Nvidia-Chef verkündet jährliche Halbierung der KI-Kosten
18.01.2026 - 14:13:12Die Kosten für künstliche Intelligenz stürzen ins Bodenlose. Nvidia-CEO Jensen Huang kündigte auf der CES in Las Vegas an, dass sich der Preis für KI-Berechnungen jedes Jahr um den Faktor zehn verringert. Diese dramatische Beschleunigung übertrifft das klassische Mooresche Gesetz bei weitem und ebnet den Weg für eine neue Ära physischer KI-Systeme.
KI für alle: Die Kostenlawine rollt
Der Preis für KI-Tokens, die grundlegenden Recheneinheiten von Sprachmodellen, sinkt laut Huang um etwa 90 Prozent pro Jahr. Diese rasante Deflation ist kein Zufall, sondern eine notwendige Voraussetzung. Denn die Modelle selbst wachsen parallel um das Zehnfache. „Ohne diese Kostensenkung wäre der Fortschritt nicht bezahlbar“, so Huang.
Was bedeutet das konkret? Komplexe KI-Agenten, die eigenständig denken und mehrstufige Aufgaben lösen, werden plötzlich wirtschaftlich. Startups und Konzerne können leistungsstarke Modelle für eine breite Nutzerschaft einsetzen. Der Schlüssel dazu liegt in der extremen Co-Design-Strategie Nvidias: Chips, Netzwerke, Kühlung und Software werden als ein einheitliches System neu erfunden.
Die EU‑KI‑Verordnung ist seit August 2024 in Kraft – und viele Unternehmen unterschätzen die Folgen. Wer KI‑Modelle betreibt, klassifiziert oder in Produktionsprozesse einbettet, muss jetzt Kennzeichnungs‑, Dokumentations‑ und Risikoklassenpflichten erfüllen, sonst drohen empfindliche Sanktionen. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden fasst die wichtigsten Anforderungen, Übergangsfristen und praktischen Checklisten kompakt zusammen – speziell für Anbieter, Betreiber und Cloud‑Käufer. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden herunterladen
Vera Rubin: Der nächste Quantensprung startet früher
Überraschung auf der CES: Nvidias nächste Chip-Generation „Vera Rubin“ ist bereits in Serienproduktion – ein halbes Jahr früher als geplant. Diese Eile unterstreicht den erbitterten Technologiewettlauf. Die neue Architektur soll die Leistung für KI-Inferenz verfünffachen und die Energieeffizienz drastisch verbessern.
Das System kombiniert sechs spezielle Chips, darunter die neue Vera-CPU und Rubin-GPU. Verbunden werden sie durch den Hochgeschwindigkeits-Switch NVLink 6. Diese Architektur ist gemacht für Modelle mit Billionen von Parametern, die zum neuen Standard werden. Für Cloud-Anbieter und Forschungslabs bedeutet Rubin eine zwangsweise Infrastruktur-Erneuerung. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss upgraden.
Physische KI: Die nächste Billionen-Dollar-Chance
Huang lenkte den Blick auf das, was er als nächsten großen Wandel sieht: „Physical AI“. Nach der Phase der digitalen Inhaltserstellung folgt nun die KI, die die reale Welt versteht und in ihr handelt. Autonome Fahrzeuge, humanoide Roboter und intelligente Fabriken sind die Anwendungsfelder.
Symbol für diesen Weg ist „Alpamayo“, ein Open-Source-Modell für autonomes Fahren. Es kann nicht nur reagieren, sondern komplexe Verkehrssituationen verstehen und seine Entscheidungen erklären. Ein entscheidender Schritt hin zur vollständigen Autonomie. Ergänzt wird dies durch den „Thor“-Universalrechner für Robotik. Huangs Vision: Fabriken der Zukunft sind Roboter, die Roboter bauen, um robotische Produkte herzustellen.
Markt unter Druck: Ein Riese setzt das Tempo
Die Börse reagierte verhalten optimistisch auf die Ankündigungen. Nvidias Aktie stabilisierte sich nach volatilen Monaten. CFO Colette Kress gab Einblick in die gigantische Nachfrage: Das Unternehmen sieht Backlog-Umsätze von rund 500 Milliarden Euro bis Ende 2026.
Der aggressive Fahrplan setzt die Konkurrenz unter enormen Druck. Chip-Rivalen und Hyperscaler mit eigenen Silizium-Entwicklungen müssen sich an dieser Geschwindigkeit messen. Gleichzeitig wird der Zugang zu dieser Rechenleistung zur geostrategischen Frage. Chinesische Tech-Giganten wie ByteDance planen bereits massive Investitionen in Nvidia-Hardware für 2026 – vorausgesetzt, exportkonforme Versionen der Chips erhalten eine Genehmigung.
Die Botschaft der CES 2026 ist eindeutig: Die Kosten für Intelligenz streben gegen Null, doch die Infrastruktur dahinter wird immer komplexer. Nvidia positioniert sich mit jährlichen Architektursprüngen als zentraler Antrieb dieser neuen industriellen Revolution.
PS: Nvidias Vorstoß mit „Vera Rubin“ und die Vision von Physical AI zeigen, wie schnell KI‑Systeme in die reale Welt vordringen – und damit auch die regulatorische Verantwortung wächst. Wenn Sie planen, in neue KI‑Hardware oder autonome Agenten zu investieren oder als Cloud‑Anbieter Kapazitäten bereitzustellen, hilft unser Leitfaden bei der richtigen Klassifizierung, Dokumentation und Haftungsabsicherung. Jetzt Leitfaden zur KI‑Verordnung sichern


