Nvidia-Chef prophezeit menschengleiche Roboter noch 2026
15.01.2026 - 06:03:12Jensen Huang, CEO des KI-Chip-Riesen, verkündet auf der CES in Las Vegas einen radikal beschleunigten Zeitplan für die Robotik-Revolution – und stellt eine neue Technologie-Offensive vor.
Die Vorhersage des Nvidia-Chefs schlug in der Tech-Welt ein wie eine Bombe: Menschliche Roboter sollen noch in diesem Jahr menschenähnliche Fähigkeiten erreichen. „Wir erleben den ChatGPT-Moment für die Robotik“, erklärte Huang während einer Fragerunde auf der Consumer Electronics Show (CES) 2026. Seine Ankündigung markiert einen dramatischen Bruch mit bisherigen Prognosen der Branche, die von einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren ausgingen.
Im Zentrum steht Nvidias Vorstoß in das Feld der „Physical AI“ – intelligente Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, schlussfolgern und mit ihr interagieren können. Um diese Vision zu realisieren, präsentierte das Unternehmen eine umfassende Palette neuer KI-Modelle, Simulationswerkzeuge und Hochleistungs-Hardware.
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Ein neues Ökosystem für die Roboter-Entwicklung
Der Schlüssel zu Nvidias Strategie ist ein ganzes Ökosystem aus Entwicklerwerkzeugen. Herzstück ist das neue Foundation-Modell „GR00T N1.6“, speziell für humanoide Roboter entwickelt. Es soll natürliche Sprache verstehen und durch Beobachten menschlicher Handlungen lernen können. So sollen Roboter Fähigkeiten wie Koordination und Geschicklichkeit erwerben.
Für das Training dieser Modelle stellte Nvidia die Simulationsplattform „Cosmos“ vor. In dieser virtuellen, physikalisch korrekten Welt können Roboter das Äquivalent von tausenden Jahren Erfahrung sammeln, bevor sie in der realen Welt eingesetzt werden. „Dieser simulationsbasierte Ansatz ist entscheidend, um Robotern sicher und effizient die Komplexität der echten Welt beizubringen“, so Huang. Die Werkzeuge werden über Partnerschaften, etwa mit Hugging Face, einer breiten Entwicklergemeinde zugänglich gemacht.
Leistungsstarke Hardware treibt die Revolution an
Die rechenintensiven KI-Modelle erfordern auch eine neue Generation leistungsstarker Hardware. Nvidia präsentierte den Jetson Thor Robotics-Computer, ein leistungsstarkes Modul, das komplexe KI-Aufgaben direkt im Roboter verarbeiten kann. Zudem kündigte das Unternehmen das neue Jetson T4000-Modul auf Basis der Blackwell-Architektur an, das eine deutlich höhere Leistung bei besserer Energieeffizienz verspricht.
Die Branche reagiert bereits: Führende Roboterhersteller wie Boston Dynamics, LG Electronics und NEURA Robotics zeigten auf der CES neue Modelle, die auf Nvidias Technologie-Stack basieren. Diese breite Allianz deutet auf eine Konsolidierung der Branche um eine einheitliche Hardware- und Software-Plattform hin.
Schafft die Automatisierung Jobs oder vernichtet sie sie?
Die unbequeme Frage nach den Folgen für den Arbeitsmarkt beantwortete Huang mit einer optimistischen Gegenthese. Angesichts schrumpfender Bevölkerungen in vielen Industrieländern seien automatisierte Systeme und „KI-Einwanderer“ nötig, um Arbeitskräftemangel zu beheben und gefährliche Jobs zu übernehmen. Die Automatisierung werde menschliche Arbeit ergänzen und höherwertige Jobs schaffen, etwa in der Steuerung von Roboterflotten.
Diese Sichtweise wird jedoch durch aktuelle Daten relativiert. Ein Bericht der US-Outplacement-Agentur Challenger, Gray & Christmas verzeichnete allein bis November 2025 über 54.000 Stellenstreichungen in den USA, die direkt auf KI zurückgeführt wurden.
Skepsis bleibt: Wann kommt der Durchbruch wirklich?
Trotz Huangs Zuversicht bleiben viele Beobachter skeptisch, ob der Durchbruch tatsächlich 2026 gelingen wird. Roboter-Demonstrationen auf der CES zeigten noch immer unbeholfene Maschinen, die bei komplexen Aufgaben menschliche Hilfe benötigen. Der CEO von Boston Dynamics, Robert Playter, rechnet mit einem breiten Einsatz humanoider Roboter in Industrieumgebungen erst zwischen 2028 und 2030.
Der unmittelbare Fokus wird daher vorerst auf kontrollierten Umgebungen wie Fabriken und Lagern liegen, nicht in unberechenbaren Haushalten oder öffentlichen Räumen.
Eines ist jedoch sicher: Nvidia hat mit seiner Technologie-Offensive den Wettlauf um die Zukunft der Robotik neu definiert und den Zeitplan für alle Marktteilnehmer radikal vorgezogen. Ob 2026 tatsächlich das Jahr des menschengleichen Roboters wird, ist zweitrangig – der Weg dorthin ist nun deutlich kürzer.
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