Ölpreis: Eskalation in Nahost
28.02.2026 - 11:45:17 | boerse-global.deDer militärische Schlag Israels und der USA gegen den Iran hat die Energiemärkte am Wochenende in Alarmbereitschaft versetzt. Mit dem Beginn der „Operation Epic Fury“ am Samstag rückt die Sorge vor massiven Lieferunterbrechungen in einer der weltweit wichtigsten Ölregionen schlagartig in den Mittelpunkt. Können die globalen Reserven einen drohenden Ausfall iranischer Exporte kompensieren?
Angriffe gefährden globale Versorgung
Nach dem Scheitern diplomatischer Bemühungen im Atomstreit eskalierte die Lage am 28. Februar 2026 durch koordinierte Präventivschläge gegen iranische Ziele. Teheran reagierte unmittelbar mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. US-Präsident Trump bestätigte am Samstag die weitreichenden Kampfhandlungen in der Region.
Im Fokus der Händler steht nun vor allem die Straße von Hormus. Durch diese kritische Meerenge werden rund 20 Prozent des weltweiten Rohöltransits abgewickelt. Da der Iran selbst täglich über drei Millionen Barrel fördert, was etwa drei Prozent der weltweiten Exporte entspricht, löste die militärische Zuspitzung sofortige Preisreaktionen aus. Bereits am Freitag schloss der Preis für die Nordseesorte Brent bei 73,19 USD – einem neuen 52-Wochen-Hoch. Damit hat sich Öl seit Jahresbeginn um rund 20,40 Prozent verteuert.
Lagerbestände als Puffer?
Trotz der zurückgekehrten geopolitischen Risikoprämie gibt es Faktoren, die einen noch extremeren Preissprung bremsen könnten. Jüngste Daten der US-Energiebehörde EIA zeigen einen Zuwachs der amerikanischen Rohöllagerbestände um knapp 16 Millionen Barrel. Dieser Puffer könnte kurzfristige Versorgungsengpässe abfedern.
Zudem blicken Marktteilnehmer auf das anstehende OPEC+-Treffen an diesem Wochenende. Vor der militärischen Eskalation wurde am Markt mit einer moderaten Ausweitung der Fördermengen gerechnet. Ob das Kartell angesichts der neuen Lage an diesen Plänen festhält oder die Produktion zur Stabilisierung der Märkte schneller anpasst, wird die Preisgestaltung der kommenden Woche maßgeblich beeinflussen.
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Märkte stellen sich auf Volatilität ein
Ein Blick in die jüngere Geschichte unterstreicht die Sensibilität des Sektors: Während des Zwölftagekriegs im Jahr 2025 sprang der Brent-Preis zeitweise von etwa 62 USD auf über 77 USD. Mit einer aktuellen annualisierten Volatilität von 28,69 Prozent müssen sich Anleger auch diesmal auf turbulente Handelstage einstellen.
Die weitere Entwicklung hängt nun davon ab, ob die Kämpfe regional begrenzt bleiben oder den Schiffsverkehr im Persischen Golf dauerhaft blockieren. Sollten die iranischen Angriffe die Förderinfrastruktur der Nachbarstaaten beschädigen, dürfte der Druck auf die Notierungen weiter zunehmen. Am Montag wird die Markteröffnung zeigen, wie massiv die Händler die Fortführung der „Operation Epic Fury“ einpreisen.
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