Nvidia DLSS 4.5: KI bringt bis zu 240 FPS für 4K-Gaming
06.01.2026 - 14:51:12Nvidia setzt mit DLSS 4.5 einen neuen Maßstab für KI-gestütztes Gaming. Die auf der CES 2026 vorgestellte Technologie verspricht flüssige 240 FPS auf 4K-Monitoren und bringt eine entscheidende Bildqualitätsverbesserung für Millionen bestehender Grafikkarten. Damit festigt der Chip-Riese seine Vorreiterrolle im Wettrennen um die beste Grafik-Performance.
Das Herzstück von DLSS 4.5 ist Dynamic Multi Frame Generation (DMFG). Anders als frühere Versionen mit festen Multiplikatoren passt das neue System die Anzahl generierter Bilder in Echtzeit an – abhängig von der Grafiklast und der maximalen Bildwiederholrate des Monitors.
Laut Nvidia kann DMFG bis zu fünf Zwischenbilder für jedes traditionell gerenderte Frame erzeugen. Das entspricht einem 6-fachen Performance-Schub und übertrifft die 4-fache Steigerung von DLSS 4 aus dem Jahr 2025 deutlich. Die Technologie soll die Lücke zwischen rechenintensivem Path Tracing und dem neuen Standard von 240-Hertz-4K-Monitoren schließen.
„Idealerweise erhöht Frame Generation die visuelle Glätte und Klarheit“, kommentierten Experten von Overclock3D. „Mit der dynamischen Multi-Frame-Generation kann Nvidia den Multiplikator nun anpassen, um näher an die maximale Bildwiederholrate des Bildschirms zu kommen.“
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KI-Modell der 2. Generation für alle RTX-Karten
Während die neuen Frame-Generation-Features der neuesten Hardware vorbehalten sind, erhalten Besitzer älterer Grafikkarten ein bedeutendes Upgrade. DLSS 4.5 integriert ein Super-Resolution-Transformer-Modell der 2. Generation. Es ersetzt die bisherige KI-Architektur für das Hochskalieren.
Dieses, auf einer deutlich größeren Datenmenge trainierte Modell, soll hartnäckige Bildartefakte wie „Geisterbilder“ und temporale Instabilitäten in schnellen Szenen beseitigen. Entscheidend: Nvidia bestätigte, dass dieses Super-Resolution-Update ab sofort per Treiber- und Nvidia-App-Update für alle RTX-Nutzer verfügbar ist – inklusive der RTX-20-, 30- und 40-Serie.
Analysten von Digital Foundry beobachteten, dass das neue Transformer-Modell ein „größeres kontextuelles Bewusstsein“ bietet. So rekonstruiert es feine Details präziser als seine Vorgänger. Dieser Schritt, auch ältere Hardware per Software zu unterstützen, wird als kundenfreundliche Maßnahme gewertet.
Blockbuster-Unterstützung: Resident Evil und 007
Nvidia präsentierte die Technologie in mehreren hochkarätigen Titeln für 2026. Resident Evil Requiem, der neueste Teil von Capcoms Survival-Horror-Reihe, war ein Herzstück der Demo. Das am 27. Februar 2026 erscheinende Spiel wird bei Launch Path Tracing und DLSS-4.5-Support bieten. Die CES-Demo zeigte das Spiel mit über 200 FPS.
Ebenfalls im Fokus: IO Interactive’s hoch erwarteter 007 First Light, der die Ursprungsgeschichte von James Bond erzählt. Für den 27. Mai 2026 angekündigt, soll das Spiel DLSS 4.5 für cineastische Spionage-Action nutzen. Weitere bestätigte Titel sind Pragmata, Phantom Blade Zero und Active Matter.
Hardware-Voraussetzungen und Verfügbarkeit
Nvidia gab den Rollout-Plan für die verschiedenen Komponenten bekannt:
* Super Resolution (Hochskalierung): Ab sofort (6. Januar 2026) für alle GeForce-RTX-GPUs über die Nvidia-App-Beta und die neuesten Game-Ready-Treiber.
* Dynamic Multi Frame Generation (6x): Start im Frühjahr 2026, exklusiv für GeForce-RTX-50-Serie-„Blackwell“-GPUs.
Das Unternehmen führte zudem neue Steuerungsoptionen in der Nvidia-App ein. Nutzer können so DLSS-Einstellungen manuell überschreiben und Frame-Generation-Ziele pro Spiel festlegen. Diese Anpassungsmöglichkeit adressiert Feedback von Enthusiasten, die mehr Kontrolle über die KI-generierten Bilder wollten.
Branchenimplikationen: „Nativ“ vs. KI
Die Einführung der 6-fachen Frame-Generation markiert einen Wendepunkt in der Debatte um „native“ versus KI-gestütztes Rendering. Da Game-Engines zunehmend auf rechenintensives Path Tracing setzen, ist natives Rendering in hohen Bildwiederholraten kaum noch praktikabel.
Indem Nvidia den Multiplikator auf 6x erhöht, behandelt es die GPU ebenso sehr als KI-Bildvorhersager wie als traditionellen Renderer. Während Kritiker historisch Bedenken zu Latenz und Bildartefakten äußerten, deutet der Wechsel zu einem „dynamischen“ Modell darauf hin, dass Nvidia die Taktraten-Probleme früherer fester Implementierungen lösen will.
Mit der nun etablierten RTX-50-Serie dient DLSS 4.5 als Mid-Cycle-Refresh, um die Wettbewerbsfähigkeit gegen rivalisierende Upscaling-Lösungen zu halten. Der Start der dynamischen Features im Frühjahr 2026 wird der wahre Test sein: Wird path-traced Gaming mit 240 Hertz zum Mainstream?
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