NVIDIA, Gaming-Grafikkarten

NVIDIA setzt 2026 komplett auf KI – keine neuen Gaming-Grafikkarten

12.02.2026 - 17:51:12

Aufgrund globaler Speicherknappheit und höherer Profitabilität pausiert NVIDIA 2026 die Einführung neuer Gaming-GPUs und drosselt die Produktion. Die Priorität liegt klar auf KI-Chips.

Erstmals seit 30 Jahren bringt NVIDIA 2026 keine neuen Gaming-Grafikkarten auf den Markt. Grund ist eine globale Speicherknappheit, die den Tech-Riesen zwingt, seine wertvollen Komponenten in die deutlich profitablere KI-Sparte zu lenken. Für Gamer bedeutet das längere Wartezeiten, hohe Preise und eine ungewisse Zukunft.

Ein historischer Bruch mit Tradition

Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära. Seit drei Jahrzehnten hat NVIDIA den Takt für Grafikkarten-Updates vorgegeben – nun fällt 2026 komplett aus. Selbst geplante „Super“-Modelle der aktuellen RTX-50-Serie, intern „Kicker“ genannt, wurden gestoppt. Sie waren bereits designt, doch die explodierenden Kosten und die Knappheit bei Speicherchips machten den Launch unwirtschaftlich. Der Vergleich mit der KI-Sparte fiel eindeutig aus.

KI-Boom verändert NVIDIA fundamental

Hinter der Verschiebung steckt ein fundamentaler Wandel. NVIDIAs Geschäft mit KI-Beschleunigern für Rechenzentren ist zum finanziellen Zugpferd geworden. Im letzten Quartal erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 57 Milliarden US-Dollar – der Großteil davon stammt aus der KI-Sparte. Die Zahlen sind erdrückend: Die operative Marge bei KI-Chips liegt bei etwa 65 Prozent, bei Grafikprodukten inklusive Gaming nur bei rund 40 Prozent.

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Angesichts der knappen Speicherkapazitäten ist die Prioritätensetzung eine reine Geschäftslogik. Die Nachfrage von Tech-Giganten nach KI-Infrastruktur ist unersättlich. Während Gaming NVIDIAs Vergangenheit prägte, ist Künstliche Intelligenz heute unbestritten die Zukunft.

Produktionskürzungen und Domino-Effekt

Die Auswirkungen gehen weit über ausgefallene Neuheiten hinaus. NVIDIA wird die Produktion der aktuellen RTX-50-Modelle im dritten Quartal 2026 um 15 bis 20 Prozent drosseln. Einstiegsmodelle wie die RTX 5060 könnten sogar komplett vom Markt verschwinden. Die Folge: Die ohnehin angespannte Verfügbarkeit wird sich weiter verschärfen, die Preise für bestehende Karten bleiben hoch oder steigen sogar.

Der Domino-Effekt reicht bis in die fernere Zukunft. Die nächste GPU-Generation, die RTX-60-Serie, sollte ursprünglich Ende 2027 in Massenproduktion gehen. Durch die aktuellen Verzögerungen könnte sich dieser Zeitpunkt nun auf 2028 oder später verschieben. Das Innovationstempo für Gaming-Hardware verlangsamt sich damit deutlich.

Was bedeutet das für Gamer und den Markt?

NVIDIAs Strategiewechsel ist ein Wendepunkt für die PC-Branche. Ohne neue Top-Modelle vom Marktführer müssen Gamer länger auf deutliche Leistungssprünge warten. Die Phase hoher Grafikkartenpreise dürfte sich verlängern – eine Belastung für alle, vom Gelegenheits-Builder bis zum Enthusiasten.

Bietet sich nun eine Chance für Wettbewerber wie AMD oder Intel? Theoretisch ja, praktisch kämpfen alle mit den gleichen globalen Lieferengpässen. Die Aussichten für PC-Spieler in diesem Jahr sind damit klar: Stagnation. NVIDIAS Fokus liegt auf der KI-Revolution. Eine finanziell kluge Entscheidung, die die treue Gaming-Community jedoch in beispielloser Ungewissheit zurücklässt.

@ boerse-global.de

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