Nvidia Aktie: Dividende vervielfacht, Kurs zögert
22.05.2026 - 02:29:36 | boerse-global.deGlänzende Zahlen, verhaltene Reaktion. Nvidia hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 erneut die Erwartungen der Analysten übertroffen — und die Aktie verlor vorbörslich trotzdem rund ein Prozent. Das Paradox erklärt sich schlicht: Die Messlatte lag extrem hoch.
Zahlen, die beeindrucken
Der Quartalsumsatz kletterte um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte operative Gewinn legte um fast 150 Prozent auf 53,5 Milliarden Dollar zu. Unterm Strich verbuchte Nvidia 58,3 Milliarden Dollar Nettogewinn — mehr als das Dreifache des Vorjahresquartals, wobei Bewertungsgewinne aus Beteiligungen, darunter das Intel-Investment, kräftig beitrugen.
Für das laufende Quartal erwartet das Management einen Umsatz von 91 Milliarden Dollar. Das liegt zwar über dem Analysten-Konsens, doch die prognostizierte Bruttomarge traf nur die Erwartungen — kein Überraschungseffekt. In den vergangenen Jahren hatte Nvidia Prognosen regelmäßig deutlich übertroffen. Dieses Mal ließ das "Wow"-Moment auf sich warten.
Dividende, Rückkäufe, Rubin
Eine echte Überraschung lieferte Nvidia bei der Dividende. Die Quartalszahlung steigt von einem Cent auf 25 Cent je Aktie — eine Vervielfachung, die künftig rund sechs Milliarden Dollar pro Vierteljahr an Aktionäre fließen lässt. Der Verwaltungsrat weitete den Rahmen für Aktienrückkäufe um 80 Milliarden auf fast 120 Milliarden Dollar aus.
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CEO Jensen Huang betonte auf der Analystenkonferenz, dass die Nachfrage nach KI-Chips ungebrochen sei. Bei der nächsten Chip-Generation Vera Rubin rechnet er mit anhaltenden Engpässen; erste Systeme sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden. Barclays meldete aus der asiatischen Lieferkette mögliche Verzögerungen gegen Jahresende — Nvidia widersprach dem.
Analysten optimistisch, Fragen offen
Das Analystenbild bleibt klar positiv, mit Kurszielen zwischen 275 und 400 Dollar. Bernstein bezeichnete die Ergebnisse als deutlich über den Erwartungen liegend, Citigroup lobte die neu eingeführte Untergliederung der Rechenzentrums-Umsätze. Jefferies hob die Ankündigung hervor, 2026 rund 20 Milliarden Dollar mit Hauptprozessoren erzielen zu wollen — ein Feld, in dem Nvidia bislang kaum präsent war.
Hargreaves Lansdown formulierte die zentrale Unsicherheit treffend: Nicht ob die Nachfrage heute stark ist, sondern wie lange das Wachstum die Erwartungen noch übertreffen kann. AMD, Intel, Broadcom und Marvell drängen in den Markt, während große Hyperscaler eigene Chips entwickeln. Parallel läuft das US-Exportprogramm für KI-Technologie an, das Nvidias Absatzmärkte außerhalb Chinas stützen soll — die Chinafrage selbst bleibt ungeklärt.
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Der nächste Kursimpuls dürfte davon abhängen, ob Rubin-Auslieferungen im dritten Quartal planmäßig anlaufen und ob erste Klarheit über Chinas Kauferlaubnis für US-Chips entsteht.
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