NVIDIA DLSS 4.5 und AMD FSR 4: Der KI-Upscaling-Krieg erreicht die nächste Stufe
25.01.2026 - 14:24:12Der Kampf um die beste Grafikqualität in PC-Spielen hat eine neue Dimension erreicht. Kürzlich veröffentlichte Tests von NVIDIA DLSS 4.5 und AMD FSR 4 „Redstone“ zeigen: Beide Technologien setzen voll auf Künstliche Intelligenz, doch ihre Wege und Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein.
Seit dem 14. Januar 2026 ist DLSS 4.5 verfügbar. Die Neuerung ist mehr als ein Update – es ist eine architektonische Weiterentwicklung. Im Kern steht ein Transformer-Modell der zweiten Generation. Sein erklärtes Ziel: endlich stabile Bilder auch im leistungsstärksten „Performance“-Modus zu liefern.
Der Star der Show ist der neue „Preset M“. Er wurde für extremes Upscaling entwickelt, etwa von 1080p auf 4K. Technikportale wie Digital Foundry bescheinigen ihm einen erheblichen Sprung in der Bildqualität. Lästiges Flackern und Artefakte bei feinen Details wie Laub oder Stromleitungen gehören der Vergangenheit an.
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Doch die neue Präzision hat ihren Preis. Benchmarks zeigen: DLSS 4.5 ist rechenintensiver als sein Vorgänger. Besitzer der neuesten RTX 50- und 40-Series bemerken kaum Einbußen. Ältere RTX 30-Series-GPUs hingegen müssen mit Leistungsverlusten von bis zu 18% rechnen. Für sie wird die Wahl zur Gretchenfrage: bessere Bildstabilität oder höhere Framerate?
FSR 4 „REDSTONE“: AMDS KI-WENDE
Für AMD markiert Januar 2026 einen historischen Kurswechsel. Nach Jahren algorithmischer Lösungen setzt FSR 4 „Redstone“ erstmals vollständig auf maschinelles Lernen. Damit nähert sich der Konzern der Strategie seines großen Konkurrenten an.
Das Update bringt Funktionen, die es bei AMD bisher nicht gab. Dazu zählen „Ray Regeneration“, ein Pendant zu NVIDIAS Ray Reconstruction, und „Radiance Caching“ für verbessertes Global Illumination. Tests von Wccftech attestieren FSR 4 eine dramatisch verbesserte Bildqualität, die zwischen NVIDIAS älteren und neueren Modellen angesiedelt ist.
Die Kehrseite der Medaille? Die breite Hardware-Kompatibilität, einst Markenzeichen von FSR, ist Geschichte. FSR 4 ist primär für die neue RDNA-4-Architektur (RX-9000-Series) optimiert. Zwar erkundet AMD experimentellen Support für RDNA 3, doch das volle Feature-Set bleibt vorerst Topmodellen vorbehalten. Eine Entscheidung, die in der Community kontrovers diskutiert wird.
DER DIREKTE VERGLEICH: BILD GEGEN LEISTUNG
Jetzt, da beide Technologien getestet werden, zeichnet sich ein klares Wettbewerbsbild ab.
In der Bildqualität behält NVIDIA die Spitzenposition. Das Transformer-Modell von DLSS 4.5 rekonstruiert Subpixel-Details, die FSR 4 manchmal verfehlt oder überschärft. Der Abstand ist jedoch kein Generationensprung mehr. In vielen statischen Szenen liefert FSR 4 Ergebnisse, die von nativer Wiedergabe kaum zu unterscheiden sind.
Bei der Leistungseffizienz punktet AMD auf seiner eigenen Hardware. Die Radeon RX 9070 XT erreicht mit FSR 4 leicht höhere Frameraten als vergleichbare NVIDIA-Karten mit DLSS 4.5. Der Grund: NVIDIAS Modell priorisiert Pixelpräzision vor roher Geschwindigkeit.
Im Funktionsumfang hat NVIDIA die Nase vorn. Während DLSS 4.5 nahtlos mit der bestehenden „Multi Frame Generation“ zusammenarbeitet, hinkt AMDs Frame-Generation in „Redstone“ bei der Latenzreduzierung noch hinterher.
NEURALES RENDERING WIRD ZUM STANDARD
Die Veröffentlichungen bestätigen einen Branchentrend: Der „KI-Upscaling-Krieg“ dreht sich nicht mehr nur um Frameraten. Neurales Rendering wird zum neuen Standard in der Grafikpipeline.
NVIDIAS Fokus auf rechenintensive Transformer-Modelle zeigt das Vertrauen in die eigenen KI-Fähigkeiten. Sie verlagern die Last auf die Tensor Cores und wetten darauf, dass künftige GPUs genauso an ihrer KI-Inferenzgeschwindigkeit gemessen werden wie an der Rasterisierungsleistung.
AMDs Wendung zum ML-basierten Upscaling mit „Redstone“ validiert diesen neuralen Ansatz. Indem der Konzern die handgefertigten Algorithmen von FSR 1 und 2 hinter sich lässt, gibt er implizit zu: KI ist der einzige Weg zu hochwertigem Upscaling. Diese Annäherung legt nahe, dass künftige Spiel-Engines von Grund auf für neuronale Rendering-Pipelines designed werden.
AUSBLICK: NOCH MEHR KI IM JAHR 2026
Die Roadmap für 2026 verspricht weitere Innovationen. NVIDIA kündigte für Frühjahr 2026 eine „6X Dynamic Multi Frame Generation“ an, exklusiv für RTX-50-Series-Besitzer. Die Technologie soll fünf KI-Bilder pro traditionell gerendertem Frame erzeugen. Das könnte 240-Hz-Gaming in 4K für Path-Tracing-Titel ermöglichen.
Bei AMD wächst der Druck, FSR 4 für mehr Hardware zu öffnen. Spekulationen deuten darauf hin, dass der Konzern als Reaktion auf Community-Feedback die Pläne für eine vereinfachte „Redstone“-Version für RDNA-3-Nutzer beschleunigen oder Teile der Technologie noch in diesem Jahr open-source stellen könnte.
Eines steht Ende Januar 2026 fest: Die größten Gewinner dieses Technologiewettlaufs sind die PC-Spieler. Ob durch die präzise Eleganz von DLSS 4.5 oder die neu belebte, KI-gestützte Architektur von FSR 4 – die Hürde für hochwertiges 4K-Gaming war noch nie so niedrig. Vorausgesetzt, man besitzt die moderne Hardware, um sie zu nutzen.
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