fällt in eine Phase verhaltenen Wachstums.

Ein Pakt gegen die Deindustrialisierung

Der am Mittwoch im Ministerrat beschlossene Pakt für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Pakt) ist das zentrale Finanzierungsinstrument der FTI-Strategie 2030. Er sichert die Mittel für strategische Bereiche in Forschung und Entwicklung. Das Budget wird durch zusätzliche Umschichtungen im laufenden Jahr auf etwa 5,6 Milliarden Euro aufgestockt.

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonte die Dringlichkeit der Maßnahme. Sie sei eine direkte Reaktion auf nachlassende Wettbewerbsfähigkeit und ziele darauf ab, die Deindustrialisierung zu stoppen. Die Gelder sollen gezielt in Zukunftsfelder fließen, um technologische Souveränität zu stärken und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Der Pakt ist ein Kernbaustein der bereits vorgestellten Industriestrategie 2035.

Wirtschaft auf schmalem Grat

Die Entscheidung fällt in ein wirtschaftlich zwiespältiges Umfeld. Einerseits ist die Inflation zu Jahresbeginn deutlich auf 2,0 Prozent gesunken. Andererseits prognostizieren Institute wie WIFO und IHS für 2026 nur ein moderates Wachstum von 1,0 bis 1,2 Prozent.

Diese verhaltene Erholung wird von einer schwachen globalen Nachfrage und einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit beeinflusst. Die Politik agiert daher mit einer Doppelstrategie: Langfristige Investitionen wie der FTI-Pakt sollen die strukturellen Grundlagen verbessern. Kurzfristigere Maßnahmen zielen auf direkte Entlastungen. Erst Mitte Februar hatte die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) einen Forderungskatalog zur Standortstärkung übergeben.

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Shrinkflation wird sichtbar – Betrugsbekämpfung erfolgreich

Parallel zu den großen Weichenstellungen beschloss die Politik konkrete Maßnahmen für Verbraucher. Am Dienstag passierte das sogenannte Anti-Mogelpackungs-Gesetz den Nationalrat. Ab April 2026 muss der Handel Produkte kennzeichnen, deren Füllmenge bei gleicher Verpackung reduziert wurde – das Phänomen der „Shrinkflation“.

Zudem legte das Finanzministerium die Bilanz des Amtes für Betrugsbekämpfung (ABB) vor. Die Behörde sicherte 2025 über 154 Millionen Euro für die Staatskasse, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Die Politik deckt damit ein breites Spektrum ab: von Innovationskraft über Konsumentenschutz bis hin zu sicheren Steuereinnahmen.

Kommt Österreich auf die Überholspur?

Die jüngsten Initiativen signalisieren einen klaren Willen, die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob die erhoffte Erholung an Dynamik gewinnt. Ökonomen warnen vor einem fragilen Fundament, das stark von globalen Entwicklungen abhängt.

Der nächste große Schritt sind die Verhandlungen zum Doppelbudget für 2027 und 2028. Sie sollen noch vor dem Sommer abgeschlossen werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die gesetzten Impulse ausreichen, um die österreichische Wirtschaft nachhaltig zu beleben.

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