OC Oerlikon, CH0000816824

OC Oerlikon Corporation AG-Aktie (CH0000816824): Kurs unter Druck nach Transformationsfortschritten

19.05.2026 - 23:35:49 | ad-hoc-news.de

Die OC Oerlikon Corporation AG meldet Fortschritte bei der Fokussierung auf Oberflächentechnologien, doch die Aktie bleibt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch. Was steckt hinter der aktuellen Kursentwicklung und wie ordnet sich der Wandel ein?

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Die OC Oerlikon Corporation AG befindet sich mitten in einer strategischen Transformation hin zu einem fokussierten Technologieanbieter, während die Aktie an der Schweizer Börse zuletzt spürbar unter ihrem 52-Wochen-Hoch notierte. Für Anleger stellt sich die Frage, wie die jüngsten Meldungen zum Umbau und die Kursentwicklung zusammenpassen.

Ein aktueller Überblick über den Handel zeigt: Die OC Oerlikon-Aktie wurde am 19.05.2026 im SIX-Handel im Bereich von etwa 3,55 bis 3,57 Schweizer Franken gehandelt, was einem Abstand von rund 19 bis 21 Prozent zum 52-Wochen-Hoch entspricht, wie Kursdaten von finanzen.ch und der Plattform Finanz und Wirtschaft nahelegen (finanzen.ch Stand 19.05.2026, Finanz und Wirtschaft Stand 19.05.2026). Damit bleibt das Papier im laufenden Jahr volatil, reagiert aber zugleich sensibel auf Nachrichten zur strategischen Ausrichtung.

Stand: 19.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: OC Oerlikon
  • Sektor/Branche: Industrie, Maschinenbau, Oberflächentechnologie
  • Sitz/Land: Pfäffikon, Schweiz
  • Kernmärkte: Europa, Nordamerika, Asien mit Fokus auf Automobilindustrie, Luftfahrt, Energie und Werkzeugbau
  • Wichtige Umsatztreiber: Beschichtungsservices, Materialien und Anlagen für Oberflächentechnologie
  • Heimatbörse/Handelsplatz: SIX Swiss Exchange (Ticker OERL)
  • Handelswährung: Schweizer Franken (CHF)

OC Oerlikon Corporation AG: Kerngeschäftsmodell

OC Oerlikon ist ein Schweizer Industriekonzern mit Schwerpunkt auf Oberflächentechnologien und fortschrittlichen Werkstofflösungen. Das Unternehmen entwickelte sich aus einem breit aufgestellten Industrieverbund hin zu einem stärker fokussierten Anbieter, der Beschichtungslösungen, Materialien und zugehörige Anlagen für industrielle Kunden bereitstellt. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Bauteilen durch innovative Oberflächenbehandlung zu verbessern.

Zu den wesentlichen Aktivitäten zählen die Entwicklung und der Betrieb von Beschichtungszentren, in denen Komponenten aus Branchen wie Automobil, Luftfahrt, Energie und Maschinenbau veredelt werden. Kunden lassen etwa Motorenteile, Turbinenkomponenten oder Werkzeuge mit speziellen Schichten versehen, um Verschleiß, Reibung oder Korrosion zu verringern. OC Oerlikon kombiniert dabei eigene Werkstoffe, zum Beispiel Hartmetalle oder Hochleistungskeramiken, mit Verfahren wie physikalischer Gasphasenabscheidung, thermischem Spritzen oder anderen Oberflächentechnologien.

Ein weiterer Kernbereich ist die Entwicklung und der Verkauf von Materialien, Pulver und Verbrauchsstoffen, die in Beschichtungsprozessen oder im 3D-Druck eingesetzt werden. Das Unternehmen liefert nicht nur die Enddienstleistung, sondern auch das technologische Ökosystem aus Anlagen, Materialien und Prozess-Know-how. Damit positioniert sich OC Oerlikon als Partner, der seinen Kunden hilft, Bauteile leistungsfähiger und ressourceneffizienter zu machen, was in vielen Industrien zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden ist.

Historisch war OC Oerlikon in mehreren Sparten tätig, darunter auch Textilmaschinen. In den vergangenen Jahren wurden jedoch zahlreiche Portfolioanpassungen vorgenommen, um die Gruppe auf weniger, dafür profitablere Geschäftsfelder auszurichten. Der Fokus liegt heute stärker auf Oberflächentechnik und Hightech-Materialien, die Wachstumsfelder in Bereichen wie E-Mobilität, Effizienzsteigerung in Verbrennungsmotoren, Luftfahrtanwendungen oder Energieanlagen adressieren.

Das Kerngeschäftsmodell ist stark serviceorientiert: Ein bedeutender Teil des Umsatzes entsteht wiederkehrend durch Beschichtungsservices in regionalen Zentren nahe beim Kunden. Diese Nähe reduziert Lieferzeiten und erlaubt spezifische Lösungen für lokale Industrien. Ergänzend dazu sorgen langfristige Wartungs- und Serviceverträge für eine stabilere Umsatzbasis über Konjunkturzyklen hinweg.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von OC Oerlikon Corporation AG

Die wesentlichen Umsatztreiber von OC Oerlikon sind die industriellen Beschichtungsservices sowie Materialien und Anlagen im Bereich Oberflächentechnologie. In den Beschichtungszentren werden unter anderem Hartstoffschichten auf Werkzeuge und Maschinenteile aufgebracht, die den Verschleiß im industriellen Einsatz deutlich reduzieren sollen. Je höher die Anforderungen bei Temperatur, Reibung oder mechanischer Belastung, desto wichtiger werden solche Lösungen.

Ein zentraler Produkttreiber ist die Nachfrage aus der Automobilindustrie, etwa für Antriebsstrangkomponenten, Getriebeteile oder Einspritzsysteme. Auch mit dem zunehmenden Anteil elektrischer Antriebe bleibt der Bedarf an verschleißarmen Oberflächen bestehen, etwa in Getrieben, E-Motoren oder Thermomanagementsystemen. Für OC Oerlikon bedeutet dies, dass das Unternehmen seine Technologien laufend an neue Materialkombinationen und Einsatzbedingungen anpassen muss, um gegenüber Wettbewerbern attraktiv zu bleiben.

Darüber hinaus spielen Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt eine wichtige Rolle. Hier geht es um hochbelastete Komponenten wie Turbinenschaufeln oder Strukturbauteile, bei denen Beschichtungen zur Temperaturbeständigkeit, Korrosionsresistenz oder Reibungsoptimierung beitragen. Ähnliche Anforderungen findet man in der Energieerzeugung, etwa in Gas- und Dampfturbinen oder in Komponenten von Windkraftanlagen. OC Oerlikon adressiert diese Märkte mit spezifischen Materiallösungen und hochgradig qualifizierten Beschichtungsprozessen.

Im Bereich Materialien und Pulver profitiert OC Oerlikon vom Trend zu additiven Fertigungsverfahren. Metallpulver für 3D-Druckverfahren eröffnen Kunden die Möglichkeit, komplexe Geometrien zu realisieren, die mit konventionellen Verfahren schwer herzustellen wären. Diese Pulver erfordern strenge Qualitätsstandards und konsistente Eigenschaften, damit sie in sicherheitskritischen Anwendungen wie Luftfahrt oder Medizintechnik eingesetzt werden können. OC Oerlikon investiert in die Weiterentwicklung solcher Pulver und in das dazugehörige Anwendungswissen.

Ein weiterer Umsatztreiber sind die Anlagen und Systeme, die für Beschichtungsprozesse benötigt werden. Dazu zählen zum Beispiel thermische Spritzanlagen oder PVD-Beschichtungsanlagen. OC Oerlikon liefert nicht nur das Equipment, sondern häufig auch Prozessrezepte sowie Schulungen für das Bedienpersonal. Kunden haben somit die Wahl, entweder den Service direkt bei OC Oerlikon zu beziehen oder mit eigener Anlage und Know-how zu arbeiten, was die Rolle des Unternehmens als Technologiepartner stärkt.

Regional betrachtet stammen die Erlöse aus einem diversifizierten Mix von Europa, Nordamerika und Asien. In Asien treiben insbesondere die Automobil- und Maschinenbauindustrie in China und anderen Industrieländern die Nachfrage nach Beschichtungslösungen. In Europa und Nordamerika bilden etablierte Industriekunden und Hightech-Branchen, etwa Luftfahrt und Spezialmaschinenbau, wichtige Umsatzpfeiler. Für OC Oerlikon reduziert diese regionale Diversifikation die Abhängigkeit von einzelnen Märkten, führt aber auch dazu, dass das Unternehmen unterschiedliche Konjunkturphasen und Regulierungsumfelder gleichzeitig managen muss.

Aktuelle Kursentwicklung und Markteinordnung der OC Oerlikon Corporation AG-Aktie

Die Aktie von OC Oerlikon zeigte in den vergangenen Wochen eine schwankungsreiche Entwicklung. Am 19.05.2026 wurde das Papier auf der SIX Swiss Exchange im Bereich um 3,55 bis 3,57 Schweizer Franken gehandelt, wie Kursüberblicke von finanzen.ch und Finanz und Wirtschaft ausweisen (finanzen.ch Stand 19.05.2026, Finanz und Wirtschaft Stand 19.05.2026). Dabei schwankte die Intraday-Performance laut finanzen.ch am selben Tag zwischen leichtem Minus und einem etwas festeren Niveau im Vormittagshandel.

Besonders ins Auge fällt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch. Nach Angaben von finanzen.ch lag der Kurs der OC Oerlikon-Aktie in der Berichterstattung am 19.05.2026 rund 19 bis 21 Prozent unter diesem Hochpunkt, während der Tiefstand im September 2025 bei etwa 2,61 Schweizer Franken verortet wurde (finanzen.ch Stand 19.05.2026). Damit hat die Aktie zwar deutlichen Boden gegenüber früheren Tiefs gutgemacht, ist aber noch ein Stück von früheren Niveaus entfernt.

Für Anleger ist diese Konstellation insofern bemerkenswert, als OC Oerlikon parallel Fortschritte bei der strategischen Fokussierung kommuniziert. Eine englischsprachige Meldung, die über Ad-hoc-News verbreitet wurde, verweist darauf, dass der Konzern Fortschritte bei der Transformation hin zu einem reinen Oberflächentechnologieanbieter meldete und dabei insbesondere auf Auftragseingangstrends hinwies (Ad-hoc-news.de Stand 19.05.2026). Gleichzeitig wurden in dieser Meldung Kursverluste auf der SIX vermerkt, was darauf hindeutet, dass der Markt die gemeldeten Fortschritte mit gemischten Erwartungen verknüpft.

Die aktuelle Bewertung reflektiert damit sowohl die Hoffnungen auf eine profitablere, fokussierte Oerlikon als auch die Risiken, die mit solchen Transformationen traditionell einhergehen. In der Vergangenheit reagierten Investoren häufig sensibel auf Nachrichten zu Auftragseingang, Margenentwicklung und möglichen strukturellen Anpassungen. Daher sind bereits kleinere Abweichungen von Markterwartungen oder Hinweise auf belastende Faktoren wie schwächere Endmärkte in der Regel deutlich im Kursbild erkennbar.

Im Schweizer Marktumfeld gehört OC Oerlikon zu den Industrie- und Technologiewerten mit internationaler Ausrichtung. Die Aktie konkurriert um Anlegeraufmerksamkeit unter anderem mit größeren, breit diversifizierten Maschinen- und Industriekonzernen sowie spezialisierten Technologieunternehmen. Für institutionelle Investoren spielt dabei nicht nur der absolute Kursverlauf eine Rolle, sondern auch Faktoren wie Liquidität, Dividendenhistorie, Verschuldungsgrad und Transparenz der Berichterstattung.

Strategische Transformation: Vom Mischkonzern zum fokussierten Technologieanbieter

Die laufende Transformation von OC Oerlikon ist ein wichtiger Hintergrund für die Bewertung der Aktie. In den vergangenen Jahren hat das Management wiederholt betont, dass die Gruppe stärker auf Technologien und Services rund um Oberflächen und Werkstoffe konzentriert werden soll. Teile des historischen Portfolios, etwa Textilmaschinen, wurden reduziert oder verkauft, um Kapital freizusetzen und die Komplexität zu verringern. Der Fokus liegt nun auf profitableren, technologiegetriebenen Sparten.

Die in der Ad-hoc-News referenzierte Meldung hebt hervor, dass Oerlikon Fortschritte bei der Umsetzung dieser Strategie sieht, insbesondere im Hinblick auf die Formung eines reinen Technologieunternehmens mit Schwerpunkt Oberflächentechnik. Dabei spielt der Auftragseingang eine zentrale Rolle, da er ein Frühindikator für die künftige Umsatzentwicklung ist. Positiv interpretierte Trends im Auftragseingang können im Verlauf des Jahres auf die Umsatz- und Ergebniszahlen durchschlagen, während Rückgänge oder Verzögerungen die Visibilität mindern.

Für die Beurteilung der Transformation ist auch relevant, inwieweit Oerlikon seine internen Strukturen anpasst. Traditionell erfordern Fokussierungsprozesse Effizienzsteigerungen, Anpassungen in der Organisation und oftmals auch Standort- oder Portfolioentscheidungen. Der Konzern betreibt weltweit zahlreiche Produktions- und Servicezentren, etwa im Bereich Reibungs- und Beschichtungssysteme, wie Unternehmensinformationen zu Standorten nahelegen (Oerlikon Website Stand 18.05.2026). Die Optimierung dieser Strukturen ist eine komplexe Managementaufgabe.

Anleger beobachten bei solchen Transformationen typischerweise, ob es dem Unternehmen gelingt, Wachstumsbereiche ausreichend zu stärken, während gleichzeitig weniger profitable Aktivitäten geordnet zurückgefahren werden. Entscheidend sind hierbei nicht nur die absoluten Zahlen, sondern auch deren Qualität, etwa der Anteil wiederkehrender Services, die Stabilität von Margen oder die Fähigkeit, Preiserhöhungen im Markt durchzusetzen.

Relevanz der OC Oerlikon Corporation AG für deutsche Anleger

Für Anleger in Deutschland ist OC Oerlikon aus mehreren Gründen relevant. Zum einen agiert das Unternehmen mit seinen Oberflächentechnologien in Branchen, die eng mit der deutschen Industrie verflochten sind, insbesondere mit der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Viele deutsche Unternehmen nutzen Beschichtungslösungen, Materialien oder Anlagen, die von Oerlikon oder seinen Wettbewerbern bereitgestellt werden, um Bauteile leistungsfähiger und langlebiger zu machen.

Zum anderen wird die Aktie zwar primär an der Schweizer Börse gehandelt, ist aber auch für deutsche Privatanleger über außerbörsliche Plattformen und in der Regel über Xetra-nahen Handel oder alternative Handelsplätze zugänglich. Zahlreiche deutsche Onlinebroker führen OC Oerlikon im Angebot, was den Zugang zu dem Wertpapier erleichtert. Zudem wird der Titel in deutschsprachigen Finanzmedien mit Kursberichten und Unternehmensmeldungen regelmäßig erwähnt, wie die wiederholte Berichterstattung von finanzen.ch, finanzen.net oder anderen Portalen zeigt.

Ein weiterer Aspekt ist der Bezug zur Transformation der europäischen Industrie. Oberflächentechnologien spielen eine wichtige Rolle bei der Effizienzsteigerung von Motoren, der Reduktion von Emissionen, der Leistungsfähigkeit von Turbinen und der Lebensdauer von Werkzeugen. Damit ist OC Oerlikon indirekt auch Teil des Trends zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Industrie, einem Themenfeld, das bei vielen deutschen Investoren zunehmend Beachtung findet.

Schließlich bietet der Blick auf einen Schweizer Industriewert auch eine Möglichkeit zur Diversifikation über den deutschen Markt hinaus. Aus Währungssicht bedeutet ein Engagement in OC Oerlikon für deutsche Anleger eine Exponierung zum Schweizer Franken, der in der Vergangenheit oft als relativ stabile Währung galt. Allerdings kann Währungsvolatilität sowohl Chancen als auch Risiken für die Rendite in Euro bringen.

Branchentrends und Wettbewerbsumfeld im Bereich Oberflächentechnologie

Der Markt für Oberflächentechnologien ist stark von technologischen Entwicklungen und branchenspezifischen Anforderungen geprägt. In der Automobilindustrie etwa steigt der Bedarf an reibungsarmen, verschleißbeständigen Komponenten, um Wirkungsgrade zu verbessern, Reichweiten zu erhöhen oder die Robustheit von Antriebssträngen sicherzustellen. Gleichzeitig sorgen strengere Emissionsvorschriften in zahlreichen Märkten dafür, dass Leichtbau- und Effizienzkonzepte wichtiger werden, was wiederum neue Materialkombinationen und spezielle Oberflächenlösungen erfordert.

In der Luftfahrt sind Oberflächenlösungen besonders dort gefragt, wo Bauteile extremen Temperaturen, hohen Geschwindigkeiten oder Korrosionsumgebungen ausgesetzt sind. Schutzschichten für Turbinenschaufeln, Hitzeschutzsysteme und verschleißarme Lagerflächen sind typische Einsatzfelder. Hier konkurriert Oerlikon mit anderen internationalen Technologieanbietern, die ebenfalls auf thermische Spritzverfahren, PVD- oder CVD-Technologien und Spezialmaterialien setzen. Wettbewerbsfähigkeit in diesem Segment erfordert kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie enge Zusammenarbeit mit Kunden.

Ein dynamischer Teilmarkt ist die additive Fertigung, insbesondere der metallische 3D-Druck. Hier werden hochwertige Metallpulver benötigt, die in Laser- oder Elektronenstrahlprozessen eingesetzt werden. OC Oerlikon ist in diesem Bereich als Anbieter von Pulvern und Technologiepartner aktiv und versucht, von der zunehmenden Verbreitung additiver Fertigungsprozesse zu profitieren. Branchenstudien deuten seit mehreren Jahren auf ein anhaltendes Wachstum in diesem Segment hin, wobei genaue Prognosen stark vom Tempo der Industrialisierung und von Regulierungsfragen in sicherheitskritischen Anwendungen abhängen.

Auf der Nachfrageseite wirken zudem Makrofaktoren wie die konjunkturelle Entwicklung in wichtigen Endmärkten, Investitionsneigung von Industriekunden und der Trend zur Dekarbonisierung. In Abschwungphasen können Kunden Investitionen in neue Beschichtungsanlagen oder Erweiterungen von Servicekapazitäten zurückstellen, während der Bedarf an Instandhaltungs- und Effizienzmaßnahmen häufig stabiler bleibt. Für Unternehmen wie OC Oerlikon bedeutet dies, dass eine ausgewogene Mischung aus Investitionsgütergeschäft und wiederkehrenden Serviceumsätzen wichtig ist, um Zyklen abzufedern.

Insgesamt bewegt sich OC Oerlikon in einem Umfeld, das von technologischer Differenzierung, langfristigen Kundenbeziehungen und hohen Qualitätsanforderungen geprägt ist. Dies eröffnet Chancen auf margenstärkere Aktivitäten, setzt das Unternehmen aber zugleich einem intensiven Innovationsdruck aus. Die Fähigkeit, neue Anwendungen und Materiallösungen schneller als Wettbewerber in den Markt zu bringen, ist daher ein wesentlicher Faktor für die längerfristige Entwicklung.

Risiken und offene Fragen rund um die OC Oerlikon Corporation AG-Aktie

Wie bei vielen Industrie- und Technologieunternehmen gibt es auch bei OC Oerlikon eine Reihe von Risiken und offenen Fragen, die Anleger im Blick behalten. Ein zentrales Risiko liegt in der konjunkturellen Abhängigkeit vieler Endmärkte. Insbesondere die Automobil- und Maschinenbauindustrie sind zyklische Branchen, in denen Investitionsentscheidungen stark von der wirtschaftlichen Gesamtlage abhängen. Eine deutliche Abkühlung der globalen Industrieproduktion könnte sich negativ auf Auftragseingang und Auslastung der Beschichtungszentren auswirken.

Zudem ist die laufende Transformation hin zu einem fokussierten Oberflächentechnologiespezialisten mit Umsetzungsschwierigkeiten verbunden. Portfolioanpassungen, Standortentscheidungen oder Effizienzprogramme können kurzfristig Kosten verursachen, bevor angestrebte Einsparungen oder Wachstumsimpulse wirksam werden. Wenn geplante Maßnahmen langsamer umgesetzt werden oder Synergien hinter Erwartungen zurückbleiben, könnte dies die Profitabilität belasten und die Geduld des Kapitalmarkts auf die Probe stellen.

Ein weiteres Risiko besteht im technischen und regulatorischen Umfeld. Neue Normen, Zulassungsverfahren oder Sicherheitsanforderungen, etwa in der Luftfahrt oder Medizintechnik, können zusätzliche Prüf- und Zertifizierungsaufwände verursachen. Gleichzeitig sind viele Produkte und Services von OC Oerlikon technologisch anspruchsvoll, was den Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal, Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in Fertigungs- und Beschichtungsanlagen erhöht.

Auch Währungs- und Zinsentwicklungen spielen eine Rolle. Als in der Schweiz ansässiger Konzern erzielt Oerlikon Umsätze in verschiedenen Währungen, während Abschluss und Berichterstattung in Schweizer Franken erfolgen. Wechselkursschwankungen können daher sowohl Umsatz als auch Ergebnis beeinflussen. Für Anleger aus dem Euroraum kommen zudem Wertänderungen des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro hinzu, die die in Heimatwährung betrachtete Rendite erhöhen oder mindern können.

Auf Ebene der Aktie selbst sind Liquidität, Free Float und Aktionärsstruktur wichtige Faktoren. Eine geringere Handelstiefe im Vergleich zu sehr großen Blue Chips kann in turbulenten Marktphasen zu stärkeren Ausschlägen führen. Zudem richten institutionelle Investoren ihre Engagements teilweise nach Indexzugehörigkeit und ESG-Ratings aus, sodass Veränderungen in diesen Bereichen die Nachfrage nach der Aktie beeinflussen können.

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Fazit

Die OC Oerlikon Corporation AG befindet sich in einer Phase des strategischen Umbaus, in der das Unternehmen seinen Fokus auf Oberflächentechnologien und hochwertige Werkstofflösungen schärft. Die Aktie handelt derzeitig spürbar unter ihrem 52-Wochen-Hoch, nachdem sie im Jahr 2025 Tiefstände deutlich unterhalb der aktuellen Kurse gesehen hatte. Kursreaktionen auf Meldungen zu Auftragseingang und Transformation verdeutlichen, wie aufmerksam der Markt die Fortschritte bei der Neuausrichtung verfolgt.

Für deutsche Anleger ist OC Oerlikon sowohl wegen der engen Industrieverflechtungen mit der deutschen Wirtschaft als auch als Diversifikationsbaustein im Schweizer Franken interessant. Gleichzeitig sollten Risiken wie Konjunkturabhängigkeit, Umsetzungsrisiken der Transformation, technologischer Wettbewerb und Währungseinflüsse bei der individuellen Einschätzung berücksichtigt werden. Wie sich die Aktie weiter entwickelt, hängt wesentlich davon ab, ob es Oerlikon gelingt, seine Technologieposition in wachsenden Märkten auszubauen und die angestrebte Fokussierung mit nachhaltiger Profitabilität zu unterlegen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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