Oatly, Q1-Umsatz

Oatly: Q1-Umsatz steigt 15 Prozent auf 228 Millionen

04.06.2026 - 17:56:28 | boerse-global.de

Oatly-Aktie erholt sich nach Kurseinbruch. Operative Fortschritte in Europa und USA stehen dem schwächelnden China-Geschäft gegenüber.

Oatly Aktie erholt sich: Hoffnung trotz China-Krise
Oatly - Ein Karton Oatly Hafermilch steht auf einer modernen Küchentheke, im Hintergrund eine unscharfe Cafékulisse. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nach einer brutalen Handelswoche melden sich die Käufer bei Oatly zurück. Der schwedische Hafermilch-Produzent erholt sich von seinem jüngsten Absturz. Im Hintergrund tickt derweil die Uhr für das wichtigste ungelöste Problem des Konzerns: das schwächelnde China-Geschäft.

Am Donnerstag klettert das Papier um knapp fünf Prozent auf 7,74 Euro. Die Erholung folgt auf einen massiven Ausverkauf, der den Kurs erst am Dienstag auf ein 52-Wochen-Tief drückte. Auf Wochensicht steht immer noch ein Minus von zehn Prozent auf der Anzeigetafel.

Mit einer annualisierten Volatilität von über 74 Prozent bleibt der Titel ein hochgradig nervöses Asset. Das überrascht kaum, denn die fundamentale Lage ist zweigespalten.

Operativer Turnaround nimmt Form an

Das europäische und amerikanische Kerngeschäft liefert durchaus Argumente für Optimisten. Im ersten Quartal 2026 stieg der globale Umsatz um gut 15 Prozent auf 228,3 Millionen US-Dollar. Besonders Europa glänzte mit kräftigen Zuwächsen.

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Auch die Profitabilität verbessert sich spürbar. Das bereinigte EBITDA drehte mit fünf Millionen US-Dollar ins Plus, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust verbucht wurde. Der freie Cashflow bleibt zwar negativ, der Abfluss hat sich jedoch fast halbiert.

Das China-Dilemma

Ein massiver Bremsklotz bleibt die Region Greater China. Hier fielen die Volumina im ersten Quartal um fast neun Prozent, das operative Ergebnis rutschte wieder in die roten Zahlen. Oatly prüft daher alle strategischen Optionen.

Ein möglicher Verkauf oder die Ausgliederung der Sparte stehen im Raum. Der Vorstand will die Überprüfung noch im Jahr 2026 abschließen. Bis dahin versucht das Unternehmen, mit neuen Produkten wie Kurkuma-Latte und ballaststoffreicher Hafermilch zumindest die Marktanteile zu stabilisieren.

Analysten sehen massives Potenzial

Trotz der Unsicherheiten in Asien hält das Management an der Jahresprognose fest. Der Umsatz soll währungsbereinigt um drei bis fünf Prozent wachsen.

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Analysten zeigen sich extrem bullisch. Die sechs von S&P Global befragten Experten raten einhellig zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 17,75 US-Dollar. Die enorme Spanne der Schätzungen, die bis zu 29 US-Dollar reicht, spiegelt jedoch die binäre Natur der anstehenden China-Entscheidung wider.

Die endgültige Entscheidung über das asiatische Sorgenkind bildet nun den zentralen Katalysator für die Aktie. Ein Beschluss wird noch vor Jahresende erwartet. Trennt sich Oatly tatsächlich von der verlustreichen Sparte, macht das den Weg für eine Neubewertung des profitablen europäischen Kerngeschäfts frei.

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