Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Rekord und Geopolitik

14.05.2026 - 18:41:04 | boerse-global.de

Nvidia erreicht vorbörslich neue Höchststände, nachdem die USA zehn chinesischen Firmen den Kauf von H200-Chips erlauben. Analysten heben die Prognosen an.

Nvidia Aktie: Rekord und Geopolitik - Foto: über boerse-global.de
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Jensen Huang reiste als Teil der US-Wirtschaftsdelegation nach Peking — und der Markt quittierte die Symbolik mit neuen Höchstkursen. Die Nvidia-Aktie notiert vorbörslich rund 2 Prozent im Plus, direkt auf Rekordniveau.

Der Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping lieferte gleich mehrere positive Impulse für den Chiphersteller. Besonders wirkungsvoll: Die USA genehmigten zehn chinesischen Unternehmen den Erwerb von Nvidias H200-Chips, darunter Alibaba, ByteDance und Tencent. Auch Distributoren wie Lenovo und Foxconn erhielten grünes Licht. Damit öffnet sich ein Absatzmarkt, der zuletzt durch Exportrestriktionen stark eingeschränkt war.

Huang in Peking, Analysten erhöhen die Messlatte

Huang selbst bezeichnete den Gipfel als einen der bedeutsamsten der Menschheitsgeschichte. Ob das etwas überschwänglich war — geschenkt. Die Botschaft an die Märkte war eindeutig: Nvidia steht beim Neustart der US-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen ganz vorne mit dabei.

Wolfe Research untermauert die Aufwärtsstimmung mit erhöhten Schätzungen. Das Analysehaus sieht Nvidia weiterhin als erste Wahl unter den KI-Halbleiterwerten und hebt hervor, dass die Investitionsbudgets der großen Cloud-Anbieter für 2026 robust aussehen. Gleichzeitig räumt die Firma ein, dass Nvidia in den vergangenen sechs Wochen hinter AMD, Broadcom und Marvell zurückgeblieben ist — trotz eines Anstiegs von 28 Prozent in diesem Zeitraum.

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Den Hauptgrund für diese relative Underperformance sieht Wolfe Research in fehlender Transparenz über 2027. Während Wettbewerber konkrete Ausblicke bis in die übernächste Planungsperiode lieferten, blieb Nvidia bislang vager. Das könnte sich bald ändern: Am 20. Mai stehen die Quartalszahlen an, und Optionsdaten deuten auf eine mögliche Kursbewegung von fast 6 Prozent hin.

Schatten am Rand

Nicht alles glänzt. Culper Research, bekannt für Short-Positionen gegen Technologiekonzerne, wirft Nvidia vor, trotz US-Exportbeschränkungen weiterhin einen erheblichen Teil seiner KI-Rechenerlöse aus China zu beziehen — über verschlungene Wege. Die Vorwürfe sind schwerwiegend, aber bislang nicht offiziell bestätigt.

Hinzu kommt die strategische Unsicherheit rund um maßgeschneiderte ASIC-Chips, die einige Hyperscaler als Alternative zu Nvidias Standardarchitektur entwickeln. Das Thema Margendruck durch steigende Speicherpreise belastet die Fantasie ebenfalls.

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Trotzdem: Mit einem PEG-Ratio von 0,63 wirkt die Bewertung im Verhältnis zur Wachstumsdynamik nach wie vor attraktiv. Der Peking-Besuch hat kurzfristig neue Perspektiven eröffnet — die Earnings in einer Woche werden zeigen, ob Huang auch mit Zahlen überzeugt.

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