Dax, Ölpreise

Ölpreise und Iran-Krieg bestimmen Dax-Richtung: Wochenausblick mit Fokus auf Inflation und Konjunktur

06.04.2026 - 21:56:05 | ad-hoc-news.de

In der sechsten Woche des Iran-Kriegs leiten steigende Ölpreise die Bewegungen im Dax. Die Marke bei 23.000 Punkten bleibt umkämpft, während Donald Trump die globalen Turbulenzen verstärkt. Anleger im DACH-Raum müssen auf Inflationsrisiken und Konjunkturschwäche achten.

Dax, Ölpreise, Iran-Krieg - Foto: THN

Die Ölpreise bleiben der entscheidende Treiber für den deutschen Aktienmarkt. In der sechsten Woche des Iran-Kriegs, der Ende Februar begann, diktieren ihre Schwankungen die Richtung im Dax. Mit steigenden Preisen wachsen die Sorgen vor Inflation und Konjunkturabschwächung, wie Analysten betonen. Der Index testet weiterhin die 23.000-Punkte-Marke, die seit Kriegsausbruch an sechs Handelstagen durchbrochen wurde.

Stand: Montag, 6. April 2026, 20:55 Uhr (Europe/Berlin)

Marktübersicht: Dax unter Druck der Energiepreise

Der Dax schloss die vergangene Woche volatil ab, geprägt von den Auswirkungen des anhaltenden Iran-Kriegs. Ölpreise, die durch geopolitische Spannungen in die Höhe getrieben werden, belasten energieintensive DAX-Unternehmen. Experten wie Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt sehen hierin den Hauptfaktor für die Marktentwicklung. "Die Ölpreise dürften auch in dieser Woche die Richtung weisen", heißt es in einem aktuellen Wochenausblick. Parallel dazu beeinflusst US-Präsident Donald Trump die globalen Märkte nahezu allein, indem er Tempo und Richtung vorgibt.

Ein Blick auf die Top-Performer und Floppers im Dax unterstreicht die Sektorenrotation. Während Werte wie Scout24 mit +2,20 % auf 19,705 Punkte zulegten, rutschten Deutsche Telekom um -3,36 % auf 30,770 Euro und Infineon um -2,96 % auf 38,960 Euro ab. Diese Bewegungen spiegeln die Unsicherheit wider, die Ölpreise und geopolitische Risiken erzeugen.

Geopolitische Lage: Sechste Woche Iran-Krieg

Der Iran-Krieg, der Ende Februar eskalierte, hat sich nun in die sechste Woche verzogen. Die anhaltenden Konflikte stören die Ölversorgung und treiben die Preise. Dies wirkt sich direkt auf europäische Volkswirtschaften aus, insbesondere im DACH-Raum, wo Energieimporte eine Schlüsselrolle spielen. Inflationsängste nehmen zu, da höhere Energiepreise in die Verbraucherpreise einfließen. Konjunktursorgen verstärken sich, da Unternehmen mit steigenden Kosten rechnen müssen.

Deutsche Unternehmen wie BASF oder Heidelberg Materials leiden unter diesen Bedingungen. BASF wird als "Stabilität in der Zwischenphase" beschrieben, während Heidelberg Materials mit -2,74 % zu den Verlierern zählt. Die Branche steht vor Herausforderungen durch Rohstoffpreise, die durch den Krieg inflationsgetrieben sind.

US-Einfluss: Trump als Marktdeterminierender Faktor

Donald Trump bestimmt "aktuell fast im Alleingang die Richtung und das Tempo an den Börsen", urteilt Thomas Altmann. Seine Politikentscheidungen, etwa zu Zöllen oder Energieexporten, verstärken die Volatilität. Dies betrifft nicht nur den US-Markt, sondern strahlt auf Europa aus. Der Dax reagiert sensibel auf solche Entwicklungen, da viele DAX-Konzerne global ausgerichtet sind.

Beispielsweise notiert Volkswagen mit Stärke in der Marktstille, während Vonovia abrutscht. Die Immobilienbranche spürt die Zinssorgen, die durch Trumps Einfluss auf die Fed-Politik verstärkt werden könnten. Anleger im deutschsprachigen Raum sollten diese transatlantischen Verbindungen im Auge behalten.

Einzelaktien im Fokus: Telekom, Infineon und Banken

Deutsche Telekom fiel als Top-Flop mit -3,36 % auf 30,770 Euro, bei einem Umsatz von 279,9 Mio. Euro. Gründe könnten Sektorrotation und Konkurrenzdruck sein. Infineon verzeichnete -2,96 % auf 38,960 Euro, beeinflusst von Chip-Nachfrage und Energiepreisen.

Deutsche Bank schraubte Erwartungen zurück und schloss mit -2,62 % auf 25,675 Euro. Das Orderbuch zeigt Verkaufsdruck mit 29.670 Orders. Vonovia rutscht ebenfalls ab, was auf Immobilienmarkt-Schwäche hinweist. Im Kontrast steigt Deutsche Börse um +1,91 % auf 255,60 Euro.

Diese Entwicklungen unterstreichen die Risiken für private und professionelle Anleger. Diversifikation über Sektoren ist essenziell, um Ölpreis-Schwankungen abzufedern.

Analystenempfehlungen: Chancen inmitten der Turbulenzen

Trotz Unsicherheit gibt es positive Signale. JPMorgan stuft Ströer auf 'Overweight' mit +47 % Potenzial auf 46 Euro. Deutsche Bank Research empfiehlt Hypoport mit +111 % auf 160 Euro und Nemetschek mit +31 % auf 85 Euro. RBC sieht Tesla mit +39 % auf 500 USD. Diese Upgrades bieten Einstiegschancen für risikobereite Investoren.

Im Scale-Segment und MDAX könnten kleinere Werte von der Rotation profitieren. Beliebte Suchbegriffe wie Rheinmetall (172 Erwähnungen) oder TUI (106) deuten auf Verteidigungs- und Reisesektor-Interesse hin.

Risiken und Ausblick: Inflation und Konjunktur im Fokus

Die größten Risiken bleiben Ölpreise und Inflation. Sollten diese weiter steigen, droht eine Rezession in Europa. Die EZB-Politik wird hier entscheidend, mit möglichen Zinssenkungen zur Abmilderung. Für DACH-Anleger relevant: Deutsche Post fiel leicht um -1,03 % auf 46,120 Euro, was Logistikprobleme durch Energiepreise signalisiert.

Allianz hielt sich stabil mit +0,05 % auf 367,90 Euro. Hannover Rück gewann +1,20 %. Versicherer profitieren potenziell von höheren Prämien durch Risiken.

Der Wochenausblick sieht weitere Tests der 23.000-Punkte-Marke. Anleger sollten Stop-Loss-Strategien und Hedging-Instrumente nutzen. Langfristig könnten erneuerbare Energien und Tech-Werte resilienter sein.

Europäische Perspektive: DACH-Märkte im Kontext

Im DACH-Raum steht der Dax exemplarisch für die Region. Schweizer SBB-Auftrag an Siemens, bei dem Stadler rekurriert, zeigt Infrastruktur-Dynamik. TotalEnergies warnt vor Engpässen, Shell setzt auf LNG. Dies unterstreicht die Energieabhängigkeit Europas.

Private Anleger profitieren von ETFs auf den Dax, professionelle von Derivaten. Die Volatilität bietet Trading-Chancen, birgt aber hohe Risiken.

Weiterführende Quellen

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Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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