Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Lieferkette bleibt das Nadelöhr

21.05.2026 - 15:22:37 | boerse-global.de

Nvidia übertrifft mit 81,6 Mrd. Dollar Umsatz die Erwartungen, doch die Aktie fällt nachbörslich. Lieferengpässe und China-Risiken belasten die Stimmung.

Nvidia Aktie: Lieferkette bleibt das Nadelöhr - Foto: über boerse-global.de
Nvidia Aktie: Lieferkette bleibt das Nadelöhr - Foto: über boerse-global.de

85 Prozent Umsatzwachstum, ein Ausblick über den Erwartungen, eine verzehnfachte Dividende — und dennoch gab die Aktie nachbörslich nach. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, erklärt sich schnell: Der Markt hatte nach Jahren des Übertreffens die Latte schlicht extrem hoch gehängt.

Zahlen, die kaum Wünsche offen lassen

Im ersten Quartal setzte Nvidia 81,6 Milliarden Dollar um — rund drei Milliarden mehr als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,87 Dollar, der Konsens hatte 1,76 Dollar veranschlagt. Der Nettogewinn kletterte auf 58,3 Milliarden Dollar, verglichen mit knapp 18,8 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Das Data-Center-Geschäft, nach wie vor der mit Abstand größte Wachstumstreiber, trug 75,2 Milliarden Dollar bei.

Für das laufende Quartal peilt Nvidia rund 91 Milliarden Dollar an — ein weiterer Aufschlag zur Schätzung von 86,8 Milliarden Dollar. Obendrein kündigte der Verwaltungsrat eine Aktienrückkauf-Ermächtigung über 80 Milliarden Dollar an und hob die Quartalsdividende von einem Cent auf 25 Cent je Aktie an.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Vera Rubin: Mehr Nachfrage als Chips

CEO Jensen Huang richtete den Analystenblick bewusst auf das nächste Wachstumsfeld. Die neue CPU-Linie "Vera" soll in diesem Geschäftsjahr rund 20 Milliarden Dollar einbringen — ein Segment, das in der bisherigen Billion-Dollar-Prognose für die KI-Chips "Blackwell" und "Rubin" noch gar nicht enthalten war.

Huang macht dabei keinen Hehl daraus, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen wird. Bei der kombinierten Plattform "Vera Rubin" rechnet er durchgehend mit Engpässen, erste Systeme sollen im zweiten Halbjahr 2026 ausgeliefert werden. Um Lieferkettenproblemen vorzubeugen, stieg der eigene Lagerbestand im Quartal auf 119 Milliarden Dollar — von 95,2 Milliarden Dollar im Vorquartal.

Zwischen Wettbewerb und China-Unsicherheit

Kein Wunder, dass Jefferies-Analyst Blayne Curtis das Ergebnis als rundum solide bezeichnet — gleichzeitig sieht er im Markt anhaltende Skepsis rund um modulare Rechenzentrumsarchitekturen. Der eigentliche strukturelle Gegenwind kommt von woanders: Googles, Amazons und Microsofts eigene Chip-Entwicklungen könnten langfristig Marktanteile kosten. Nvidia hält dagegen — unter anderem durch die Übernahme von Groq-Technologie für den Inferenzmarkt.

China bleibt ein offenes Kapitel. Zwar erlaubt Washington den Verkauf bestimmter Systeme wieder, verlangt dafür aber eine Abgabe von 25 Prozent. Ob Pekings Unternehmen diese Chips überhaupt kaufen dürfen, steht bislang nicht fest. Wie groß dieser potenzielle Markt tatsächlich wird, hängt von politischen Entscheidungen ab, die weder Huang noch Wall Street in der Hand haben.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 21. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schätzen die Börsenprofis Nvidia Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Nvidia Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | US67066G1040 | NVIDIA | boerse | 69391578 |