Dienst, Belastungen

Öffentlicher Dienst kämpft mit psychischen Belastungen

14.01.2026 - 17:54:12

Personalmangel und Dauerkrisen führen zu extremer Arbeitsverdichtung. Experten fordern strukturelle Veränderungen, um die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu stärken.

Personalmangel und Dauerkrisen fordern die Psyche der Beschäftigten im öffentlichen Dienst heraus. Experten fordern ein Umdenken: Nicht nur der Einzelne, die gesamte Verwaltung muss widerstandsfähiger werden.

Psychische Erkrankungen wie Erschöpfung oder Depressionen gehören zu den häufigsten Krankschreibungsgründen. Der Druck ist enorm: 70 Prozent der Bürger halten den Staat laut einer dbb-Umfrage für überfordert. Gleichzeitig gehen in den nächsten zehn Jahren fast ein Drittel der Beschäftigten in Rente. Die Lücke von rund 1,3 Millionen Stellen führt zu extremer Arbeitsverdichtung für die Verbliebenen.

Warum der Druck in Behörden steigt

Die Belastung ist kein Zufall. Beschäftigte im öffentlichen Dienst fühlen sich bei psychischen Anforderungen wie ständigem Multitasking stärker beansprucht als Angestellte in der Privatwirtschaft. Das zeigt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz. Besonders betroffen sind der Gesundheitssektor, Schulen und allgemeine Verwaltungen.

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Viele sind nach der Arbeit zu erschöpft für Privatleben oder Familie. Die permanente Reaktion auf Krisen – von Pandemien bis zu geopolitischen Spannungen – zehrt an den Kräften. Die Frage ist: Wie kann die Verwaltung handlungsfähig bleiben?

Die Verwaltung muss als Ganzes resilienter werden

Die Lösung liegt nicht nur bei den Mitarbeitern. The Organisation itself must be more crisis-proof. Ein Trendreport von Prognos und dem Behörden Spiegel nennt konkrete Handlungsfelder:

  • Agile Strukturen: Flexible Führung und Arbeitsweisen etablieren.
  • Krisenübungen: Regelmäßige Simulationen für den Ernstfall.
  • Digitale Prozesse: Vorhaben wie die E-Akte sichern dezentrales Arbeiten.
  • Neue Kommunikation: Der informelle Austausch im Homeoffice muss ersetzt werden.

Eine resiliente Verwaltung erkennt Risiken früh, baut robuste Strukturen auf und passt Prozesse an. Auch Kommunen setzen auf flexiblere Organisationsformen und bessere regionale Zusammenarbeit.

So stärken sich Mitarbeiter im Alltag

Neben strukturellen Veränderungen helfen konkrete Techniken. Die Führungskultur spielt eine Schlüsselrolle. Authentische Wertschätzung durch Vorgesetzte wirkt entlastend. Weitere bewährte Methoden sind:

  • Stressbewältigung: Schulungen zu Achtsamkeit und Zeitmanagement.
  • Sozialer Rückhalt: Kollegiale Netzwerke und Peer-Support.
  • Work-Life-Trennung: Flexible Modelle und die Förderung des „Abschaltens“.
  • Ressourcen aktivieren: Stärken der Mitarbeiter gezielt fördern.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) bietet Leitfäden, um psychische Gesundheit im Arbeitsalltag zu verankern.

Vom Effizienz- zum Gesundheitsfokus

Die Debatte markiert einen Paradigmenwechsel. Lange dominierte die reine Funktionalität. Jetzt zeigt sich: Die psychische Gesundheit der Mitarbeiter ist die Grundlage eines handlungsfähigen Staates. Die Bundesregierung hat mit ihrer Resilienz-Strategie einen Rahmen geschaffen. Diesen gilt es nun auf die internen Verwaltungsstrukturen zu übertragen.

Die Aufgabe bleibt langfristig. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel erfordern eine nachhaltige Personalstrategie. Zukünftige Krisen werden die Anpassungsfähigkeit weiter testen. Entscheidend wird sein, Resilienz von der Rekrutierung bis zum Gesundheitsmanagement zu integrieren – und psychische Belastungen endlich zu enttabuisieren.

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