Ölpreis: Physische Knappheit eskaliert
12.04.2026 - 07:10:33 | boerse-global.deIn Islamabad ringen die USA und der Iran um eine Lösung, während die wichtigste Öl-Wasserstraße der Welt weiterhin verwaist bleibt. Trotz einer vereinbarten Waffenruhe droht die Versorgungskrise auf dem physischen Markt außer Kontrolle zu geraten. Raffinerien suchen händeringend nach Alternativen, was die Preisdifferenzen zwischen Terminmarkt und Sofortware massiv ausweitet.
Diplomatischer Stillstand in Islamabad
Die Verhandlungen in Pakistan zwischen US-Vizepräsident J.D. Vance und der iranischen Delegation lieferten am Samstag keinen Durchbruch. Zentrale Differenzen über die Kontrolle der Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm bestehen weiterhin. Da die Schifffahrtsroute für die kommerzielle Schifffahrt praktisch geschlossen bleibt, staut sich der Versorgungsdruck weltweit an. Experten warnen, dass eine Normalisierung der Energieflüsse selbst bei einer diplomatischen Einigung Monate dauern könnte.
Am physischen Markt zeigt sich die Lage dramatisch. Während der Terminmarkt am Freitag bei 95,63 USD schloss, liegen die Preise für sofort verfügbares Rohöl („Dated Brent“) deutlich darüber. Dieser Stress spiegelt sich in einer annualisierten Volatilität von über 120 % wider. Der Markt preist damit das Risiko ein, dass die Produktion außerhalb des Nahen Ostens nicht ausreicht, um die massiven Ausfälle in der Golfregion zu kompensieren.
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Notfallmaßnahmen der Großmächte
Washington reagierte am 10. April mit der Freigabe von 8,5 Millionen Barrel aus der strategischen Ölreserve. Dieses Darlehen an Energieunternehmen soll die gröbsten Lücken füllen. Gleichzeitig steuern vermehrt leere Supertanker die US-Golfküste an, um amerikanisches Rohöl für den Weltmarkt zu laden. Auch Japan bereitet sich auf die angespannte Lage vor und kündigte für Mai weitere Freigaben aus seinen nationalen Reserven an.
Die kommenden Tage werden durch folgende Eckpunkte bestimmt:
- 14. April: Diplomatische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington
- Mai: Geplante Freigabe zusätzlicher Ölreserven durch Japan
- Wöchentliche Lagerdaten: Überprüfung der Effektivität der US-Reservenfreigaben
Die Diskrepanz zwischen den Futures-Kursen und der realen Knappheit am Spotmarkt deutet auf einen volatilen Wochenstart hin. Anleger müssen abwägen, ob die US-Exporte und die koordinierten Reservenfreigaben ausreichen, um den physischen Versorgungsstress nachhaltig zu lindern.
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