NVIDIA, KI-Vormacht

NVIDIA sichert sich mit 20-Milliarden-Deal KI-Vormacht

18.03.2026 - 06:19:56 | boerse-global.de

NVIDIA sichert sich mit einer milliardenschweren Lizenz- und Talentübernahme die Technologie des KI-Chip-Herausforderers Groq, um seine Plattform für ultraschnelle KI-Inferenz zu vervollständigen.

NVIDIA sichert sich mit 20-Milliarden-Deal KI-Vormacht - Foto: über boerse-global.de
NVIDIA sichert sich mit 20-Milliarden-Deal KI-Vormacht - Foto: über boerse-global.de

NVIDIA schaltet mit einem milliardenschweren Deal den aufstrebenden KI-Chip-Konkurrenten Groq aus und rüstet sich für die nächste Phase des KI-Booms. Das Unternehmen zahlt bis zu 20 Milliarden Euro für Technologie und Talente.

Der Deal aus dem vierten Quartal 2025 war kein klassischer Kauf, sondern eine strategische „Acquihire“-Transaktion. NVIDIA erwirbt eine permanente Lizenz für das gesamte geistige Eigentum von Groq und übernimmt Gründer Jonathan Ross samt Kernteam. Das Start-up bleibt als Cloud-Anbieter eigenständig. Für NVIDIA geht es darum, die Lücke bei ultraschneller KI-Inferenz zu schließen – dem Ausführen trainierter Modelle in Echtzeit.

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Hybrid-Architektur: GPU trifft auf Groq-LPU

„Wir vervollständigen damit unsere KI-Plattform“, erklärte NVIDIA-Chef Jensen Huang auf der GTC-Konferenz. Während die neuen „Vera Rubin“-GPUs von NVIDIA für das Training von KI-Modellen optimiert sind, löst die Groq-Technologie einen anderen Flaschenhals: die Speicherbandbreite.

Groqs Language Processing Unit (LPU) setzt auf schnellen On-Chip-Speicher (SRAM) statt externer HBM-Chips. Das ermöglicht vorhersagbare, extrem niedrige Latenz – ideal für Chatbots, Agenten oder Übersetzungen in Echtzeit. In einem kombinierten Rack-System soll die neue „Groq 3 LPXUnits“-Einheit zusammen mit NVIDIA-GPUs bis zu 35-mal mehr Leistung pro Watt liefern als die Vorgänger-Generation.

20 Milliarden als Schutz vor Wettbewerbern

Die Transaktion bewertet Groq mit einem massiven Aufschlag. Noch im September 2025 lag die Bewertung bei rund 6,9 Milliarden Euro. Die ungewöhnliche Struktur als Lizenz- und Talent-Deal könnte auch antimonopolrechtliche Bedenken umgehen.

Für NVIDIA ist es eine präventive Maßnahme. Groq galt als ernstzunehmender Herausforderer im lukrativen Inferenz-Markt. Der Deal verhindert, dass Wettbewerber wie Intel, AMD oder Cloud-Giganten die Schlüsseltechnologie übernehmen. „Das erinnert an die Übernahme von Mellanox 2020“, so ein Beobachter. „Damals sicherte sich NVIDIA die Netzwerktechnik für KI-Cluster. Jetzt holt es sich die Inferenz-Expertise.“

Auslieferung startet noch 2026

NVIDIA treibt die Integration schnell voran. Der erste gemeinsame Chip, die „Groq 3 LPU“, wird bereits bei Samsung gefertigt. Die Auslieferung ist für das drittel Quartal 2026 geplant.

Die Botschaft ist klar: NVIDIA will nicht nur Chips liefern, sondern die gesamte KI-Infrastruktur kontrollieren. Angesichts eines prognostizierten KI-Chip-Markts von einer Billion Euro bis 2027 positioniert sich der Konzern als unangefochtener Full-Stack-Anbieter. Der Groq-Deal festigt diese Dominanz für die kommenden Jahre.

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