Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Trotz Rekorden abgestraft

27.02.2026 - 03:03:32 | boerse-global.de

Nvidia übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich, doch die Aktie verliert an Wert. Anleger zweifeln an der Nachhaltigkeit des KI-Booms und fürchten Kapazitätsengpässe sowie Unsicherheiten im China-Geschäft.

Nvidia liefert einmal mehr Zahlen ab, von denen andere Unternehmen nur träumen können. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Umsatz um 73 Prozent auf 68 Milliarden Dollar – und lag damit sogar über den ohnehin hohen Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie von 1,62 Dollar übertraf die Schätzungen von 1,54 Dollar deutlich. Doch statt zu feiern, schicken Investoren die Aktie auf Talfahrt. Am Donnerstag sackte der Kurs zeitweise um knapp 5 Prozent ab.

Was ist da los? Die Antwort offenbart einen fundamentalen Stimmungswandel an der Wall Street.

Wenn Rekorde nicht mehr reichen

Für das laufende Quartal stellt Nvidia einen Umsatz von 78 Milliarden Dollar in Aussicht – deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 73 Milliarden. Im Gesamtjahr 2026 erzielte der Konzern Erlöse von knapp 216 Milliarden Dollar, zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Der Gewinn sprang auf 120 Milliarden Dollar.

Marktbeobachter wie Dan Coatsworth von AJ Bell bringen es auf den Punkt: "Es sagt viel aus, wenn ein Börsenstar die Umsatzprognosen um Milliarden übertrifft und dennoch keine positive Kursreaktion mehr hinbekommt. Die Stimmung gegenüber Nvidia ändert sich grundlegend."

Der Fokus hat sich verschoben. Anleger fragen sich zunehmend, ob der gigantische KI-Ausbau der Tech-Konzerne nachhaltig ist. Google, Meta und andere pumpen Hunderte Milliarden Dollar in ihre KI-Infrastruktur. Nvidia kassiert dafür kräftig – doch die Zweifel wachsen, ob diese Investitionen jemals zurückverdient werden können.

Kapazitätsengpässe und China-Unsicherheit

Finanzchefin Colette Kress räumte in der Analystenkonferenz ein, dass Nvidia weiterhin Probleme hat, genug Chipsysteme produzieren zu lassen. Ihre Äußerungen zum wachsenden Konkurrenzdruck aus China dürften zusätzlich für Nervosität gesorgt haben.

Besonders brisant: Die US-Regierung erlaubt zwar den Verkauf abgespeckter H200-Systeme nach China – allerdings mit einem Aufschlag von 25 Prozent. Unklar bleibt, ob Peking seinen Unternehmen überhaupt grünes Licht für den Kauf geben wird. Nvidia berücksichtigt mögliche China-Geschäfte daher weiterhin nicht in seinen Prognosen.

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Das Geschäft mit Rechenzentren macht inzwischen über 90 Prozent der Nvidia-Erlöse aus. Die Gaming-Sparte, mit der der Konzern einst groß wurde, enttäuschte hingegen. Mit 3,73 Milliarden Dollar verfehlte sie die Analystenschätzungen von rund vier Milliarden Dollar. Grund ist die akute Knappheit bei Speicherchips, die durch den rasanten Rechenzentrumsausbau verschärft wird.

Breiter Markt unter Druck

Die Nvidia-Schwäche zog den gesamten Tech-Sektor mit nach unten. Der Nasdaq 100 verlor 1,5 Prozent auf 24.960 Punkte, der marktbreite S&P 500 gab um 0,8 Prozent nach. Der Philadelphia Semiconductor Index brach um 3,7 Prozent ein – dabei hatte er erst am Vortag ein Rekordhoch markiert.

UBS bekräftigte zwar sein Kaufvotum und das Kursziel von 245 Dollar. Analyst Timothy Arcuri verwies auf den Auftragsbestand, der sich bis ins Jahr 2027 erstreckt. Die Einkaufsverpflichtungen für Lagerbestände hätten sich im Quartalsvergleich nahezu verdoppelt. Doch solche positiven Stimmen verhallen derzeit weitgehend ungehört.

Mit einer Marktkapitalisierung von 4,5 Billionen Dollar bleibt Nvidia das wertvollste Unternehmen der Welt – deutlich vor Apple mit vier Billionen Dollar. Doch die Frage steht im Raum: Wie lange noch?

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