Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Mittwoch entscheidet

23.02.2026 - 02:54:36 | boerse-global.de

Nvidia steht vor seinem Quartalsbericht unter hohen Erwartungen, während Konkurrenz und geopolitische Spannungen das Marktumfeld belasten.

Der wertvollste Börsenkonzern der Welt steht vor seinem großen Auftritt. Am 25. Februar legt Nvidia seine Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vor – und die Erwartungen könnten kaum höher sein. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 1,52 Dollar bei Erlösen von 65,56 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag der Umsatz noch bei 39,33 Milliarden Dollar. Ein Sprung um über 66 Prozent – getrieben durch die anhaltende KI-Nachfrage nach den fortschrittlichsten Prozessoren am Markt.

Doch die Nervosität ist spürbar. Die Optionsmärkte preisen eine Kursbewegung von mindestens sechs Prozent in beide Richtungen ein. Kein Wunder: Nvidia macht fast acht Prozent des S&P 500 aus. Was hier passiert, bewegt den gesamten Markt.

Konkurrenz schläft nicht

Während die Investoren auf Nvidias Zahlen warten, liefert die Konkurrenz bereits Signale. Samsung Electronics katapultierte sich vergangene Woche mit der Ankündigung der HBM4-Massenproduktion an die Spitze. Der südkoreanische Chipriese ist der erste Hersteller weltweit, der den hochmodernen Hochbandbreitenspeicher ausliefert – und damit Rivalen wie SK Hynix und Micron Technology überholt.

Ein Bericht des koreanischen Mediums ChosunBiz brachte die Spekulation ins Rollen: Samsung könnte zum exklusiven HBM-Lieferanten für Nvidias kommende Vera Ruben Prozessoren der nächsten Generation werden. Die Reaktion folgte prompt: Die Samsung-Aktie sprang am Montag um über drei Prozent auf ein Rekordhoch von 197.600 Won. Auch SK Hynix kletterte um 2,4 Prozent – ebenfalls auf Allzeithoch.

HBM-Chips sind das Rückgrat moderner KI-Systeme. Die drei großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron warnen bereits vor Lieferengpässen bis 2026. Die Preise für Speicherchips ziehen seit Quartalen an – ein klares Zeichen für die robuste Nachfrage und bessere Margen bei den Produzenten.

Geopolitik belastet das Umfeld

Während sich die Chipbranche auf Nvidias Ergebnisse vorbereitet, sorgt die US-Handelspolitik für zusätzliche Unsicherheit. Nach einem Urteil des Supreme Court, das zentrale Zollmaßnahmen von Donald Trump für unzulässig erklärte, kündigte das Weiße Haus prompt einen neuen pauschalen Zehn-Prozent-Zoll an – später auf 15 Prozent erhöht. Die juristische Grundlage: Section 122, ein bislang nie genutztes Gesetz, das nach 150 Tagen ohne Zustimmung des Kongresses ausläuft.

Für Unternehmen wie Nvidia, die auf globale Lieferketten angewiesen sind, bedeutet diese Unklarheit zusätzlichen Druck. Planungssicherheit sieht anders aus. Die Märkte reagieren nervös: S&P 500 Futures gaben am Sonntag um 0,3 Prozent nach, Nasdaq-Futures um 0,5 Prozent.

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Hinzu kommt die angespannte Lage zwischen den USA und Iran. Sollten die Gespräche in Genf am Donnerstag scheitern, drohen militärische Schläge – ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft.

Wachstumsdelle in den USA

Die makroökonomischen Rahmendaten aus den Vereinigten Staaten stimmen nicht optimistisch. Das BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 fiel mit 1,4 Prozent nur halb so hoch aus wie erwartet. Der 43-tägige Shutdown im Herbst hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Verbraucherausgaben stiegen im Schlussquartal nur noch um 2,4 Prozent – nach 3,5 Prozent im Vorquartal.

Gleichzeitig macht die Inflation Probleme: Die PCE-Inflation kletterte im Dezember auf drei Prozent, den höchsten Stand seit Februar 2025. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rutschte unter vier Prozent. Der Markt schwankt zwischen der Hoffnung auf baldige Zinssenkungen und der Sorge, dass die Inflation zu hartnäckig bleibt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juni ist von über 60 Prozent vor einer Woche auf etwa 52 Prozent gefallen.

Für Nvidia bedeutet dieses Umfeld: Die Zahlen müssen nicht nur gut sein – sie müssen außergewöhnlich sein, um die hohen Erwartungen zu erfüllen und den KI-Trade zu rechtfertigen.

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