NYU-Studie findet Gehirnveränderungen bei Long-COVID
14.02.2026 - 14:00:20Eine neue Studie zeigt physische Veränderungen im Gehirn von Long-COVID-Patienten. Gleichzeitig meldet das RKI den Höhepunkt einer massiven Grippewelle mit bis zu 7,5 Millionen Atemwegserkrankungen in Deutschland.
Long-COVID hinterlässt Spuren im Gehirn
Forscher der NYU Langone Health entdeckten eine organische Ursache für den berüchtigten „Gehirnnebel“. Bei Betroffenen ist der Plexus choroideus – eine für die Hirnflüssigkeit zuständige Struktur – um etwa zehn Prozent vergrößert. Diese Veränderung korreliert mit kognitivem Abbau und Alzheimer-typischen Blutmarkern.
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„Die entzündlichen Veränderungen könnten ein Frühwarnsystem sein“, sagt Yulin Ge von der NYU. Die Studie liefert erstmals handfeste Belege dafür, dass die oft belächelten Symptome eine echte physische Grundlage haben.
Grippewelle bringt Praxen an ihre Grenzen
Während die Langzeitfolgen erforscht werden, kämpft das Gesundheitssystem mit der Gegenwart. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet aktuell bis zu 7,5 Millionen akute Atemwegserkrankungen. Das Niveau ist für die Jahreszeit üblich, aber hoch.
- Dominierender Erreger: Influenza-A-Viren
- Folgeprobleme: RSV-Infektionen und volle Hausarztpraxen
- Aktuelle Rolle von COVID-19: vergleichsweise gering
Experten wie Mathias Pletz aus Jena warnen: Besonders Vorerkrankte benötigen weiterhin intensive medizinische Betreuung.
Kaffee als möglicher Schutz fürs Gehirn?
In der Präventionsforschung gibt es eine positive Nachricht. Eine großangelegte Studie im JAMA legt nahe: Moderater Kaffeekonsum könnte das Demenzrisiko senken.
Die Analyse von über 130.000 Menschen zeigt: Zwei bis drei Tassen täglich waren mit dem niedrigsten Risiko verbunden. Die Forscher warnen aber vor übermäßigem Konsum – der positive Effekt flacht dann ab.
Warnung vor abruptem Absetzen von Antidepressiva
Eine Untersuchung im Pharmaceutical Journal beleuchtet ein kritisches Thema: Schwangere, die ihre Antidepressiva abrupt absetzen, haben ein fast doppelt so hohes Risiko für psychische Notfälle. Fachleute betonen, dass jede Therapieentscheidung eine individuelle Abwägung bleiben muss.
Warken kündigt Krisen-Gesetz an
Auf die doppelte Herausforderung aus akuter Welle und Langzeitfolgen reagiert nun die Politik. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte an, bis Sommer einen Gesetzentwurf für die medizinische Versorgung in Krisenfällen vorzulegen.
Ziel ist es, klare Zuständigkeiten und Kommunikationswege zu schaffen, um das System widerstandsfähiger zu machen. Epidemiologen rechnen derweil mit einem allmählichen Abflauen der Grippewelle – raten aber weiter zu Vorsicht.
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