NVIDIA, Addverb

NVIDIA und Addverb ebnen Weg für physische KI in der Industrie

19.02.2026 - 18:01:11 | boerse-global.de

Der Robotikspezialist Addverb nutzt NVIDIAs KI- und Simulationstechnologien, um die Entwicklung von Industrierobotern zu beschleunigen und auf virtuelle Tests zu setzen.

NVIDIAs Strategie für physische KI gewinnt mit Partner Addverb an Fahrt. Der weltweit agierende Robotik- und Automatisierungsspezialist integriert NVIDIAs KI- und Simulationstechnologien, um die Entwicklung von Industrierobotern zu beschleunigen. Diese Partnerschaft markiert einen entscheidenden Schritt für KI, die physische Umgebungen verstehen und mit ihnen interagieren kann.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, den gesamten Entwicklungszyklus für Addverbs Roboterflotte zu verbessern. Dazu gehören der vierbeinige Trakr-Roboter und die mobile humanoide Plattform Elixis-W. Die Industrie vollzieht damit einen Wendepunkt: weg von reinem Realwelt-Testing hin zu einem effizienteren, skalierbaren „Simulation-First“-Ansatz. Komplexe KI-Systeme werden zunehmend in virtuellen Welten trainiert, bevor sie physisch zum Einsatz kommen – das spart Zeit und Kosten.

Digitale Zwillinge als Trainingsgrundlage

Kern der neuen Arbeitsweise sind hochpräzise digitale Zwillinge von Lagerhallen und Industrieanlagen. Addverb nutzt dafür die NVIDIA Omniverse-Bibliotheken und die Cosmos World Foundation Models. Diese virtuellen Umgebungen sind physikalisch akkurat und generieren riesige Mengen synthetischer Daten zum Training der Roboter.

Ingenieure können so unzählige realistische Szenarien simulieren. Potenzielle Designfehler oder Betriebsprobleme werden erkannt, lange bevor ein physischer Prototyp gebaut wird. Die Cosmos-Plattform liefert die generativen Modelle für diese physischen KI-Systeme. Sie erzeugen steuerbare, fotorealistische und physikbasierte synthetische Daten – die Grundlage, um Roboter sicher und effizient in dynamischen Umgebungen agieren zu lassen.

Vom Verstehen zum Handeln: Die „Cosmos Policy“

NVIDIAs Strategie bietet offene, anpassbare Modelle, mit denen Entwickler die ressourcenintensive Vor-Trainingsphase umgehen können. Ein zentrales Element ist die im Januar 2026 vorgestellte NVIDIA Cosmos Policy. Dieses einheitliche Modell übersetzt das Verständnis der Foundation-Modelle in entschlossenes Handeln.

Ein einziges Diffusionsmodell ermöglicht es der KI so zu sehen, sich vorzustellen und zu entscheiden. Der integrierte Ansatz erlaubt sowohl eine direkte, visuell gesteuerte Kontrolle als auch eine fortschrittliche, modellbasierte Planung. Die KI simuliert und bewertet potenzielle Aktionen, bevor sie sie ausführt.

Der „ChatGPT-Moment für die Robotik“?

NVIDIAs Führungskräfte bezeichnen fortschrittliche Modelle für physische KI als den „ChatGPT-Moment für die Robotik“. Die Ankündigung mit Addverb untermauert diese Vision. So wie große Sprachmodelle die Textverarbeitung revolutionierten, könnten World-Foundation-Modelne das Lernen von Maschinen in der physischen Welt grundlegend verändern.

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Die neue EU-KI-Verordnung betrifft jetzt auch Anbieter und Entwickler von physischen KI‑Systemen — von synthetischen Trainingsdaten bis zur Risikoklassifizierung. Wer Roboter, digitale Zwillinge oder World‑Foundation‑Modelle einsetzt, muss Kennzeichnungspflichten, Dokumentation und Compliance-Anforderungen verstehen. Ein kostenloses E‑Book erklärt kompakt, welche Pflichten gelten und wie Sie Ihr System richtig klassifizieren und dokumentieren. Kostenlosen Leitfaden zur EU-KI-Verordnung herunterladen

Die Fähigkeit, massive synthetische Datensätze zu generieren, gilt als Schlüssel für vielseitigere Roboter, die neue Aufgaben schnell erlernen. Neben Addverb zählen namhafte Unternehmen wie Figure AI, Agility Robotics und Uber zu den frühen Nutzern der Cosmos-Plattform. Das breite Interesse zeigt: Die Beherrschung von Simulation und Weltmodellierung wird zum Wettbewerbsvorteil im Feld der physischen KI.

Beschleunigte Entwicklung und breitere Partnerschaften

Für Addverb soll die Integration die Designphase verkürzen und die Zuverlässigkeit der Roboter steigern. Das Unternehmen setzt zudem auf das Open-Source-Framework NVIDIA Isaac Lab, um gelernte Fähigkeiten besser von der Simulation in die reale Welt zu übertragen.

NVIDIAs Fokus liegt künftig darauf, das Partnernetzwerk der Cosmos-Plattform auszubauen. Jede neue Zusammenarbeit validiert den Nutzen und liefert Daten zur Verfeinerung der Modelle. Mit der weiteren Verbreitung von „Simulation-First“-Workflows dürften sich Fähigkeiten und Einsatz autonomer Systeme in Fertigung, Logistik und Gesundheitswesen deutlich beschleunigen.

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