Nvidia RTX 50-Serie: Grafikkarten werden zum Luxusgut
25.01.2026 - 18:44:12Die begehrten Grafikchips der neuen Generation sind für Gamer kaum noch bezahlbar. Eine fatale Mischung aus globaler Speicherknappheit und der strategischen Ausrichtung auf das KI-Geschäft lässt die Preise explodieren und die Regale leer. Insider berichten von drastischen Produktionskürzungen – die Krise könnte bis Ende 2026 andauern.
Produktion gestoppt, High-End-Modelle unerreichbar
Die Lage ist dramatisch: Nvidia hat die Fertigung populärer Modelle wie der RTX 5060 laut Branchenkreisen praktisch gestoppt. Das Ziel ist klar. Kapazitäten und wertvolle Komponenten wie GDDR7-Speicher werden für die lukrativeren KI-Beschleuniger reserviert. Für Spieleenthusiasten bedeutet das eine bittere Nachricht.
Mehrere Top-Modelle gelten bereits als „unauffindbar“. Die Flaggschiff-RTX 5090, die leistungsstarke RTX 5070 Ti und die 16-GB-Version der RTX 5060 Ti werden demnächst extrem rar sein. Lediglich ein kleiner Rinnsal an Lieferungen für die RTX 5080, RTX 5070 und die 8-GB-RTX-5060-Ti soll aufrechterhalten werden. Für den Sommer kündigen Händler an, dass das Angebot vor allem aus Einsteigermodellen wie der RTX 5050 bestehen wird.
Die Knappheit treibt die Preise in schwindelerregende Höhen. Nvidia hat seine Board-Partner wie ASUS, MSI und Gigabyte über Preiserhöhungen für Grafikprozessor- und Speicher-Bündel informiert. Der Grund sind die gestiegenen Kosten für den begehrten GDDR7-Speicher. Die Folge: Eine basale Preiserhöhung von rund 30 Prozent für Grafikkarten steht unmittelbar bevor.
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Einzelne Modelle sind bereits deutlich teurer. Karten mit 16 GB oder mehr Videospeicher verzeichnen in Europa und China bereits Preissprünge von 15 bis 20 Prozent. Besonders extrem ist die Situation beim Top-Modell RTX 5090. Ein britischer Händler verzeichnete seit Sommer 2025 einen Preisanstieg von 55 Prozent – das sind über 1.000 Britische Pfund mehr. Zudem hat Nvidia ein Partnerprogramm eingeschränkt, das Hersteller dazu animierte, Karten zum UVP anzubieten. Die Zeiten, in denen Gamer zum Einführungspreis kaufen konnten, sind vorbei.
Nvidias Kalkül: Profit pro Gigabyte
Hinter den Produktionsentscheidungen steckt eine kalte Rechnung. Nvidia priorisiert offenbar die Modelle, die den höchsten Bruttogewinn pro Gigabyte des knappen GDDR7-Speichers bringen. Diese Profitabilitätsmetrik begünstigt Modelle wie die RTX 5060 Ti mit 8 GB gegenüber der Standard-RTX 5060.
Dieses Prinzip setzt sich auch im High-End-Segment fort. Die RTX 5080 und die RTX 5070 Ti teilen sich denselben Silizium-Grundkörper (Die). Nvidia konzentriert sich jedoch auf die teurere und profitablere RTX 5080. Die Folge: Das Angebot der RTX 5070 Ti wird stark schrumpfen. Die wirtschaftliche Anziehungskraft des KI-Sektors, der höhere Kosten trägt und Komponenten in riesigen Stückzahlen abnimmt, ist einfach zu mächtig.
Kontext: Der alles dominierende KI-Boom
Die aktuelle Krise auf dem Grafikkartenmarkt ist eine direkte Folge von Nvidias atemberaubendem Erfolg im KI-Geschäft. Die Beschleunigerchips des Konzerns sind das Rückgrat des aktuellen KI-Booms. Rechenzentren konkurrieren nun direkt mit Gamern um die gleichen knappen Fertigungsressourcen – von Silizium-Wafern bis hin zu Hochleistungsspeichern.
Die Situation erinnert an die Engpässe durch Kryptomining, mit einem entscheidenden Unterschied: Die Nachfrage der KI-Industrie gilt als stabiler und langfristiger. Sie markiert einen fundamentalen Wandel in Nvidias Geschäftsmodell. Zwar beteuert das Unternehmen sein Engagement für den Gaming-Markt, doch seine Produktions- und Preispolitik im ersten Quartal 2026 zeigt eindeutig die Priorisierung des KI-Sektors.
Ausblick: Ein düsteres Jahr für PC-Spieler
Die Perspektiven für das restliche Jahr 2026 sind für Gamer trübe. Da sich das Angebot für viele RTX-50-Modelle voraussichtlich erst gegen Jahresende entspannen wird, müssen sie sich auf weiterhin hohe Preise und geringe Verfügbarkeit einstellen. Der Fokus auf Modelle mit weniger Speicher könnte zudem Enthusiasten frustrieren, die für moderne Spiele in hoher Auflösung mehr RAM benötigen.
Hinzu kommt die Unsicherheit über eine mögliche „Super“-Auffrischung der Serie, die sich verzögern oder ganz ausfallen könnte. Da Wettbewerber derzeit keine konkurrenzfähigen High-End-Alternativen bieten, fehlt der Druck auf Nvidia, seinen Kurs zu ändern. Bis sich der globale Speichermarkt stabilisiert oder Nvidia mehr Kapazitäten an seine Konsumentensparte zurückgibt, werden Engpässe und hohe Preise den Grafikkartenmarkt prägen. Für viele PC-Spieler heißt das: Warten oder tief in die Tasche greifen.
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