Nvidia passt RTX-50-Serie an und löst Overclocking-Streit aus
05.03.2026 - 10:51:33 | boerse-global.deNvidia reagiert auf Lieferengpässe mit Hardware-Revisionen und stößt mit einem neuen Treiber auf Kritik. Die RTX-50-Serie durchläuft im März 2026 erhebliche Veränderungen. Grund sind anhaltende Engpässe in der Lieferkette und globale Speicherknappheit. Gleichzeitig sorgt ein neuer Grafiktreiber für Kontroversen, weil er das Übertakten von Top-Modellen wie der RTX 5090 stark einschränkt. Während der KI-Sektor weiterhin enorme Produktionskapazitäten bindet, zeigt sich, wie Nvidia sein Portfolio für Gamer kreativ anpasst und gleichzeitig auf Software-Innovationen wie DLSS 4.5 setzt.
Einstiegsmodell RTX 5050 erhält 9 GB GDDR7-Speicher
Nach Brancheninformationen vom 4. März plant Nvidia eine überarbeitete Version der Einsteiger-Grafikkarte GeForce RTX 5050. Anstelle der ursprünglich geplanten 8 GB GDDR6 soll das Modell nun mit neuartigen 3-GB-GDDR7-Speicherchips ausgestattet werden. Drei dieser Module ergeben insgesamt 9 GB Videospeicher.
Während die Hardware-Industrie mit globalen Lieferengpässen kämpft, stehen Unternehmen vor immer komplexeren digitalen Bedrohungen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Geschäftsführern, wie sie ihre IT-Sicherheit auch ohne große Investitionen oder neues Personal effektiv stärken können. IT-Sicherheit stärken und Unternehmen schützen
Für diesen Wechsel muss Nvidia den Speicherbus von 128 auf 96 Bit verkleinern. Da die GDDR7-Module jedoch mit bis zu 28 Gbps getaktet werden sollen, steigt die Speicherbandbreite dennoch um etwa fünf Prozent auf 336 GB/s. Analysten sehen in der Kapazitätserhöhung um 12,5 Prozent eine strategische Reaktion. Sie soll Engpässe bei Spielen in Full-HD und WQHD-Auflösung mildern. Ursprüngliche Pläne für eine leistungsstärkere RTX-50-SUPER-Serie liegen hingegen auf Eis.
RTX 5060 wird mit größerem GB205-Chip gebaut
Nicht nur im Einsteigersegment muss Nvidia umdisponieren. Auch bei der GeForce RTX 5060 stehen erhebliche Produktionsänderungen an. Wegen gravierender Lieferprobleme will der Konzern künftige Chargen der Mittelklasse-Karte mit abgespeckten Versionen des größeren GB205-Siliziumchips bestücken. Dieser ist eigentlich für das leistungsstärkere Modell RTX 5070 reserviert.
Für den Einsatz in der RTX 5060 wird die Anzahl der aktiven CUDA-Cores von 6144 auf 3840 reduziert. Diese Praxis des „Die-Harvesting“ ist in der Halbleiterindustrie zwar üblich, birgt aber logistische Hürden. Herstellerpartner müssen ihre Platinen-Designs an den anderen physischen Aufbau des GB205-Chips anpassen. Alternativ könnten angepasste RTX-5070-Platinen mit dem einfacheren 8-Pin-Stromanschluss der 5060 kombiniert werden. Dieser Schritt unterstreicht den Produktionsdruck, unter dem Nvidia steht, um die Verfügbarkeit von Grafikkarten zu gewährleisten.
Treiber 595.71 drosselt Übertaktung der RTX 5090
Während im unteren Leistungssegment die Hardware angepasst wird, kämpfen Besitzer hochwertiger RTX-50-Modelle mit softwarebedingten Leistungseinbußen. Nach dem problematischen Treiber 595.59 Ende Februar veröffentlichte Nvidia Anfang März das Update 595.71. Tests vom 3. März belegen jedoch: Diese Version begrenzt künstlich die Spannung und damit das Übertaktungspotenzial bei High-End-Karten.
Die Flaggschiff-Grafikkarte GeForce RTX 5090 ist besonders betroffen. Bei manuellen Übertaktungsversuchen begrenzt der Treiber die Kernspannung aggressiv auf unter ein Volt. Dadurch können die Taktraten die 3.000-MHz-Marke nicht überschreiten. Ähnliche Drosselungen wurden auch bei verschiedenen RTX-40- und RTX-50-Modellen beobachtet, was zu einem Verlust von etwa 200 MHz Übertaktungspotenzial führt. Nvidia hat noch keine offizielle Erklärung abgegeben. Technologie-Analysten vermuten jedoch einen unbeabsichtigten Bug und erwarten in den kommenden Wochen einen korrigierenden Hotfix.
DLSS 4.5 bringt KI-gestützte Leistungssprünge
Trotz der Probleme bei Hardware und Treibern treibt Nvidia die Software-Entwicklung für die Blackwell-Architektur voran. Diese Woche wurden Details zum Rollout von DLSS 4.5 bekannt, einem großen Update für die Deep-Learning-Super-Sampling-Technologie. Ein Transformer-Modell der zweiten Generation soll die Kantenglättung und Bildqualität über die gesamte GeForce-RTX-Palette hinweg verbessern.
Der rasante technologische Fortschritt und neue KI-Regulierungen stellen Verantwortliche vor große Herausforderungen in der Cyber-Security. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, welche effektiven Strategien mittelständische Unternehmen jetzt nutzen, um sich ohne Budget-Explosion gegen Cyberkriminelle zu wappnen. Kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen
Für Besitzer der RTX-50-Serie bringt DLSS 4.5 native Unterstützung für Multi-Frame-Generation in mehreren hochkarätigen Spielen dieses Monats. Die Technologie wird eine zentrale Rolle im PC-Port von „Death Stranding 2: On the Beach“ (ab 19. März) und in Capcoms „Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection“ (ab 13. März) spielen. Über die Nvidia-Anwendung können Spieler das neue Transformer-Modell auch global auf kompatible Titel in ihrer Bibliothek anwenden, um die Leistung ihrer RTX-50-Hardware zu maximieren.
KI-Boom zwingt Nvidia zu kreativen Lösungen
Die Entwicklungen rund um die RTX-50-Serie verdeutlichen ein systemisches Problem der Tech-Branche: Der überwältigende Einfluss des KI-Booms auf die Verfügbarkeit von Consumer-Hardware. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die globale Speicherknappheit und die immense Profitabilität von KI-Beschleunigern die Produktionskapazitäten für Gaming-Grafikkarten stark eingeschränkt haben.
In diesem Umfeld sind Nvidias jüngste Manöver zu sehen. Die Verschiebung der RTX-50-SUPER-Serie und die Wiederverwertung größerer Chips für Mittelklasse-Karten zeigen eine Strategie, die auf maximale Siliziumeffizienz setzt – nicht auf komplett neue Produktlinien. Durch den Einsatz von 3-GB-GDDR7-Modulen für die RTX 5050 kann Nvidia iterative Verbesserungen anbieten, ohne umfangreiche neue Produktionsläufe starten zu müssen. Die Abhängigkeit von Software-Innovationen wie DLSS 4.5 setzt zudem einen Branchentrend fort: KI-gestütztes Upscaling und Frame-Generation sollen Hardware-Kompromisse und stagnierende Rohleistung in den unteren und mittleren Segmenten ausgleichen.
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.

